Die NATO: Die vergebliche, sinnlose und schonungslose Allianz (Teil 1)

Die europäische Identität wird unter den jetzigen Bedingungen von einer ernsten Gefahr bedroht. Die Migrationskrise drückt derartig auf die Greisin Europa, dass sie tatsächlich aus allen Nähten platzt. Die Terroranschläge in Paris und Brüssel haben den Westen nachdrücklich gezwungen, über die eigene Sicherheit, sowie über die Zweckmäßigkeit der Beziehungen in der Alten Welt nachzudenken.

Von Thomas Roth

Die amerikanische Zeitschrift "The National Interest" hat in einem Leitartikel bemerkt, dass sich die Politik der USA in Europa praktisch vollständig aufgelöst hat. In erster Linie betrifft das die NATO. Die Experten behaupten, dass es für Washington höchste Zeit ist, aufzuhören, die Allianz zu unterstützen und das es einfach besser ist, aus ihr auszutreten. Das ist interessant, ob ein solche Absicht umsetzbar ist? Ob die Vereinigten Staaten ihre Politik in Bezug auf die Europäische Union wirklich vollständig ändern können?

Wir müssen zuerst zur Kenntnis nehmen, dass die NATO von vornherein nicht nur als Gegengewicht zur UdSSR entstand, sie wurde auch als Instrument der Zusammenarbeit mit den europäischen Schlüsselländern gegründet. Washington musste solche Staaten wie Frankreich, Italien, Spanien in den lebenswichtigen Block locken, da in diesen Ländern in dem Moment die kommunistische Ideologie aktiv propagiert wurde. Es war 1949 absolut denkbar, dass dort linke Kräfte an die Macht kommen. Alle übrigen Staaten, die später in den Block hineingingen, traten sozusagen wegen der guten Gesellschaft ein. Solche Länder wie Belgien, Island, Luxemburg waren noch nie eine Verstärkung für die Nordatlantische Allianz.
 
Die Geschichte weiß eine Menge von Beispielen verschiedener Militärbündnisse, Ligen oder Blöcke. Im Mittelalter, während der Reformation, wurde das Heilige Römische Reich in die Katholische Liga und die Evangelische Union gespalten. Während des Ersten Weltkrieges wurde das Bündnis "Entente" gegen das kaiserliche Deutschland vereinigt. Im Zweiten Weltkrieg standen die "Alliierten" den "Achsenmächten" entgegen. Während des Nalten Krieges stand die US-geführte "NATO" dem "Warschauer Vertrag" mit der UdSSR an der Spitze entgegen.

Und jedes mal zerfielen diese Bündnisse sofort dann, wenn das Bedürfnis nach ihnen beendet war. Die katholische Liga verlor ihre Bedeutung mit dem Abschluss des Dreißigjährigen Krieges, es war eine der Bedingungen des Prager Friedens. Die "Entente" hat ihre Existenz nach dem Bürgerkrieg in Russland und der erfolglosen Intervention gegen den jungen sowjetischen Staat eingestellt. Und die "Alliierten" haben buchstäblich ein Paar Monate nach dem Sieg über Hitler aufgehört, welche zu sein.

Nur die NATO setzt fort, ungeachtet des Zerfalles der UdSSR und der Beendigung der Existenz des Warschauer Vertrags, ihr Überleben mit riesigen Militärbudgets zu sichern. Schon seit fast 25 Jahren ist der Existenz dieses militär-politischen Blocks jeglicher Sinn entzogen. Aber die NATO-Generäle setzen die Erhöhung der Budgets fort und versuchen, den EU-Ländern die "Standards" und die Bedingungen zu diktieren. Eine der Bedingungen der NATO ist: nicht weniger als 2 Prozent des BIP für die Militärausgaben zu verwenden. Heute erfüllen nur noch zwei Länder, die Mitglied im Block sind, diese Bedingung: die USA und Lettland. Alle übrigen verstehen, dass es für solch hohe Militärausgaben keine Notwendigkeit gibt.

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In den letzten Jahre sank die Rolle der NATO unentwegt, wie übrigens auch die Militärausgaben der Mehrheit der EU-Länder. Das hat zwei Kategorien von Menschen zur Folge: die Funktionäre der NATO, die fürchten, dass sie in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, sowie die tieftraurigen Vertreter der militärisch-industriellen Konzerne verschiedenster Länder, die einfach entlassen werden, weil sie immer weniger Lieferverträge bekommen. Deshalb wurde die Lösung gefunden, dass für die Rettung der NATO-Nichtstuer und der Aufrechterhaltung der Gewinne der Militärindustriellen eine schreckliche Geschichte nötig ist, die die Europäer und die Amerikaner zwingt, die Militärausgaben hoch zu halten.

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3 Kommentare

  1. Das hat doch mit Bündnispartnerschaft nichts zu tun, wenn Deutschland als besetztes Land die einsatzfähigen Atombomben in Ramstein-auch gegen seinen Willen- aufoktroyiert bekommt. Vielleicht läßt sich das zionistische Besatzerland für Deutschland noch eine ganz hehre Helotenfunktion einfallen, dergestalt, dass es uns befiehlt, für die USA Kriege zu führen. Sowas gab es in der Geschichte schon alles. Der aktuelle gegen Deutschland greführte Migrationskrieg mittels  der  islamischen Infiltramten läß die Fantasie üppig sprießen.

  2. Noch besser wäre es, in Zusammenhang mit den NATO-Kriegen das Völkerrecht und die eigene Verfassung zu respektieren und die völkerrechtswidrigen amerikanischen Einsätze nicht mitzumachen.

    Noch besser wäre es, die Besatzer USA, UK und Frankreich endlos aus dem Land zu schmeißen und mit einem Friedensvertrag endlich den Ersten (!) Weltkrieg zu beenden, denn das ist der Hauptgrund, warum es überall in der Welt "Kriege" gibt.

    Die Wahrheit ist, das sind Waffenstillstandsbrüche, genau wie der sog. Zweite Weltkrieg.

    Aber wer will das wissen? Niemand. Iss klar, deshalb schreibe ich es ja auch nicht. 

  3. Da sagte einmal ein gewisser Lord Ismay, seines Zeichens 1. Nato-Chef:" Die Nato wurde gegründet, um die USA drinne zu halten, die Sowjetunion draußen zu halten UND um Deutschland unten zu halten". – Ich denke, sinngemäß habe ich das richtig wiedergegeben. – Mittlerweile, in Zeiten des Globalismus, steht die Nato gerne zur Verfügung, wenn es gilt, unliebsame Potentaten aus dem Weg zu bomben und Ressourcen für die westliche Wertegemeinschaft zu sichern. Selbstverständlich stehen die Medien bereit, diese Einsätze der Weltöffentlichkeit schmackhaft zu machen, gilt es doch Menschenrechte zu sichern. Nach einem solchen humanitären Einsatz sind die Handelswege zu sichern, damit die soeben "Neokolonisierten" ihre Rohstoffe in die gewünschte Richtung befördern .  

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