Kritik über die Veröffentlichung der Panama-Papers kam nicht nur aus Moskau. Die Transparenz-Plattform WikiLeaks kritisierte ebenfalls den Umgang mit den Dokumenten, die seit Beginn der Woche von den westlichen Leitmedien als eine große Sensation verkauft wird.

Von Christian Saarländer

Bereits vor der Veröffentlichung berichtete Contra Magazin über das Internationale Konsortium für investigativen Journalismus, welches überwiegend von Soros und seiner Open-Society-Stiftung finanziert wird. Über die Panama-Papers, die das Konsortium eine Woche später als die große Sensation verkaufte, kommt nun direkte Kritik von WikiLeaks, wie man auf der folgenden Twitter-Meldung sehen kann.

Konkret geht es um die Frage, ob die US-Behörde USAID bei der Veröffentlichung der Dokumente behilflich gewesen ist. Das USAID (United States Agency for International Developement) ist eine US-Regierungsbehörde, die sogenannte Entwicklungsprojekte weltweit finanziert. Durch großzügige Spenden wurde, wie unter anderem das Luxemburger Tageblatt berichtet, der Maidan-Putsch finanziert, die letztlich den jetzigen Präsidenten Poroschenko an die Macht gebracht hatte.

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Weiter im Visier der Whistleblower-Plattform steht das Recherchezentrum OCCRP, welches sich mit der Korruption weltweit beschäftigt. Und natürlich steht die Stiftung von Milliardär George Soros, die Open Society, im Mittelpunkt der Panama-Papers. Insoweit liegt der Schluss nahe, dass man mit diesen neuen Leaks konkret der Russischen Föderation schaden wolle. Die Aktivitäten des OCCRP liegend überwiegend in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Diese Tendenz zeichnet sich bereits dadurch ab, dass der Präsident der russischen Föderation in den veröffentlichten Leaks eine eigene Rubrik erhielt, obwohl er bislang nicht Kunde der Kanzlei gewesen ist, aus denen das Datenleck stammt. Neben der Problematik, dass durch das Datenleck innerhalb der Kanzlei Mossack Fonseca auch das Vertrauensverhältnis zwischen Anwalt und Mandant verletzt wurde, kritisiert ein Sprecher von WikiLeaks die Tatsache, dass nicht allen Menschen die Daten öffentlich zugänglich gemacht werden.

In einer Twitter-Umfrage haben sich 95 Prozent der Teilnehmer für eine komplette Veröffentlichung der Panama-Papers ausgesprochen, die man in einer Datenbank mit Suchmaschinenfunktion nachlesen kann. Die dürfte sich zunächst wie bei der Veröffentlichung der Botschafter-Depeschen durch WikiLeaks im Jahre 2011 als schwierig erweisen, denn das Datenvolumen der Panama-Papers hat bei weitem ein größeres Ausmaß als die bisher insgesamt geleakten Dokumente von WikiLeaks zusammen.

Insgesamt dürften die geleakten Papers noch für eine Menge Diskussionsstoff sorgen. Abgesehen von der juristischen Perspektive, dürfte sich auch der Fokus auf die einseitige Kritik am russischen Präsidenten verstärken. Dieser wurde durch visuelle Infografiken immer wieder mit Personen in Verbindung gebracht, deren Name in den Dokumenten aufgetaucht ist. Insoweit muss man sich nicht wundern, dass ein solches Datenleck von amerikanischen Behörden und NGOs unterstützt wurde, auch wenn selbst amerikanische sowie britische Firmen und Politiker ebenfalls in den Mittelpunkt des Datenlecks geraten sind.

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3 KOMMENTARE

  1. Offensichtlich handelt es sich um eine Schmutzkampagne, in Szene gesetzt von dem Oberhalunken und Finanzverbrecher, George Soros, dem omnipotenten Rothschild Agenten.

    ….."Bemerkenswert ist zunächst einmal, dass lediglich eine handverlesene Selektion von Mainstream-Medien überhaupt Zugriff auf das komplette Material besitzt. Für den Rest der Welt gilt weiterhin Datenschutz. Nur relativ wenige ausgewählte Repräsentanten der Qualitätsmedien kennen also den kompletten, in diesen Großskandal verwickelten Kreis. Kritischen Beobachtern fiel sofort auf, dass unter den jetzt publizierten Informationen keine westlichen Konzerne und Milliardäre erwähnt werden. Vielmehr konzentriert sich das Material vor allem auf Russland und Staatschef Wladimir Putin.

    Gewiss, auch dort darf mit genügend Korruption gerechnet werden. Die Rede ist nun von zwei Milliarden Dollar, die Putin-Vertraute mittels der Panama-Connection über Briefkastenfirmen in Sicherheit gebracht haben. Doch der Name Wladimir Putin taucht dem (britischen)  Guardian zufolge nirgendwo in den Dokumenten auf.  (…..)

    Selektive Berichterstattung wirft auch der ehemalige britische Botschafter Usbekistans, Craig Murray, den Medien vor. Und Murray ist nun nicht unbedingt von heiligem Eifer besessen, Russland allzu sehr in Schutz nehmen zu wollen. Er richtet allerdings den dringend nötigen kritischen Blick auf jenes internationale Journalistenkonsortium ICIJ und vor allem auf dessen Geldgeber. Mit ihnen dürfte dann auch sehr schnell klar werden, woher der Wind eigentlich weht und welche Informationen dieser Wind dann nach außen trägt – und welche nicht   (…)

    Wie Murray betont: Wer die Panama-Papiere ursprünglich ans Licht brachte, habe wohl tatsächlich das System entlarven wollen. Ein System, in dem die Superreichen in der Lage sind, ihre gigantischen Geldverstecke weiter im Verborgenen zu halten. Doch diese Person oder Gruppe habe auch einen schrecklichen Fehler begangen. Sie habe sich den westlichen Massenmedien anvertraut."

    Panama-Papiere: US-Thinktanks und George Soros hinter dem Recherche-Netzwerk ICIJ

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/andreas-von-r-tyi/panama-papiere-us-thinktanks-und-george-soros-hinter-dem-recherche-netzwerk-icij.html;jsessionid=AAAF77756C7060F3AFC71143CED1B45D

  2. Die 'Panama Papers'

    waren gestern!
    Jetzt kommen die wirklich "großen Nummern" an die Weltöffentlichkeit. Damit bedankt sich Präsident Putin auf seine Weise für die Russland-Sanktionen und die vielen anderen Diffamierungen des Westens, denn die großen Enthüllungen über westliche Politiker kommen aus russischen Archiven. Die Welt darf gespannt sein:

    ….The Russian President said that he has decided to declassify many archival documents, and that he will sign the decree today. And it was signed. 

    And he quietly added: "This, as far as I know, according to the information from archive agencies, concerns the period from 1930 to 1989. In these documents there are cases, excuse me, of snitches as well as the innocently repressed, with very interesting names, some documents will surprise society…"

     

    http://www.fort-russ.com/2016/04/putin-to-declassify-documents-that-bear.html

     

     

  3. Jedem der mithilft die Systempolitikerbagage los zu werden gebührt der Friedensnobelpreis, einer der von der Bevölkerung gestiftet ist und nicht der den sich die Bagage selbst zu verleihen pflegt.

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