Bild: Flickr / BullionVault CC BY-ND 2.0
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Goldene Zukunft: Russland und China verstärken Kooperation

Die beiden wichtigen Goldförderländer Russland und China wollen beim Handel mit dem begehrten Edelmetall enger zusammenarbeiten. London, bislang wohl wichtigster Handelsplatz, wird damit an den Rand gedrängt.

Von Marco Maier

Russland und China, die im vergangenen Jahr jeweils 295 bzw. 490 Tonnen Gold aus der Erde holten, wollen ihre Zusammenarbeit in Sachen Goldhandel intensivieren. Dies betonte Sergej Schwetsow, der Vizepräsident der russischen Zentralbank, gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. So sagte er: "Bei den BRICS-Ländern handelt es sich um große Volkswirtschaften mit großen Reserven an Gold und einem eindrucksvollen Umfang an Produktion und Konsum im Bereich der Edelmetalle. In China wird der Goldhandel in Shanghai ausgeführt, in Russland ist es Moskau. Unsere Idee ist es, eine Verbindung zwischen den beiden Städten aufzubauen, um den Handel zwischen den beiden Märkten zu intensivieren".

Die beiden Länder, die zusammen rund ein Viertel der gesamten Goldproduktion aus den weltweit aktiven Minen fördern, sorgen damit zumindest in Sachen echtem Gold (im Gegensatz zum in London hauptsächlich gehandelten Papiergold) für Druck. Immerhin zählt am Ende nur das echte, materiell vorhandene Gold und nicht irgendwelche Versprechen auf Papier, zumal es gar nicht so viel physisches Gold gibt, wie die Zertifikate versprechen auszuhändigen.

Hinzu kommt der Umstand, dass sowohl Russland als auch China ihre Goldreserven in den letzten Jahren sukzessive ausweiteten. Während das Reich der Mitte versucht, die tatsächlich vorhandenen Goldreserven zu verschleiern und die offiziellen Angaben wohl nicht einmal ansatzweise dem reellen Goldbestand nahekommen, zeigt man sich in Moskau diesbezüglich offen. Seit dem Jahr 2008 hat sich der Goldbestand der russischen Zentralbank von rund 600 auf nunmehr 1.762 Tonnen faktisch verdreifacht.

Erst am 19. April hatte China damit begonnen, in Shanghai ein eigenes Yuan-Gold-Fixing zu etablieren. 18 Unternehmen/Banken werden zweimal täglich den Preis für das beliebte Edelmetall festlegen. Auch dies ist ein direkter Angriff auf das Finanzzentrum in der City of London, zumal der Goldpreis unter dubiosen Bedingungen bislang nur in der britischen Hauptstadt festgelegt wurde.

6 comments

  1. "

    More substantial fiscal adjustment will depend on the political willingness to undertake reforms in the pension system and elsewhere in the public sector," Moody’s said.

    More:
    http://tass.ru/en/economy/872038

    Das bekommen die Russen aus allen Ecken zu hören. Mal abwarten, wie sich das entwickelt. Was die Chinesen mittelfristig zu bieten haben, steht auch in den Sternen. Aber der Rest der BRICS sind ja wenigstens große Volkswirtschaften. Was immer das bedeuten mag.

  2. Mir sagt der Bericht leider nichts. Wollen China und Rußland wieder den Goldstandart einführen oder wozu interessiert uns das?

    • Ich gehe mal davon aus, dass dieser Plan im Grunde genommen verfolgt wird. Die ganze Vormachtstellung des Westens und Ausbeutung des Restes der Welt berut nicht auf realwirtschaftlicher Leistung. Sie berut ausschließlich auf der Vormachtstellung des Dollars. Jedes Land, dass sich nicht dem Westen unterwirft, wird mit allen Arten von Erpressungen, Sanktionen, Wirtschafts-, Finanz-, Informations- und heißem Krieg überzogen. Diese Vorgehensweise des Westen schafft nur Elend, Unterdückung und verhindert die Lösung realer Probleme der Menschheit. Es verhindert auch eine erfolgreiche Entwicklung von Russland und China. Um diese Vormachtstellung des Westens zu beseitigen, muss ein Geld und Warenverkehr eingeführt werden, der auf realen Werten fusst. Und das können auch Edelmetalle sein. Wenn man das unter diesem Gesichtspunkt betrachtete, machen auch die Goldkäufe und Investitionen in die Gold- und Silberförderung einen Sinn, die beide Länder in den vergangenen Jahren getätigt haben und auch für die Zukunft planen. 

  3. Dracula,

    wenn es noch eine Weile friedlich bleibt vieleicht!

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