Timoschenko: „Was kam da für ein Drecksack an die Macht“

Die ukrainische Oligarchin Julia Timoschenko schafft es wieder mit einem geleakten Brief in die Schlagzeilen. Anstelle Putins sind dieses Mal Poroschenko samt befreundeter Oligarchenriege und Jazenjuk Ziel ihrer Hasstiraden.

Von Christian Saarländer

Der russischen Nachrichtenagentur NewsFront aus Simferopol wurde nach eigenen Angaben ein Brief von Julia Timoschenko zugespielt, der an die wegen Mordes verurteilten ukrainischen Soldatin Nadezhda Sawtschenko adressiert war. In diesem Brief rechnete sie mit den Machthabern aus Kiew ab. Der Nachrichtenagentur liegt ein handgeschriebener Brief der ukrainischen Politikerin Timoschenko, die Vorsitzende der Partei „Vaterland“ ist, vor. Ein Hacker stellte nach Angaben der Agentur das Material zur Verfügung. Es ist nun das zweite Mal, dass Timoschenkos persönliche Worte von Dritten abgefangen wurde.

Diesmal rechnete sie nicht mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ab, sondern griff die Kiewer Regierung scharf an. Nach Timoschenkos Auffassung hat sich seit dem Umsturz vor zwei Jahren in der Ukraine nichts zum Positiven geändert. Ihrer Auffassung nach habe der amtierende Präsident Pedro Poroschenko die „absolute Macht“ in seinen Händen. Ihre Kritik richtet sich vor allem an die Ernennung des neuen Ministerpräsidenten Vladimir Groisman.

„Morgen wird die neue Regierung unter Premierminister Groisman eingeführt. Und es bedeutet, dass die Macht nun absolut unkontrollierbar an Poroschenko übertragen wird. In der Regierung wurde alles zwischen Jazenjuk und BPP (Block Petro Poroschenko) aufgeteilt. Nun beginnt eine neue Etappe des Raubes unseres Landes, der Verlust von Zeit und Möglichkeiten. Wieder dasselbe Spiel, niemand hat dazugelernt“, schrieb Julia Timoschenko.

Weiters ist Timoschenko der Ansicht, dass die Ukraine durch korrupte Politiker regiert werde. Um die Situation im Land zu verbessern seien dringend Neuwahlen nötig.

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„Unser Team 'Vaterland' verließ die Koalition der Schande und ging in die parlamentarische Opposition. Wir können nicht Tatbeteiligte der Zusammenlegung von Clans mit korrupten Politikern sein. Wir können nicht Beteiligte sein, die zulassen, dass durch übereilte und unbegabte Politik die ukrainischen Familien ans Existenzminimum geraten. Alle adäquaten Menschen in der Ukraine sind der Meinung, dass man dringend die Regierung vollständig umformieren und an erster Stelle vorgezogene Parlamentswahlen durchführen sollte“, schreibt Timoschenko.

Der Originalbrief der ehemaligen ukrainischen Ministerpräsidentin ist bei NewsFront einsehbar.

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9 Kommentare

  1. Stimmt, sie war jahrelang Teil dieser korrupten Regierungen.

    Aber kein Problem für die EU : selbst korrupte Pleiteländer und Länder wo ein Sultan Erdogan regiert bekommen VISAFREIES REISEN ab Juni 2016.

    Aber das ist alles so gewollt, das Europa überrollt wird. Und Merkel die ELITE Marionette nickt alles ab.

    Das was alles abgeht, ist tatsächlich geplanter europäischer und deutscher Selbstmord .

    1. Und dieser Plan ist schon Jahrhunderte alt…..Es hat spätestens 1776 angefangen, ohne das die Leute damals, überhaupt davon wussten…..

  2. Wenn Merkels Lieblingspflegetochter den Lieblingsziehsohn von Gauck einen Drecksack nennt, dann werden wir in in Berlin vielleicht bald schwarzen Rauch aufsteign sehen. 
     

  3. Die kleine raffgierige und machtgeile Timoschenko sollte mal ihr verlogenes Gequatsche sein lassen !

    Sie gehört doch selbst zu den korrupten Politbratzen und ist somit keine bißchen besser als die korrupten Minusmenschen aus den anderen Parteien.

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