Syrien: Wiederaufbau kostet mindestens 150 Milliarden Dollar

Weltbank-Chef Jim Yong Kim beziffert die Wiederaufbaukosten in Syrien mit einer Summe von mindestens 150 Milliarden Dollar. Assad will vor allem russische und chinesische Firmen damit beauftragen.

Von Marco Maier

Mindestens 150 Milliarden Dollar, möglicherweise auch bis zu 180 Milliarden Dollar, so viel Geld muss man nach Ansicht von Weltbank-Chef Jim Yong Kim in den Wiederaufbau des vom Krieg zerstörten Syriens investieren. Dies berichtet das Portal MarketWatch.

"Ich bin darüber besorgt, dass es keine solche Hilfe geben wird, wie sie möglich gewesen wäre, als der Ölpreis noch 100 US-Dollar pro Barrel betragen hatte. Üblicherweise hatten die ölfördernden Nachbarländer Syriens den Großteil der Mittel bereitgestellt. Aber jetzt sind diese selbst mit einem Haushaltsdefizit konfrontiert", sagte der Weltbank-Chef bei einer gemeinsamen Sitzung seiner Organisation mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF).

Syriens Präsident, Baschar al-Assad, hatte jedoch bereits im Vorfeld verkündet, dass er nach einer Friedenslösung für den Konflikt die Aufträge zum Wiederaufbau des Landes vorrangig an Unternehmen aus befreundeten Staaten wie Russland, China oder auch den Iran vergeben wolle. Die US-Konzerne – die sonst immer an solchen Aufträgen nach US-induzierten Konflikten und Kriegen mitnaschen – könnten dabei jedoch ziemlich leer aus gehen, genauso wie jene in Europa. Immerhin haben sich Washington, Brüssel und Berlin stets gegen Assad gestellt.

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9 Kommentare

  1. Das wäre schön, wenn wirklich keine EU- und US-Unternehmen dann Aufträge erhielten. Diese Staaten (besonders zu nennen ist hier auch Deutschland) haben schon genug an der Vernichtung verdient.

  2. Tja, mit den Milliarden haben wohl US-Konzerne gerechnet.

    Und ich hoffe sie bekommen keinen Cent, bzw. keinerlei Beteiligung am Wiederaufbau.

    Ich denke das wird jetzt Russland übernehmen und die zurückkehrenden Flüchtlinge.

    Und das wäre gut so.

     

    1. Nachdem sich der Bauboom in China abgeflacht hat, kann man mit 100%iger Sicherheit davon ausgehen, dass die chinesische Bauindustrie bereits in den Startlöchern steht. Dies wird sicher bereits mit Russland und Syrien abgeklärt sein und es wäre von den westlichen Grossbaufirmen eine reine Fehleinschätzung, wenn sie nur einen Wohnblock wiederherstellen dürften.

      Es wird ALLES im familiären Rahmen bleiben… und die nach Westen ausgewanderten syrischen Bürger werden sich heftigst darüber ärgern, Land und Haus verlassen und dubiosen Schleppern ihr gesamtes Vermögen (zwischen 5.000 und 30.000 Euro) für eine unsichere Zukunft als Sozialhilfeempfänger gegeben zu haben.

  3. Was denn für einen Wiederaufbau? Wurde in Afghanistan wieder aufgebaut? Wurde im Irak wieder aufgebaut? In der Regel verhält es sich so, das solche Länder vom Westen überfallen werden und danach schauen können, wo sie bleiben. Dieses Chaos ist freilich gewollt und volle Absicht denn diese Länder sollen dauerhaft klein gehalten werden. DAS ist dann der sogenannte Demokratie-Export des Westens. Gute Arbeit! Ich würde es begrüßen, wenn die Rechnung für diesen unnötigen Wahnsinn dann die Rüstungsfirmen und die Politiker tragen, die diese Dinge vom Zaun brechen.

  4. Und wer baut auf, und wer verdient dabei? Diejenigen die mit der Abrissbirne gekommen sind, verdienen nun nochmals. Die Waffen haben die Steuerzahler berappt, den Wiederaufbau bezahlen auch die Steuerzahler. Und die Gangster im Hintergrund füllen sich dabei nochmals die Taschen!

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