Panama-Papers: Nur ein Ablenkungsmanöver?

Jedes mal, wenn solche Meldungen durch die Medien gepeitscht werden wie der jüngste sogenannte "Skandal um die Panama-Papers", kann man sich als Konsument entweder getrost bequem zurücklehnen oder nach den Nischen-Meldungen suchen, die damit übertüncht werden (sollen).

Von Marcel Grasnick

Man muss kein Intellektueller sein, kein Kenner der Medienlandschaft, kein Verschwörungstheoretiker und auch kein investigativer Journalist, um solche Schlagzeilen ganz zu schnell zu durchschauen. Es reicht einfach schon, glasklar, dass das Vielen schon übermäßige Anstrengung abverlangt, das Hirn zu benutzen. Der Wert der Schlagzeilen in diesem Umfang lässt sich ebenso schnell errechnen, wie diese auftauchen: quasi gleich Null. Halt, nein. Natürlich hat ein solcher Skandal durchaus seinen Wert: Als Futter für die Massen, als Ablenkung für die Massen. Und ganz nebenbei kann man noch die Gemüter erhitzen, um ein paar Personen zu diskreditieren.

Wenn sich die Stimmung im Staate zu Ungunsten der herrschenden Klasse merkbar verschlechtert, Geld- und Machtinhaber wieder am Pranger der sozialen Netzwerke stehen, dann eignen sich solche medial aufgebauschten Skandale bestens dazu, um wieder von den eigentlichen Problemen abzulenken. Ja, sogar den untergebenden Menschen direkt und oberflächlich recht zu geben, sich wieder mit diesen auf einer Ebene zu verbünden. Für Politiker eine gute Gelegenheit, wieder mediale Präsenz zu haben und heuchlerisch auftreten zu können. Für die Medien ist es einfach nur Futter für die Massen. Futter, um den zurückgehenden Konsum etwas anzukurbeln. In eine Kerbe zu schlagen, die sowieso schon da ist. Die Diskussion in eine Richtung zu lenken, die angenehmer ist und abzulenken von dem nächsten Coup, der nun in aller Ruhe vorbereitet werden kann. Und natürlich funktioniert es wieder einmal bestens. Die Formel ist ja auch denkbar einfach. Können die Massen nicht von ihrer Unzufriedenheit abgelenkt werden, dann gib Ihnen genau das, was sie wollen. Man sollte in dieser Zeit wirklich einmal auf die Schlagzeilen achten in den Nischen, die, die unter ferner liefen, wenn überhaupt, auftauchen.

Aug diese Art betrachtet ist es für die Journalisten des Netzwerkes und der SZ ein gelungener Coup in Sachen Ablenkung. Denn mal ehrlich: Briefkastenfirmen gibt es nicht erst seit gestern, ebensowenig die Steueroasen. Dass Privatpersonen ebenso wie Firmen versuchen, dem Staat so wenig wie möglich geben zu müssen, ebenfalls. Jeder versucht auf seine Art, so gut wie möglich dabei wegzukommen. Also – Augen aufhalten. Der wahre Coup, der grosse Coup – der kommt erst noch.

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4 Kommentare

  1. Während €uropa planmäßig abgewrackt wird, bringen, die, die es können ihre Vermögen außer Landes, vorzugsweise in die vermeintlich 'sicheren' USA.

    Steuer Oase USA: Millionare aus aller Welt verlagern ihre Vermögen in die USA!

    Nach einem Bericht der Organisation New World Wealth wandern Zehntausende Millionäre aus der EU in die USA aus. Vor allem Griechenland und Frankreich seien  betroffen. Religiöse Spannungen in Europa sollen diesen Exodus in den kommenden Jahren beschleunigen, so die Organisation.

    *

    Meine Lieblings-Linke (und das meine ich ganz ohne Irionie), Sarah Wagenknecht, bringt die Sache mal wieder auf den Punkt:

    "Panama Papers belegen Tatenlosigkeit der Bundesregierung“

    “Nach den Offshore-Leaks-Enthüllungen vor gut zwei Jahren gab es von der großen Koalition nur leere Worte. Die Tatenlosigkeit der Bundesregierung bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Steuerhinterziehung ist eine Klientelpolitik für die reichsten und skrupellosesten Personen der Gesellschaft, darunter auch Schwerstkriminelle, Terroristen und korrupte Politiker”, erklärt Sahra Wagenknecht.

    .."Das von der großen Koalition betriebene Lohn- und Sozialdumping und die Kumpanei der herrschenden politischen Klasse mit dem Geldadel sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Das muss sich ändern. Zur Rettung der Demokratie brauchen wir dringend einen Wertewandel und eine Restauration des Sozialstaats."

  2. Hier kommen wir der Sache wohl etwas näher:

    Als in den MSM Medien in Zusammenhang mit den ' Panama-Papers' an erster Stelle immer wieder 'Wladimir Putin' genannt wurde, schwante mir Übles.

    Das wurde jetzt mal wieder bestätigt:

    Wikileaks: „Panama-Papers“ sind Soros finanzierte Anti-Putin-Aktion

    Das Datenleck der Firma „Mossack Fonseca“, welches die Beteiligung vieler Spitzenpolitiker an illegalen Offshore-Machenschaften offengelegt hat, sei eine Informationsoffensive gegen Russland und Wladimir Putin persönlich. Das twitterte das Enthüllungsportal WikiLeaks.

    Das US-amerikanische Berichterstattungszentrum für Organisierte Kriminalität und Korruption (OCCRP) organisierte den „Skandal“ um die panamaische Anwaltskanzlei. Finanziert wurde das Ganze von der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) und der George Soros-Stiftung „Offene Gesellschaft“ (Open Society Foundations).

    WikiLeaks twitterte: „US-Regierung finanzierte „Panama-Papers“ als Angriffs-Story auf Putin via USAID. Ein paar gute Journalisten, aber kein Vorbild für Integrität“. Auch die US-Regierung unterminiere damit schwer ihre Integrität, so ein weiterer Tweet.

    Die ganze Enthüllungs-Story hier:

    http://www.epochtimes.de/politik/welt/wikileaks-panama-papers-sind-soros-finanzierte-anti-putin-aktion-a1319929.html

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