Symbolbild.

In den Medien wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Frauen deutlich weniger verdienen als Männer. Doch eine systematische Benachteiligung ist nicht zu erkennen, wie eine Studie zeigt. Von den kolportierten 22,8 Prozent an "Gender Pay Gap" sind es maximal bis zu 5 Prozentpunkte, die möglicherweise darauf zurückzuführen sind.

Von Marco Maier

Geht es nach so manchen Feministinnen, sind die Männer die Wurzel allen Übels. Ein Beleg dafür, der dafür gerne herangezogen wird, ist der sogenannte "Gender Pay Gap" – also der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen. Anhand von Zahlen aus dem Jahr 2011 versuchten nun Forscher des HWWI die Einflussfaktoren zu ermitteln, welche dazu führten, dass die Frauen in diesem Jahr durchschnittlich um 22,8 Prozent weniger verdienten als die Männer. Das Ergebnis zeigt, dass die Vorwürfe der Feministinnen weitestgehend nur ideologischer Natur sind.

Im Detail heißt dies: Von den 22,8 Prozent sind demnach 3,8 Prozentpunkte darauf zurückzuführen, dass Frauen öfter in Teilzeit arbeiten als Männer. Teils liegt dies an den ausgewählten Berufen, teils auch an der Familiengründung. Die Familiengründung führt auch dazu, dass viele Frauen eine berufliche Pause einlegen (müssen), was zu einer durchschnittlichen Lohnreduktion um 5,6 Prozentpunkte führt. Würden Männer solche Pausen einlegen (müssen), wäre der Effekt derselbe. Wir sehen also, dass vor allem der Familienrelevante Teil für etwa 9,4 Prozentpunkte der Lohndifferenz verantwortlich ist. Eine wirkliche Benachteiligung liegt hier also nicht vor.

Weiters erklären sich 3,4 Prozentpunkte mit der Berufswahl der Frauen. In Branchen mit traditionell geringerer Entlohnung (Friseure, Einzelhandel…) sind eben vorwiegend Frauen beschäftigt, während bei den besser bezahlten Berufen proportional mehr Männer zu finden sind. Nicht zu vergessen jene 2,7 Prozentpunkte an Lohndifferenz die daraus resultieren, dass Frauen häufiger in kleineren Unternehmen arbeiten, welche im Schnitt weniger bezahlen (auch den Männern) als größere Unternehmen. Auch hier kann man nicht davon sprechen, dass eine systematische Benachteiligung vorliegt, zumal die Wahl des Berufes ja auch eine eigene Entscheidung darstellt.

Dort wo es teilweise zu einer Diskriminierung kommt, geht es um den beruflichen Aufstieg. Hier beträgt der Anteil zur gesamten Lohnlücke 3,4 Prozentpunkte. Allerdings gilt auch hier die Einschränkung, dass eben viele Frauen in kleineren Unternehmen arbeiten, wo es mit den Aufstiegschancen nicht so gut aussieht wie bei größeren Firmen. Das heißt: Auch dieser "Gap" ist relativ zu sehen.

Dann gibt es noch 1,6 Prozentpunkte, die auf Gründe wie die formale Bildung, Migrationshintergrund und Sonstiges zurückzuführen sind und somit auch nur bedingt eine geschlechterbedingte Schlechterstellung bei den Einkommen darstellt. Schlussendlich bleiben dann nur noch 2,3 Prozentpunkte übrig, welche nicht durch die angeführten Faktoren erklärt werden können und somit wohl tatsächlich auf eine Ungleichbehandlung zurückzuführen sind.

Wie man also deutlich erkennt, gibt es in Deutschland keine wirkliche systematische Schlechterbehandlung von Frauen bei den Einkommen. Die Einkommensunterschiede resultieren vorwiegend aus nachvollziehbaren Gründen. Lediglich bis zu 5 Prozentpunkte (im Maximalfall) können mehr oder weniger darauf zurückgeführt werden, dass Frauen finanziell benachteiligt werden.

9 KOMMENTARE

  1. Ich bin absolut für die Gleichberechtigung, vor allem auch bei der Bezahlung, aber wenn ich einen Begriff höre oder lese, der mit "gender" assoziiert ist, bekomme ich einen dicken Hals. Denn das ist für mich das Unwort der letzen hundert Jahre!!!! Eine Beleidigung für jede intellektuelle Leistung, denn gender ist keine intellektuelle Erkenntnis, sondern Dünnschiss einer gewaltigen Neurose, die man entwickelt, wenn man sich etwas zu lange im links grünen Politsumpf aufhält!

    • Sehr gut! Genau so isses.

      Da wird so lange medial gehirngewaschen bis Einige auf der Strecke bleiben und dann nicht mehr wissen ob sie nun Männchen oder Weibchen sind.

      Eine Beleidigung des Verstandes. Gendermüll!

      • Es hängt alles mit allem zusammen. Gender ist genau so eine Perversion wie die GEZ-Gebühren. In dem Moment wo alle erkennen, dass sie  freie Menschen sind und keine juristischen Personen, dann können sie das BRD-GmbH-Gesetz in die Tonne hauen.

        Wie sagen die ,,Twin-Boys'' auf youtube, ich habe meine juristische Person nach Russland bei dem Einwohnermeldeamt abgemeldet, vor ihnen steht ein Mensch mit Menschenrechten.

        Wir sollten uns alle mit Beiträgen von Joe Kreissl, Twin-Boys, MenschenrechtTV, Andreas Clauss beschäftigen. Der Mensch hat die Rechte nicht die juristische Person.

        Vermögen der Menschen zwangsverwaltet – Till Peter bei Bewusst.TV

        https://www.youtube.com/watch?v=GeMGvaYARf8

        Wir sollten uns alle um das Wesentliche kümmern und nicht mit Blödsinn ablenken.

    • @ Waffenstudent

      Was lernen wir daraus? Sie hätte lieber kleinen Kindern Rauschgift verkaufen, deutsche Patrioten mit Molotow-Coctails bewerfen oder im IS-Trainigscamp das Töten lernen und dann (unbehelligt) nach Deutschland zurückkehren sollen – dann würden die berufsmäßigen BRD-Unrechtsstaatler sie frei herumlaufen lassen!

  2. Und wieder einmal,

    Marco Maier,

    gelingt es Ihnen, die "Benachteiligungs-Mär" so zu verdrehen, dass sie sich (1.) praktisch in Luft auflöst und (2.) ganz wunderbar die Position derjenigen stützt, die diesbezügliche Diskussionen schon immer völlig überflüssig fanden bzw. routinemäßig mit orgiastischen Sprechdurchfall reagieren ("Dünnschiss einer gewaltigen Neurose"…siehe 'loup' im obigen Post).

    Da bleib ich doch lieber sachlich und erläutere Ihnen anhand einiger Beispiele ihre Denk- und Argumentationsfehler:

    1. "Die Fsmiliengründung führt auch dazu, dass viele Frauen eine berufliche Pause einlegen (müssen), was zu einer durchschnittlichen Lohnreduktion von 5,6 Prozentpunkten führt. Würden Männer solche Pausen einlegen (müssen), wäre der Effekt derselbe." ……… Männer legen aber höchst selten solche Pausen ein – eben weil sie "traditionell" (ein andere Formulierung wäre: 'entsprechend eines alt hergebrachten Rollenverständnisses') mehr verdienen, was wiederum daran liegt, dass sie "traditionell" in besser bezahlten Positionen und außerdem in lukrativeren Branchen beschäftigt sind. Was wiederum daran liegt, dass in vielen traditionellen Brachen davon ausgegangen wird, dass Männer traditionell durchsetzungsfähiger sind, und Frauen sich ja ohnehin bald um die Kinder kümmern müssen… DIESE Argumentation ist letztlich ein Zirkelschluss: Männer verdienen mehr, weil sie schon immer mehr verdient haben…und Frauen bleiben zu Hause, weil es irgendwie logisch ist. Diese Herleitung wäre sofort obsolet, wenn man die innere Logik, also die "Tradition" aufbrechen würde!

    2. "Weiters erklären sich 3,4 Prozentpunkte mit der Berufswahl der Frauen. In Branchen mit traditionell geringerer Entlohnung  (…) sind eben vorwiegend Frauen beschäftigt, während bei den besser bezahlten Berufen proportional mehr Männer zu finden sind." ………. Ja, offenbar ist das so – aber weshalb denn? Doch genau aus den im Zusammenhang mit der Familienplanung genannten Gründen. Frauen, die sich primär um die Kinder kümmern, können "nebenbei" eben nur Jobs machen, die stunden- oder tageweise ausgeführt werden können, und die primär auf (einfache) Dienstleistungen und Handel ausgerichtet sind. Das "eben" in ihrem Satz sagt auch wiederum nur, dass es so ist, weil es so ist…und schon immer so war – ein erneuter 'Traditions-Zirkel', der zumindest insofern "durchbrochen" würde, als der Mindestlohn für eine moderate Verbesserung der Entlohnung von Menschen im Friseurhandwerk (also überwiegend von Frauen!) geführt hat. Die "Tradition" lässt sich also durchaus stoppen, wenn es politisch gewollt ist! Und außerdem: dass Frauen mehrheitlich in "frauentypische Berufen" landen, ist auch nur solabge so, wie in den anderen Berufen deutlich mehr als 50% der MA männlich sind. Da gilt nirgendwo ein Naturgesetz; es handelt sich immer nur um "Traditionen"!

    3. "Dann gibt es noch 1,6 Prozentpunkte, die auf Gründe wie die formale Bildung, Migrationshintergrund und Sonstiges zurückzuführen sind (…)." ……… Aha, und seit wann sind Mädchen "per se" weniger gebildet als Jungen? Weshalb wirkt sich der Migrationshintergrund bei Frauen eher negativ aus als bei Männern?  Erschließt sich mir nicht.

    "Die Einkommensunterschiede resultieren vorwiegend aus nachvollziehbaren Gründen", schreiben Sie, Herr Maier. Richtig müsste es heißen: "…aus Gründen der Tradition" So wie Sie die Statistik erläutern, argumentieren Sie immer nur an der "es-ist-so-weil-es-immer-so-war"-Linie entlang. Trauen Sie sich, einen Schritt weiter zu gehen!

    • Charming boy@ Ich könnte genauso wie Sie, argumentieren! Leute bei Contra, die mich hier kennen, wissen das. Sie habe ich nur in Erinnerung mit dummen Kommentaren, die unsachlich bis peinlich sind! Ich habe ihnen das Nivau schon attestiert, das Sie meines Erachtens haben! Vielleicht hat jemand diesen Kommentar für Sie geschrieben? Aber wer gender als Wissenschaft ansieht, kennt sich nicht in der Wissenschaft aus. Im Übrigen sollten sie genau lesen lernen, denn ich bin absolut für Gleichberechtigung, besonders beim Gehalt, aber das hat nichts mit gender zu tun. Aber da fehlt Ihnen die Intelligenz dazu, den Unterschied zu erkennen. Aber ich bleibe dabei, gender ist für mich, wenn Sie wollen, verwende ich den medizinischen Fachausdruck, Diarrhoe! Man sieht bei Ihnen, daß sie nicht einmal einen einfachen Kommentar richtig lesen bzw, interpretieren können!! Im übrigen anempfehle ich Ihnen den bekannten Satz " Si tacuisses, philosophus mansisses" oder für Sie vereinfacht, "Selig, der nichts zu sagen hat und trotzdem schweigt" Als letztes auf den Weg mitgegeben, gender ist in keinster Weise sachlich noch wissenschaftlich. Es ist eine Ideologie! Im Gegenteil zur berechtigten Forderung nach Gleichberechtigung, die im im sozialethischen Bereich verwurzelt ist.

      • @loup……….gut geschrieben !

        @charming-boy ……… Ich hatte mich bis vor ein paar Monaten nicht mit dem Gender-Thema befasst aber gleich das erste was mir auffiel war, dass wie auch loup erwähnt es sich nicht um eine Wissenschaft, sondern um eine Ideologie handelt. Was für mich bei diesem Thema sofort störend wirkt war die fehlende Logik dahinter, denn hier wurde ein Wort inkl. der passenden Schablone erfunden, nur um eine andere angelernte Schablone (Tradition) zu bekämpfen.

        Gender soll dieses "Schema-Denken" (dieses in Schablonen pressen) beenden bzw bekämpfen, funktioniert aber nur wenn man gleichzeitig dazu eine andere Schablone (Schemata) erfindet und dann diese anlegt. Wo hier nun die Verbesserung liegen sollte entzieht sich meiner Kenntnis, denn in diesem Fall eine Schablone durch eine andere zu ersetzen kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein und gewisse Dinge wie Kinder bekommen, ist und bleibt ein Naturgesetz und kann nicht als Tradition angesehen werden.

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