Die Scheindemokraten in Washington und Brüssel sollen einfach mal die Klappe halten

Die demokratischen Strukturen sind nur noch eine goldene Fassade, hinter der sich Plutokraten und Technokraten verstecken. Die EU und die USA haben kein Recht auf politische Moralisierungen. Weder gegenüber Putin, noch gegenüber Erdogan oder auch gegenüber Assad.

Von Marco Maier

Der Westen – allen voran die USA und die EU – spielt sich immer wieder als moralische Instanz auf. Insbesondere was die "Diktatoren" und die "Despoten" auf der Welt betrifft. Putin, Erdogan, Assad… stets im Kreuzfeuer der globalen Sittenwächter der Demokratie. Doch wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen – und in Sachen Glashäuser (besser: Glaspaläste?) sind gerade die Amerikaner und Europäer eigentlich die Spezialisten.

Denn ein Blick auf die politischen Strukturen dies- und jenseits des Atlantiks offenbart, dass es hier mit der Demokratie auch nicht gerade sonderlich weit her ist. Zumindest nicht im eigentlichen Sinne. Vielmehr zeigen sich scheindemokratische Fassaden, hinter denen sich die Technokraten und Plutokraten verstecken.

So haben wir in Europa eine demokratisch nicht legitimierte Technokratenregierung (die "Europäische Kommission"), welche sich eigentlich niemandem gegenüber zu verantworten hat – und trotzdem sowohl legislative als auch exekutive Befugnisse besitzt. Gegen die Macht der Kommission kommen die EU-Parlamentarier genausowenig an wie die nationalen Parlamente und Regierungen. Und dann sind die Europäer auch noch völlig den Entscheidungen der EZB und dem ESM ausgeliefert, die ohnehin nur Instrumente der Hochfinanz darstellen.

Auf der anderen Seite des Teiches sieht es auch nicht besser aus. Dort regiert seit Jahrzehnten eine Zweiparteiendiktatur, die jedoch lediglich eine Fassade des finanzkräftigen Establishments darstellt. Schlussendlich ist es nämlich beinahe völlig egal, ob nun Republikaner oder Demokraten das Land regieren – die meisten Politiker beider Seiten sind nur die Erfüllungsgehilfen jener Wahlkampffinanciers, die sich aus der Wahl eines Kandidaten entsprechend größere finanzielle Vorteile versprechen. Ganz nach dem Motto: Investiere eine Million in einen Politiker und du bekommst dafür einen gesetzlichen Vorteil, der dir Dutzende Millionen einbringen wird.

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Und dann gibt es auch noch die US-Zentralbank – das Federal Reserve System (kurz Fed) – welche inzwischen ohnehin nur noch den Interessen von JP Morgan, Goldman Sachs und Morgan Stanley dient. Die offiziell beschränkt vorhandene politische Kontrolle der Fed relativiert sich dabei völlig, wenn man bedenkt, dass die US-Politiker eben vorwiegend ohnehin von der Finanzoligarchie des Landes gekauft wurden. Damit wird das Ganze quasi zu einem in sich geschlossenen System, von dem nur die Eliten und deren Helfer profitieren.

Angesichts dieser Tatsachen kann man getrost sagen, dass gerade die Politik in der EU und der USA eigentlich am wenigsten das Recht dazu besitzen, andere Länder bezüglich irgendwelcher "Demokratiedefizite" zu kritisieren. Denn wer in einem perfiden scheindemokratischen System lebt, in dem die Wähler lediglich zur Legitimierung als Wahlvieh herhalten müssen, während die Realität deutlich anders aussieht, der hat gewiss kein Recht dazu, sich als Demokratiewächter aufzuspielen. Weder gegenüber Putin, Erdogan oder auch Assad.

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14 Kommentare

  1. ………..wie immer Herr Mayer, den Nagel auf den Kopf getroffen, Danke für diesen Artikel.

    Ziehen wir diesem Verbrechersystem immer mehr die Maske runter, das auch der letzte erkennt, wer die wahren Feinde sind.

  2. genau so siehts aus. die amis sollen lieber mal ihren eigenen laden in ordnung bringen, bevor sie sich in andere nationen einmischen. ich glaube nicht, dass es eine nation gibt, die mehr dreck am stecken hat als die amis. keine. keine hat mehr kriege zu verantworten und keine hat mehr lüge (falschheit) in die welt gebracht als die amis.

  3. Die semantische Umdeutung von Begriffen wie Demokratie, Freiheit, Menschenrechte, usw. erlauben dem Westen sie einerseits als Waffe gegen Quertreiber der NWO zu gebrauchen, bzw.zu mißbrauchen, andererseits als moralisches Feigenblatt im Sinne der selbstgerechten Übernahme ganzer Staaten inklusive deren Ressourcen. Demokratie wird nach US Standart definiert, Menschenrechte in für Sklaven geltende Pflichten verwandelt und Freiheit wird nur mehr dem Kapitalfluß zugestanden. Das moralinverspritzende politische establishment in Europa und in den USA haben in ihrem Moraltank reines Gift für jede Gesellschaft, das zur Niederringung jeglichen Feindes angedacht ist und nicht zur Implementierung eines ethischen Standarts zweck Verbesserung der Welt dient.

    1. In der Rechtsgeschichte, Allgemeinen Staatslehre und Rechtsphilosophie spielt der Begriff der "Plutokratie" eine partiell unterschiedliche Rolle. Um das Jahr 1925 wurde die Demokratie notwendigerweise als praktisches Instrument der Plutokratie angesehen, sie sollte vom Geistesadel abgelöst werden. Die europäische Kommission verkörpert mit ihrem arrondierten Spiritualismus, um das mal vorsichtig auszudrücken, diesen Geistesadel. Konnte man den neuen Mensch der Zukunft durch den brutalsten Widerstand der osteuropäischen Staaten absolut nicht durchsetzen, verfällt man auf den diktatorischen üblen Kommissionstrick und nimmt das Risiko des EU-Endes in Kauf. Das beweist, dass gewisse Herren und Damen die EU einen Schitt interessiert, sie dient lediglich als Feigenblatt-Instrumentarium für andere Zwecke.

    2. Das europäische Politpersonal hat sich eine "feine" politische  Parallelwelt eingerichtet. Nach Brüssel werden die Diktaturbeauftragten entsendet um die "Diktatur Europa" zu betreiben, während die einheimischen Politiker der Bevölkerung Demokratie in den Ländern vorgaukeln. Je mehr Exekutivgewalten sukzessive an die EU übertragen werden desto mehr können sie die Demokratiemaske fallen lassen. Wenn dieser Prozess der Übertragung ausreichend ist kann man daran gehen die nationalen Parlamente abzuschaffen. In vielen Ländern kann das mit Hilfe der Kompetenzen des Bundespräsidenten erfolgen. Daher ist es für die Bevölkerung ein Gebot der Stunde wenn Exekutivkompetenzen zur Übertragung an die EU in Rede stehen auf die Barrikaden zu steigen  und niemals einen Bundespräsidenten wählen der dem politischen Establishment (rotschwarzgründunkelrot) politisch nahesteht.

  4. Genau der Punkt. Auch in der heutigen Demokratie wird das Leben der Menschen weitgehend von außen durch Gesetze reglementiert, die von einer privilegierten Politikerkaste beschlossen werden, nur dass diese ihre Stellung nicht der Geburt, sondern den Wahlen des Volkes verdankt. Mit der Wahl aber, die stets als großes demokratisches Ritual gefeiert wird, beschränkt sich die Mitwirkung des Bürgers an der politischen Willensbildung darauf, seine Stimme im doppelten Wortsinn abzugeben und anschließend ohnmächtig zu verfolgen, was die Parteien und Politiker daraus machen.
    Nicht der Wille des Volkes, sondern der Wille weniger, die vorgeben, das Volk zu vertreten, hat das Sagen. So rief ein holländischer Komiker einmal aus: „Demokratie ist der Wille des Volkes. Jeden Morgen lese ich überrascht in der Zeitung, was ich will.“ Wir haben in Wahrheit eine Oligarchie, in der „die herrschenden Gesetze die Gesetze der Herrschenden“ (B. Brecht) sind.

    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/05/17/fassade-demokratie/

    http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/06/01/die-steigerung-der-demokratischen-diktatur-in-der-eu/

     

  5. Da kann man nur hoffen, dass der Brüsseler Verein bald Vergangenheit sein wird. Und europäische Länder wieder von Politiker regiert werden, denen Anstand, Moral und das eigene Volk noch was wert ist.

    Denn die jetzigen wollen nur eins –  und das ist die Islamisierung von Europa.

    1. Merkel ist doch nur doloses Wekzeug. Die Musik und Planung spielt in USrael. Und wenn Brüssel kracht, sind wir immer noch Besatzungs.-und Kolonialstaat. Ohne Krieg oder erfolgreiche Revolution sehr schlechte Aussichten.

  6. Ich schließe mich an, hervorragender Artikel!!! Paßt genau.

    Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, wird aber düster für die Zukunft. Durfte heute wieder mal erstaunt erleben, als deutsche Minderheit durch eine Shoppingmeile zu spazieren, brauch nicht mal mehr in den Türkeiurlaub fahren, wunderbar in der "grünen" Hölle.

    eigentlich müsste man heulen…wie ein Wolf  😉

     

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