Panama Papers: Verdrehte Fakten und antirussische Hetze

Die Süddeutsche Zeitung rühmt sich gerne als ein sogenanntes „investigatives Blatt“, welches gerne über Missstände auf der ganzen Welt berichtet. Über die eigenen Missstände in ihrer Berichterstattung wird dabei gerne hinweggetäuscht. Aktuell soll man zusammen mit dem Konsortium für investigativen Journalismus durch die Veröffentlichung der Panama Papers wieder einen großen Coup gelandet haben. Dabei wird Hetze als wieder mal als Qualitätsjournalismus verkauft.

Von Christian Saarländer

Die Panama Papers sind in aller Munde. Investigativ-Reporter von mehr als 110 Medien aus 80 Ländern – die Süddeutsche Zeitung allen voran –  rühmen sich mit der großen „investigativen Leistung“ ein Daten-Leck aus über 215.000 Briefkastenfirmen enthüllt zu haben. Mit datenjournalistischen Methoden wurden dann Infografiken produziert, die wieder mal das Bild vom „bösen Putin“ zeichnen sollen, obwohl diese Lecks bisher keinen Rückschluss zulassen, die den russischen Präsidenten juristisch belasten können. Mit von der Partie ist natürlich das unverzichtbare Konsortium für investigativen Journalismus (ICIJ), über das Contra Magazin letzte Woche bereits berichtet hat.

Die Süddeutsche Zeitung steht zusammen mit den öffentlich-rechtlichen Portalen WDR und NDR in einem Rechercheverbund, der mitunter mit GEZ-Gebühren finanziert wird. Zudem erscheint der Name des Münchner Blattes öfters in den Meldungen der zwangsfinanzierten Medien, worin viele private Medien einen unberechtigten Wettbewerbsvorteil sehen. Mit vollen Hosen lässt es sich leicht stinken. Und die investigativen Berichte der Süddeutschen Zeitung stinken oftmals gewaltig.

Ein ehemaliger Journalist der Berliner Tageszeitung hatte im vergangenen Jahr über Missstände in der Süddeutschen Zeitung gesprochen. Es ging darum, dass man es oftmals nicht genau mit der Trennung zwischen Journalismus und Werbung genau genommen hatte. Wenige Tage später musste der taz-Journalist seinen Platz räumen. Er soll die Kollegen in der Redaktion mit einem Key-Logger ausspioniert haben. Und auch aktuell scheint die Grenze zwischen Journalismus und politischer Agitation viel Spielraum für die Süddeutsche Zeitung zu haben. Aber nicht nur für das linksliberale Blatt aus München, sondern auch für die angelsächsischen Kollegen.

Lesen Sie auch:  Victoria Nuland-Alarm

Wie gesagt: Obwohl Putin kaum in einem einzigen Dokument konkret belastet wird, steht er im Mittelpunkt dieser Leaks. Es ist einfach aus einem Konglomerat aus über 100.000 Dokumenten schnell eine unbeteiligte Person in den Mittelpunkt zu stellen. Konkret will man damit eines erreichen: Auch wenn man den russischen Präsidenten lediglich im Konjunktiv in Verbindung mit den Panama Papers bringt, soll bei den Lesern oder Zuschauern das Bild eines Präsidenten gezeichnet werden, der Steuerhinterziehung und Geldwäsche betreibt. Diese Missstände hat das Datenleck aktuell enthüllt, aus dem solche Machenschaften über die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca veranlasst, hervorgegangen sein sollen.

Loading...

Ob diese Enthüllungen selbst juristisch sauber sind, wird kaum erörtert. Die Kanzlei Mossack sieht in diesen Enthüllungen „ein Verbrechen“ und einen „Angriff auf Panama“, wie man gegenüber der Agentur AP mitteilte. Die aktuellen Enthüllungen sind wieder einmal ein Beispiel für die verlogene Arbeit von westlichen Medien, die rabulistisch versuchen den russischen Präsidenten zu schaden und in ein schlechtes Licht zu rücken. Über die anderen Betroffenen, wie der ukrainische Präsident Poroschenko, dessen Ausweis sogar in diesen Leaks auftaucht, wird dann eher am Rande berichtet.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

5 Kommentare

  1. Da scheinbar kein einziger der scheinheiligen Strippenzieher aus den USA involviert zu sein scheint, muß die Hetze gegen Russland gegenüber dem Europäer doch irgendwie glaubhaft sein? Kauft die gedruckten Lügen, nebenan gibt es noch mehr davon! Aber man soll sich mal überlegen, wo diese Philantropen ihr Geld verstecken, oder wie sie es einsetzen? Wenn das rauskommt, werden alle etwas abbekommen, die meinten, mit verschweigen, vertuschen, verleugnen käme letzlich weiter!

    Letztlich ist nicht jede Offshore Company eine Geldwäsche, aber die Unterstützung aus den USA sehr verdächtig? Ich sehe diesen Fall als Sturm im Wasserglas, ohne wichtigen Konsequenzen für jene, die wissen, wie eine Firma mit Vermögensverwaltung funktionieren sollte. Die wirklichen Verbrecher sind vermutlich schon längst weiter gezogen, mit ihrer Karawane? Wer sitz denn fest in Panama? Die Presse feiert ein Strohfeuer!

  2. Naja, manche "Unternehmen" müssen – in Bezug auf die Panama Papers – doch etwas vorsichtig sein. Vorallem in Bezug auf die eigene "Geschäftsanschrift"

    Geschäftsanschrift:                   

    Unit 117, Orion Mall,

    Palm Street, P.O.Box 828

    Victoria, Mahe, Seychelles    

    1. Alamos, jeder hat das Recht eine IBC irgendwo auf der WElt zu gründen. Wir wohnen nicht mehr in Deutschland oder Österreich, darum wollen wir hier auch keine Steuern zahlen und noch besser – wir zahlen gar keine Steuern, auch nicht auf den Seychellen. Wenn sie clever genug wären, würden sie auch etwas tun um Steuer zu vermeiden!  Grüße, Andre Keller

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.