Illegale Drogen verursachen in Deutschland Milliardenkosten

Eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag ergab, dass die öffentliche Hand bis zu sechs Milliarden Euro an Kosten durch den Konsum illegaler Drogen in Deutschland zu tragen hat.

Von Redaktion/dts

Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Konsum illegaler Drogen die öffentliche Hand jährlich fünf bis sechs Milliarden Euro kostet. Das ergibt sich nach einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Dort heißt es mit Bezug auf eine 2010 veröffentlichte Studie "Schätzung der Ausgaben der öffentlichen Hand durch den Konsum illegaler Drogen", dass sich "Kosten zwischen 5,2 und 6,1 Milliarden Euro an öffentlichen Ausgaben für den Bereich illegaler Drogen" ergäben.

Aus der Antwort ergibt sich ferner, dass das Ministerium die Zahl für unverändert aktuell hält. Das Ministerium beteuert schließlich, dass es an seiner Drogenpolitik der vier Säulen festhält: Prävention, Beratung und Behandlung, Maßnahmen zur Schadensreduzierung sowie Repression. In der Antwort steht der Zeitung zufolge wörtlich: "Der Schutz der Gesellschaft macht es unverzichtbar, den unerlaubten Umgang mit Betäubungsmitteln unter Strafe zu stellen." Allerdings sei "Repression nur eine der vier Säulen". Und "eine drogenfreie Welt" sei "eine Illusion".

"Nach wie vor werden Milliarden für die Strafverfolgung verpulvert, während Projekte der Hilfe und Prävention sich nur mühsam über Wasser halten können", sagte der drogenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Frank Tempel, der "Mitteldeutschen Zeitung" dazu. "Die Drogenmafia wird durch Strafmaßnahmen nicht geschwächt, sie wird gestärkt." Er fuhr fort: "Die Entkriminalisierung der Konsumierenden macht die Menschen und die Gesellschaft gesünder. Es ist höchste Zeit, alte Zöpfe abzuschneiden."

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Tempel stößt sich besonders daran, dass die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), bei der jüngsten UN-Drogenkonferenz in New York den Zugang zu Betäubungsmitteln als Medizin eingefordert habe, während die Regierung selbst allein durch Gerichtsurteile zu Verbesserungen gebracht werden könne. Zuletzt hatte das Bundesverwaltungsgericht einem schwer kranken Mann den Eigenanbau von Cannabis zu Therapie-Zwecken erlaubt. Die UN-Drogenkonferenz war in der vorigen Woche ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.

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9 Kommentare

  1. Legale Drogen (Alkohol, Tabak und vor allem die Hochfrequenzfernsteuerung Mobiltelefon) bringen dem Geldeintreiber Milliarden Euro und hundertausende Tote.

    Come to where the flavor ist scheint ein Ruf ins Reich der Toten zu sein.

    Wirtschaftlich positiv für die Rente, die dadurch massiv entlastet wird, so daß dort auch mal Dinge finanziert werden können für Personen, die nie eingezahlt haben bsp. "Beamte".

  2. Das gequatsche Pro und Contra Drogen geht schon seit über 40 Jahren so, und vermutlich wird es auch in den nächsten 40 Jahren beim Gequatsche bleiben.

    Allein schon die Formulierung "Drogen" ist ja schon eine idiotische Verallgemeinerung. Es ist doch wohl jedem klar daß, zwischen den verschiedenen Drogen bezüglich ihrer Gefährlichkeit eine riesige Spannweite herrscht. Warum z.B. in Deutschland Cannabis kriminalisiert wird, ist nicht nachvollziehbar. Die herrschende Kaste denkt vermutlich, daß die arbeitende Bevölkerung nur das nötigste arbeiten würde, und dann lieber bekifft in der Hängematte läge, als zu schuften und zu knechten um die Raten für den neuen Mercedes bezahlen zu können 😉 Das wäre ja natürlich den Einnahmen des Fiskus abträglich.

    Ich halte das Kiffen zwar für weder harmlos noch ungefährlich, aber man muß ja nicht ständig die Menschen bevormunden. Wenn ich als Erwachsener mich zudröhnen möchte, und niemanden anderen gefährde, dann hat sich gefälligst kein adipöser Politiker (Dickmar ?) in meine Angelegenheiten einzumischen und mich zu bevormunden!

     

    1. Man kann gerne Drogen in Europa, auch das Kiffen, freigeben. Damit niemand seine Freiheit verliert! Aber unter der Prämisse, für sämtliche Schäden an sich selbst oder anderen selbst aufzukommen. Das inkludiert Behandlung, soziale Folgekosten, das heißt Arbeistlosengeld etc. Mal schauen, ob da noch viele Leute so experimentierfreudig sind wie bisher?? Ich hätte da einen anderen Vorschlag. Härteste Bestrafung bis lebenslänglich für Großdaler, die Menschen mit Heroin und anderen harten Drogen zerstören!! Ohne Amnestie. Auch dann würde der Drogenkonsum sehr stark zurückgehen! Jede weiche Droge in seiner Wirkung ist ersetzbar durch spirituelle Techniken, nur die passive Einnahme  solcher Substanzen auf der Couch in netter Gesellschaft ist einfach bequem und strengt nicht an. Diese Art des Umganges mit Drogen ist für mich infantil! Drogen sind meiner Meinung nach in den meisten Fällen ein Irrweg. Und halluziunogene Drogen sollten nur in ihrem kulturellem Kontext, zum Beispiel schamanistische Praxis, unter Aufsicht eines erfahrenen Schamanen eimgenommen werden. Und das ist nicht immer sicher. Es gibt Substanzen, die sehr wohl bewußtseinserweiternd wirken, aber ohne vorhergehende Reinigung, Vorbereitung und spirituelle Zielsetzung kann es in ein Desaster münden. Auch plötzlich aufsteigende Kundalini ist nicht gerade wünschenswert. Und ebenso die Bewußtseinschleusen ad hoc durch Drogen zu öffnen, gleicht dem Spielen mit Dynamit! Mit unter verheerenden Folgen! Das Drogenproblem ist weltweit durch völliges Unverständnis derselben und der Kriminalisierung durch Geheimdienste, siehe CIA und andere, als auch durch mafiöse Strukturen in einer diabolischen Weise in den Geellschaften verankert worden, daß es zu keiner Lösung kommen wird! Außer in einer Diktatur mit Totalverbot. Ob das jemand will?

      1. Halt den Ball flach

        Mit den Grünen wird es keine Drogenfreigabe geben, weil damit ihre Hauptklientel ihren Wohlstand verlöre.

        Was würden die Dealer denn machen, wenn jeder sein Zeug in der Apotheke kaufen könnte?

  3. Was soll der ganze Quatsch. Drogen werden quer durch die Gesellschaft konsumiert , ganz besonders im deutschen Bundestag. Entweder  man schafft diesen Mist ab, oder man lässt`s.  Ich bin noch in der sog. DDR aufgewachsen . Wir hatten keine Drogen und das find ich heute noch gut.

      1. lieber @marko … ich frag mich da wo der Osten die Drogen herhaben sollte? – schlimmer noch für jeden Dealer, er hätte nur Ost-Mark bekommen … war ja Welt weit gefragt die Ost-Mark ;D

  4. das sind alles Themen die vertuscht und ignoriert werden. Massenmedien halten sich auch zurück und berichten lieber über´s Wetter oder wie der WDR aktuell (heute) über ein gerettetes Reh aus dem Wasser.

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