Katzenplage in Portugal – Städte bereiten drastische Maßnahmen vor

Die Krisenjahre hat viele Menschen in die Emigration geschickt und mittelständische Familien rutschten in die Armut ab. Das führte dazu, dass viele Haustiere ausgesetzt wurden und jetzt auf Portugals Straßen ihr Leben fristen müssen. Hunde werden immer wieder eingefangen was mit Katzen nicht so leicht ist. Sie vermehren sich explosionsartig.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Die Tierschützer gehen auf die Barrikaden. Die portugiesischen Städte, die von den Konservativen regiert werden, haben Probleme damit, die neuen Tierschutzbestimmungen, die von der Tierschutzpartei PAN eingereicht und durch Portugals Parlament abgesegnet wurden, zu akzeptieren. Die Tierheime sollen in Zukunft keine Todeslager mehr sein und daher sparen sich einige Munizipien die Tierfänger. Andere haben aus Tierfängern Tiermörder gemacht. Vor allem in ländlichen Gebieten haben Tiere den Stellenwert einer Ware. Jagdhunde müssen funktionieren und wenn nicht, dann wirft man sie weg. Dort werden Straßenhunde jetzt gleich ermordet, statt sie erst einzufangen. Es gibt keine Prämie mehr für lebend gefangene Hunde, die danach eingeschläfert werden!

Doch mit den Katzen ist es anders. Sie lassen sich nicht so leicht fangen, werden oft gefüttert und vermehren sich stärker als Hunde. Einige Städte haben jetzt regelrechte Katzenplagen. Nachdem sie 2015 – nach einem sehr milden Winter – eine Ratten und Mäuseplage verhindert haben, wollen die Städte die Katzen jetzt wieder los werden. Es ist die Rede von Gift, was aber auch Haustiere und unter Naturschutz stehende Arten wie Falken oder den Iberischen Geier gefährden würde. Vertreter von Tierschutzvereinigungen haben einstweilige Verfügungen angekündigt und gehen gerichtlich gegen die Städte vor.

Aber das allein löst das Problem der „Katzenplage“ nicht. Kampagnen sollen Katzenheime finanzieren. Kastrationen und allgemeine Gesundheitsmaßnahmen werden von freiwilligen Tierärzten kostenlos durchgeführt. Auch sucht man nach Freiwilligen, die Katzen adoptieren wollen. Einige bestehende „Santuários“ werden vergrößert. Dazu braucht es Geld und Spenden werden gesammelt. Wenn die Städte statt Gift zu kaufen und Mörder anzuheuern den Tierschützern das Geld geben würden, wäre das mit Sicherheit eine bessere Lösung.

Wir haben eine Verantwortung gegenüber den Katzen, die eine Schöpfung des Menschen sind. Eine „Plage“ von Katzen kann es daher gar nicht geben, denn Plagen sind etwas schlechtes und Katzen sind auf alle Fälle etwas Gutes. Sie wurden zu liebenden Geschöpfen herangezüchtet und jetzt haben wir die Pflicht sie zurückzulieben. Adoptiere ein Tier. Es wird dir für immer dankbar sein!

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11 Kommentare

    1. Vollkommen richtig. Es ist nun mal Erziehungssache. Auch Deutsche setzen ihre Tiere aus, aber ein Tierheim ist ein Tierheim und kein KZ. Es ändert sich viel in Portugal seit EU-Eintritt und jetzt reicht ein Abgeordneter aus um Gesetze zum Tierschutz einzubringen und durchzusetzen. Sadistische Psychopathen und Massenmörder – Serial Killer – haben immer als Tierquäler angefangen…. Tierschutz hat zwar in der EU-Regulierung einen hohen Stellenwert, aber es hält sich keiner dran. Wenn die EU mal was Gutes macht, dann kann sie es nicht umsetzen… Typisch!

        1. Der Mann hat Recht. Wie krank muss man sein um jeden Scheiss mit Kanacken, Flüchtlingen, Islam und Islamisten in Verbindung zu bringen? Sogar Katzen in einem Aprilscherz-Artikel! Wenn ich über Goldfische schreiben würde, gäbe es sicher Kommentare über Flüchtlinge die aus Gartenteichen die Goldfische klauen und wie Golum roh fressen! In der Psychatrie nennt man das eine Angstpsychose, eine Phobie – Islamphobie! 

  1. ID Chip impfen und dann den Halter zur Kasse bitten Is wie mit Kindern, die Leute legen sich welche zu obwohl sie nicht mal ihr eigenes Leben auf die Reihe kriegen. Die Kosten müssen dann alle tragen. Ich bin es leid von allem und jedem unter dem Vorwand der Nächstenliebe und des Gutmenschentums in Geiselhaft genommen zu werden.

    Katzen sind Raubtiere die, selbst wenn sie satt sind, immer jagen, des Instinkts wegen. Ganze Singvögelpopulationen, Eichhörnchen, Greifvorgelgelege etc. werden da vernichtet. Alles nur weil die Leute ein Fell kraulen wollen.

    Da wo Steuern wirklich Steuern könnten werden sie nicht oder nur mangelhaft eingesetzt. Wirklich tragisch.

    1. ID Chip impfen und dann den Halter zur Kasse bitten. Aber da gibt es ein paar Probleme.

      Viele Bauern z.B. kümmern sich nicht um "ihre" Katzen. Es ist ihnen egal, was aus den Tieren wird. Fragt man die Bauern, sagen sie nahezu jedes Mal, das seien nicht ihre Katzen. Sie füttern nicht oder kaum, kastrieren sie nicht, impfen und entwurmen sie nicht. Für sie ist Das TIER eine Gebrauchsware, in jeder Hinsicht, etwas, das keine Gefühle hat, das man beliebig misshandeln kann, denn ordentlich "behandeln" werden die allermeisten Bauern ihre Tiere nicht. In 30 Jahren Tierschutz habe ich viele Ungeheuerlichkeiten und Grausamkeiten von unvorstellbarem Ausmaß erlebt, wohlgemerkt, hier in dieser BRiD!

  2. „Wir haben eine Verantwortung gegenüber den Katzen, die eine Schöpfung des Menschen sind.“

    Katzen sind eine Schöpfung der Natur. Und was der Mensch damit zu tun hat, sehe ich eher aus dem Blickwinkel, dass er eine ethische Lösung für die Überpopulation zu finden hat. Er ist das einzige Lebewesen auf diesem Planeten, das sich seiner Fähigkeiten bewusst ist und diese (leider) auch zum nachhaltigen Zerstören der Umwelt einsetzen kann.

     

    Eigentlich sollte es heißen: der Mensch mache sich DER Erde Untertan!

     

    Gerade in Süd-Osteuropäischen Ländern bleiben die Menschen neuen oder alternativen Entwicklungen zum Töten gegenüber sehr skeptisch. So werden z.B. in moslemischen Ländern Tiere deswegen nicht kastriert, weil man ihnen damit ja die „Männlichkeit“ raubt! Dass man damit in erster Linie eine, wie im Artikel gezeigte, massenhafte Vermehrung verhindert, die ausschließlich zu unendlichem Dahinvegetieren und Leiden führt, findet bei Moslems, aber auch bei streng gläubigen Katholiken keinen Weg ins Gehirn!

    Die Grausamkeiten, mit denen solche Menschen und andere Empathielose und Gleichgültige ans Werk gehen, wenn es um die unwürdige Tierhaltung und das Töten von Tieren geht, schlägt jedem Fass den Boden aus. Auch den millionenfachen Vogelmord und die kilometerlangen Netze, die an den Küsten Nordafrikas und Südeuropas ect. die Zugvögel in den sicheren, aber qualvollen Tod reißen, müssten jedem Mitmenschen den Magen umdrehen.

     

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