Steuervermeidung durch Offshore-Firmen seien ein Verbrechen an der Gesellschaft – sagen SPD-Politiker. Doch dann stellt sich heraus: Die SPD hat auch so eine Offshore-Firma. In Hongkong.

Von Marco Maier

Irgendwie klingt das schon ein wenig nach "Wasser predigen und Wein saufen", was die Sozialdemokraten da abziehen. Denn während die SPD-Politiker (gerade im Zuge der Veröffentlichungen rund um die "Panama Papers", aber auch früheren Meldungen über die Steuervermeidung der Konzerne) immer wieder betonen, wie sehr dies doch ein Verbrechen an den braven Steuerzahlern wäre, wenn die Unternehmen über Offshore-Firmen Steuern sparen, besitzt die SPD selbst nämlich eine eigene Offshore-Firma.

So schreibt der Jurist Ansgar Neuhof in einem Artikel bei der "Achse der Guten" davon, dass die SPD im Jahr 2014 in Hongkong ein solches Unternehmen gegründet hat. Direktoren der "Cavete Global Limited" dort sind die Geschäftsführer der zu 100 Prozent in SPD-Besitz befindlichen ddvg. Da mit Hongkong kein Doppelbesteuerungsabkommen existiert, bleibt als Offshore-Firmeninhaber steuerfrei.

Vielleicht sollten es die Genossen mal mit dem Stil der FDP versuchen: Da gilt wenigstens noch das Motto: "Champagner predigen und Sekt saufen". Das hat den Freidemokraten dann zwar auch den Flug aus dem Bundestag beschert – aber wenigstens haben die ihre Wähler nicht beschissen. Aber wenn das so weitergeht, fliegen die Sozialdemokraten ohnehin schrittweise aus den Parlamenten. Momentan müssen sie ja schon froh darüber sein, wenn sie überhaupt noch auf 20 Prozent der Stimmen kommen.

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4 thoughts on “SPD – Offshore in Hongkong”

  1. Wenn der sich schon großkotzig über kapitalistische Verbrechen ausläßt, sollte er  mal Überlegungen darüber anstellen, wieviel Milliarden sinnlos für  islamische Infiltranten ausgegeben weden. Wo bleibt denn da ein Widerstand gegen die usraelischen Vergewaltiger?

    Für mich sind diese ganzen Lancierungen auch nur billige Ablenkung.

  2. Ich unterhielt mich vor einiger Zeit mit einem Journalisten einer Regionalzeitung.

    Er sagte, daß es eine Schande sei, was, denn in der Zeitung stehen würde für die er arbeiten würde. Er sagte auf Seite 1 steht. Hilfe die Sonne wird am Wochenende scheinen und in der MItte dann, so schützen Sie sich richtig gegen Sonnenstrahlen. Wer soll so einen Scheiß kaufen, fragte er mich. Die Zeitung wurde vor einigen Jahren von der SPD übernommen und nun steht nur noch Rendite im Vordergrund. Die Vorgabe ist 11% Rendite und über lokale Korruption darf man gar nichts mehr schreiben, es sei denn, daß es politisch gewollt sei, weil man der Konkurrenz schade. Die Auflagenzahl ist in den letzten Jahren von weit über 220.000 auf ca. 100.000 zusammengebrochen. Für die Berichte kann man sich meistens nur noch schämen.

    Er sagte, daß ihn anfangs die Leute noch drauf angesprochen habe, welche miese Qualität die Zeitung habe und die Leser hätten sich darüber aufgeregt. Letzendlich haben sie um ihre Zeitung gekämpft, weil sie nicht so einen Schmierenjournalismus kaufen wollten, heute aber kündigen sie einfach nur noch wortlos, weil die Menschen langsam merken was für ein widerliches System es ist und wie unnütz solch ein Journalismus ist. Man hielt die Menschen für dumm und die weiter dabei geblieben sind, sind es wohl auch, anders kann man es sich nciht mehr erklären, sagte er.

    Ich fragte ihn, ob er denn nicht dort arbeiten wolle wo man die Wahrheit schreiben darf und er zählte mir dann auf was alles zu SPD Medienkomplex gehört.

    Daher kann ich für meinen Teil sagen, daß ich nun kein Parteiblatt mehr lese. Erschreckend wie die Krake sich alles aneignete und wie perfide man dann das Wort Meinungsfreiheit und Demokratie bei jeder noch so ungeeigneten Gelegenheit in den Ring wirft.

     

    1. @stimmteichzu, wundert mich nicht, was sie da beschreiben. wer denkt, das s in spd stünde für sozial, sollte lieber nochmal nachdenken. aber noch immer wählen zu viele idioten diese neoliberale arbeiterverräter-partei. wer einmal in hartz iv war, weiss wovon ich rede.

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