Irren ist menschlich: Präsident Putin gesteht gegenüber der Süddeutschen Zeitung Fehler ein

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Das macht bei Daten vor allem dann Sinn, wenn sie der breiten Masse oder überhaupt nur virtuell zugänglich sind. Es ist niemals ausgeschlossen, dass bei solchen Datensätzen auch fehlerhaftes, gefälschtes oder manipuliertes Material befindet, so dass es auch immer sinnvoll ist, auf die entsprechende Quelle zu verlinken, auf die man sich beruft.

Über Nachrichten und ihren Wert äußerte bereits der preußische Generalmajor Carl von Clausewitz in seinem unvollendeten Hauptwerk „Vom Kriege“, welches er im Jahre 1832 verfasste. Wie man auf dem Portal clausewitz.com nachlesen kann, widmete sich der aus Breslau stammende Offizier und Militärwissenschaftler nicht nur den Begriffen Angriff, Verteidigung und Verzögerung, welche bis heute als Hauptformen des militärischen Verhaltens gelten, sondern er widmete sich auch im sechsten Kapitel dem Themenkomplex beziehungsweise dem Begriff der Nachrichten. So heißt am Anfang des sechsten Kapitels: „Mit dem Worte Nachrichten bezeichnen wir die ganze Kenntnis, welche man von dem Feinde und seinem Lande hat, also die Grundlage aller eigenen Ideen und Handlungen. Man betrachte einmal die Natur dieser Grundlage, ihre Unzuverlässigkeit und Wandelbarkeit, und man wird bald das Gefühl haben, wie gefährlich das Gebäude des Krieges ist, wie leicht es zusammenstürzen und uns unter seinen Trümmern begraben kann.“ Im weiteren sagt er auch sinngemäß, dass man nicht jede einzelne Nachricht als Nachrichtenoffizier überprüfen kann. Ein Journalist, wie auch ein korrekt arbeitender Nachrichtenoffizier, muss sich demnach auch von den Gesetzen der Logik und der Wahrscheinlich leiten lassen, wenn er mit Nachrichten oder auch heute mit einer großen Anzahl von Daten zu tun hat. Eine zusammenfassende Beschreibung ist hier abrufbar und eine andere Version kann man auf diesem französischen Portal nachlesen.

Es empfiehlt sich an dieser Stelle sich die Passagen selbst durchzulesen, da seine Theorie auch auf den heutigen Informationskrieg anwendbar ist und man hier beispielhaft zeigen zeigen kann, dass es keine große journalistische Kunst ist öffentlich zugängliche Quellen in einem Online-Artikel problemlos darzustellen, so dass sich der Leser ein eigenes Urteil beziehungsweise seine eigenen Schlüsse ziehen kann und sich nicht alleine auf die Aussagen des Autors in einem Online-Artikel verlassen muss.

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Der feine Unterschied zwischen dem heutigen WikiLeaks und dem ICIJ ist unter anderem auch die Tatsache, dass WikiLeaks stets bemüht ist allen Menschen, ungeachtet von ihrem Berufsstand die Informationen anzubieten, die man ihnen zugespielt hat. Wobei man aber auch an dieser Stelle erwähnen muss, dass man vorab auch zunächst Portalen wie der Süddeutschen Zeitung sowie dem mit WDR und NDR geschlossenen Rechercheverbund bestimmte Enthüllungen vorab zugänglich machte, was insoweit auch Anlass ist WikiLeaks zu hinterfragen oder zu kritisieren oder einfach auch als Quelle kritisch zu hinterfragen. Es ist weiter auch nicht ausgeschlossen, dass auch WikiLeaks nicht immer alle Daten herausgibt beziehungsweise bei brisanten Enthüllungen mit westlichen Medienportalen zusammenarbeitet. Das war bei Collateral Murder ebenso der Fall, wie im Dezember 2014 als man das „Killerhandbuch der CIA“ enthüllte, über welches die Süddeutsche Zeitung bereits ausführlich schrieb, nachdem WikiLeaks dieses über 30seitige Dossier mal gerade fünf Minuten vorher auf ihrer Seite zugänglich machte. Der Grund kann möglicherweise darin liegen, dass für WikilLeaks mehr Kryptographie-Experten als Journalisten tätig sind, was auch wahrscheinlich der Grund ist, dass die Seite noch existiert und nicht mehr ständig aus dem Netz fliegt, wie es im Jahre 2011 öfters der Fall war.

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Allerdings wurde auch schon über WikiLeaks geschrieben, dass es ein Projekt des Kreml sei, weil sich dort mehr Informationen befinden, die die Politik der Vereinigten Staaten kritisiert. Dabei soll die hinter der Idee von WikiLeaks – der Legende nach – eigentlich die Motivation stecken, über Missstände und Korruption in Russland aufzuklären, was aber mangels vorhandenen Leaks und Fakten (?!) eher ausgeblieben ist und sich bei Assange und anderen Hackern überwiegend dann doch Menschen gemeldet haben, die fundierte Informationen über Missstände in den USA verfügen, die sie der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollen.

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Durch Wahrnehmung, Beobachtung, Messung und andere Weise kann man Daten gewinnen. Umgangssprachlich wird das Wort Daten auch für Gegebenheiten, Tatsachen oder Ereignisse verwendet. Und das noch kompliziertere Wort Metadaten sind eigentlich auch nur Daten, die andere Daten beschreiben. Daten werden zwar in der heutigen Zeit mehr durch Maschinen ausgewertet und verarbeitet. Aber wie das menschliche Verhalten können Daten auch manipuliert oder auf unterschiedliche Art und Weise falsch ausgewertet werden. Aber wenn erst in der heutigen Zeit mit Daten Journalismus gemacht wird, dann fragt man sich, woraus die Journalisten in der Vergangenheit ihre Erkenntnisse gewonnen haben. Das macht aber nicht der Computer, sondern immer noch der Mensch selbst, auch wenn er gerne mal den Fehler beim Computer oder Rechner sucht, der aus vermeintlich unerklärlichen Gründen wieder mal einen Fehler gemacht hat.

Was ist nun der Unterschied zwischen dem russischen Präsidenten, der einen Fehler eingesteht und den schlauen Journalisten, die sicherlich – aufgrund der großen Masse an Daten, die die Panama-Papers hergeben – nicht nachweisbar zweifelsfrei zu korrekten Ergebnissen und Wertungen kommen können. Der russische Präsident gibt einen Fehler zu und zeigt die Courage, sich für nicht sakrosankte Aussagen auch zu entschuldigen. Und zeigt sich somit in keinster Weise so vermessen, wie es die Süddeutsche Zeitung macht, die doch nicht gänzlich immer unfrei von Meinungsmache und Werbung war.

Im Übrigen: Ein ehemaliger Journalist und Whistleblower der Süddeutschen Zeitung deckte vor gut einem Jahr auf, dass man es bei der Süddeutschen Zeitung auch nicht immer sehr genau nahm, ob man in einem Artikel nun Werbung oder Journalismus betreibt. Der Journalist mit dem Namen Sebastian Heiser hat dies in seiner Zeit so vernommen. Wenige Tage später wurde dieser Journalist von seinem neuen Arbeitgeber angezeigt und gekündigt. Dieser Geschichte wirft bis heute kein gutes Bild auf den leitenden Journalismus in Deutschland, der nach dem Selbstverständnis sowohl von der taz als auch von der Süddeutschen Zeitung als wahrhaftige Aufklärungsarbeit verkauft wird. Aber jede Zeitung und Internet-Portal, welches sich mit Journalismus befasst hat in eigener Sache ja auch das Recht, ihre Leser für sich zu gewinnen, indem man den wahrhaftigen Investigativjournalismus als tragende Säule verkauft. Ob man dem immer auch gerecht wird, ist fraglich. Jedenfalls ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass es in beiden Portalen auch Reportagen gab, die man sehr wohl unter investigativen und wahrhaftigen Journalismus verkaufen kann.

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Denn nur weil eine Zeitung oder ein Internet-Portal nicht fehlerfrei ist, so heißt das automatisch, dass dort nur Fehler und vorsätzliche Lügen am laufenden Band gemacht und verbreitet werden. Auch auf dem Contra-Magazin werden mal Fehler gemacht und man findet auch nicht in jedem Artikel zum konkreten Zeitpunkt die richtigen Worte. Oder man hat sich aus unterschiedlichen Gründen geirrt. Möglich ist auch, dass man Daten und Quellen nicht immer richtig hinterfragt hat oder sich Dinge im Nachhinein anders dargestellt haben. Alles ist möglich und errare humanum est – irren ist menschlich.

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3 Kommentare

  1. Einstellige Comments, immer mehr von immer weniger.

    Das kommt davon, wenn man seine Leser verarscht.

    Und es wird noch weniger werden. Wetten 🙂

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