Der Krieg im Kaukasus. Bergkarabach wird wieder angezündet. Russland soll erneut in einen Kaukasuskonflikt gezwungen werden.

Von Thomas Roth

Die Streitkräfte Armeniens haben einen Hubschrauber der Luftwaffe Aserbaidschans in der Konfliktzone Bergkarabach abgeschossen, meldet "Interfax" mit Verweis auf eine Quelle im Ministerium für Verteidigung Armeniens. "Heftige Kämpfe dauern an. Der Gegner hat große Verluste an Mensch und Technik erlitten. Es wurde u.a. ein Hubschrauber der aserbaidschanischen Luftwaffe abgeschossen", meldet die Agentur die Worte ihres Gesprächspartners. Auf der anderen Seite wurde im Verteidigungsministerium Aserbaidschans erklärt, dass Armenien das Regime der Feuereinstellung 127 mal in den letzten Tagen verletzt hat.

Armenien (links) und Aserbaidschan (rechts). Dazwischen die vorwiegend von Armeniern bewohnte Region Bergkarabach.
Das Presseamt des Verteidigungsministeriums der nicht anerkannten Republik Bergkarabach (NKR) hat am Sonnabend mitgeteilt, dass Aserbaidschan tatsächlich einen massiven Angriffsversuch auf der ganzen Linie der Berührung unter Nutzung von Artillerie, Panzertechnik und der Luftflotte unternommen hat, meldet "Nowosti Armenija". In der Mitteilung heißt es, dass die aserbaidschanischen Kräfte Artillerieschläge gegen friedliche Ortschaften und Objekte der ständigen Dislozierung einiger Militärtruppenteile geführt haben.

Im Prinzip war das vorhersehbar und zu erwarten, aber dennoch ist es schlecht. Der Krieg Armeniens und Aserbaidschans ist der nächste Punkt der Destabilisierung in Eurasien. Armenien ist das einzige Mitglied des Euroasiatischen Bündnisses im Kaukasus und wurde in letzter Zeit wieder ein sehr naher Verbündeter Russlands.

Das wichtigste und im Grunde einzige Ziel ist, den Fleischwolf zu beginnen und dann Russland zu verführen, in das Geschehen einzusteigen. Damit würde es den ganzen Kaukasus gegen sich aufbringen. Und wieder muss Russland den Brand geschickt löschen und zum Frieden zwingen. Dann muss eine solche Lösung gesucht werden, die die Situation beruhigt und versucht, das Konfliktpotential aufzulösen. Das ist schwierig. Aber auch nichts Neues – seit vielen Jahrhunderten schon.

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Gott geb', dass es auch diesmal noch nicht zu spät ist.

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4 thoughts on “Womit sich Putin beschäftigen muss: Bergkarabach”

  1. Ich hoffe Azerbaidschan geht endlich als Sieger aus dem Konflikt hervor und holt die feindlich besetzten Gebiete wieder zurück ins Vaterland

  2. Das ist erst der Anfang. Zündeln tut die USA und England, auch die Türkei dort! Und ich hoffe, sollte es zu keiner gerechten Friedenslösung kommen, daß Russland trotz aller Gefahren sein militärisches Gewicht einsetzt. Der Kaukasus ist zukünftige Front gegen Russland!

  3. Womit sich Putin nicht mehr beschäftigen muß:
    http://tass.ru/en/defense/866676
    Weil nämlich gerade das russische Verteidigungsministerium abgebrannt ist. Und zufällig soll der Brand in der Abteilung für Wohnunterkünfte entstanden sein.

    9/11. Der Einschlag im Pentagon. Papiere über den Verbleib von Milliarden Dollar weg. Jüngst Brände in Argentinischen Datenspeichern für Devisenverkehr. Aktuell klauen chinesische Autodiebe immer Lastwagen mit dem kompletten Aktenbestand ganzer Pleitebetriebe.
    Überall Asien.

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