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Foto: Senioren, über dts Nachrichtenagentur

FDP für radikalen Umbau des Rentensystems

Mit einem radikalen Rentenkonzept für Deutschland will die FDP bei den Wählern punkten. Ziel der Liberalen ist es, den Menschen mehr individuellen Spielraum zu geben.

Von Redaktion/dts

Die FDP schaltet sich mit einem radikalen Rentenkonzept in die Debatte über wachsende Altersarmut ein: Nach dem Willen der Partei soll die Alterssicherung vollkommen flexibel als Baukasten organisiert werden, wobei es neben der gesetzlichen Rente verschiedene Bestandteile privater und freiwilliger Vorsorge geben soll.

"Um den Anforderungen einer modernen Arbeitswelt gerecht zu werden, sollen die Menschen zwischen Tätigkeiten, Arbeitgebern und Beschäftigungsformen wechseln können, ohne dadurch Nachteile für ihre Alterssicherung zu erleiden", zitiert die "Welt" aus einem Antrag, der auf dem Bundesparteitag am kommenden Wochenende verabschiedet werden soll. Dafür müssten die Voraussetzungen für die Mitnahme bestehender Vorsorgeprodukte sowie einen ungehinderten Wechsel zwischen den Formen der Alterssicherung verbessert werden.

Die Liberalen plädieren in dem Antrag für individuelle Vorsorgekonten, auf denen jeder jederzeit die Summe seiner gesetzlichen, betrieblichen und privaten Vorsorge einsehen kann. Um die zusätzliche Altersvorsorge attraktiver zu machen, fordert die FDP, die 2004 eingeführte Belastung der Betriebsrenten mit dem vollen Krankenversicherungsbeitrag wieder abzuschaffen und die staatliche Förderung der Riesterrente auch für Selbstständige sowie für Mitglieder der berufsständischen Versorgungswerke zu öffnen. Die kapitalgedeckten Alterssicherungssysteme sollen überdies vermehrt in Aktien, Start-ups oder Infrastrukturprojekte investieren dürfen, um bessere Renditen erzielen zu können.

Der FDP-Antrag sieht zudem die Abschaffung der starren Altersgrenze ab. Ab dem 60. Lebensjahr sollte jeder Arbeitnehmer selbst entscheiden können, ob und wann er in den Ruhestand gehe. Die Hinzuverdienstgrenzen sollen wegfallen, sodass Arbeiten für Rentner attraktiver wird. "Wer seine Rente früher bezieht, erhält eine geringere Rente, wer später in Rente geht, eine höhere", heißt es in dem Antrag. Die Berechnung erfolge über einen "jahrgangsindividuellen Faktor", der sich aus der Lebenserwartung der jeweiligen Generation bemisst.

10 comments

  1. Auch wieder Ablenkungsmanöver. Per se ist das Rentensystem in Ordnung es müßte nur folgerichtig eingehalten werden. Und die musimischen Infiltranten sind sämtlichst nach Hause zu schicken und durch eine äußerst positive Familienpolitik zu ersetzen  und zwar mit deutschen Menschen.Und wenn das verrückte Usraelgläubiger faschistische Politik nennen, ist mir das auch egal.

  2. @Dracula, dem ist nichts hinzuzuführen!

  3. EINE Rentenkasse für alle. EINE Krankenkasse für alle. Alles andere ist Flickschusterei. Banken und Versicherungen sollte man die "Zusatz- Beiträge" nicht anvertrauen- da die sonst "verzockt" werden. Hat die FDP nicht begriffen, dass  Menschen schon mit ihrer Lebensversicherung über den Tisch gezogen wurden. Diese neoliberalen Hanwürste müssten doch eigentlich Einsicht in dieses korrupte, verlogene Schmierensystem haben. Pöstchen bekommen sie doch reichlich von diesem Sauhaufen.

    • War doch schon immer so mit der FDP. Deshalb wurden sie auch letztens aus dem Bundestag verabschiedet. Die ändern sich nie, das haben nur viele vergessen bzw.  da unsere anderen "Volksparteien " nicht ordentlich im Sinne des Volks arbeiten, sind die wieder auf der Bildfläche erschienen.

  4. Eigenverantwortung im globalisierten Raubtierkapitalismus, FDP ist Spitze

    Das Rentensystem so undurchsichtig zu machen das später keiner mehr merkt wer schuldig an der Altersarmut ist.

    Falsche Vorsorgemodell gewählt, Selber schuld. Zu zeitig in Rente gegangen, weil Gesundheit auf dem Arbeitsmarkt ruiniert, Abzug, Pech gehabt.

    Da lässt sich immer alles gut auf den Versicherten schieben wenn Altersarmut eintritt.

  5. Wer 45 Jahre malocht hat, dem stehn heute mindestens 2.000,- €uro Rente zu!

    Die Rentenart hatte Adenauer für ca. 40 Jahre so festgelegt und es passte ja auch. Danach ging es nur noch bergab.

    Rente für alle ab 60 mit Geldwerten am lebensunterhalt jährlich angepasst, um einen ruhigen und sicheren Lebensabend zu genießen!

    Einfach wie die Mehrwertsteuer, eine Rentensteuer auf alle Einkäufe und Ausgaben legen. So dass jeder am System beteiligt ist. Ja selbst die Politiker die in Geld wie all die Reichen schwimmen, und auch selbst die Rentner beteiligen sich daran. 

    Altersarmut wäre kein Thema mehr!!!

  6. Die FDP ist eine Augenwischerpartei!

    Nach dem lauen Lüftchen bei den letzten Wahlen meint sie, mit erfolgversprechenden Schlagworten zu punkten. Schaut man aber dahinter, offenbart sich sich die üble Wahrheit!

    "….. wobei es neben der gesetzlichen Rente verschiedene Bestandteile privater und freiwilliger Vorsorge geben soll."

    Wie bitte? Die Riester-Rente ist ein Flopp - gelinde gesagt! Millionen Menschen leben schon, während sie noch arbeiten, an der Armutsgrenze!

    WOVON sollen diese dann auch noch Privat vorsorgen???

    Die FDP ist ein Trittbrettfahrer der sozialen Spannungen im Land - mehr nicht! Sie belügt und verhöhnt die Menschen und gehört verboten!

  7. Augenwischerpatei? Nur FDP! Alle Parteien werden willkürlich gesteuert. Korruption und Lügen

    sind doch and derTagesordnung! Ich vertraue keiner Partei, geschweige Kanzlerin oder Bundespräsidenten.Es müsste schon radikal an der Wurzel Veränderungen herbeigeführt werden.Rentensteuer für alle wäre da nur gerecht, aber wenn dann bitteschön auch die Banken und `ne Börsensteuer noch gleich drauf!

    Wen soll man denn noch glauben?

    Leute wir müssen endlich auf die Strassen!! Was sind wir nur für Schlafmützen?

  8. Was hat diese FDP noch zu melden ? Gar nix und genauso wird es auch bleiben !

  9. Neoliberalismus wie gehabt, zwischen den Zeilen spüre ich schon wieder Raffelhüschen herumspuken, der den Versicherungen und Banken neue Einnahmemöglichkeiten zuschustern will. Die Sozialsysteme dürfen nicht weiter durch politische gesteuerte Massenmigration überlastet werden, die internationalen Konzerne sollen gefälligst Sozialabgaben zahlen, dann endlich die Transaktionssteuer einführen und Automatisierung und die Beschäftigtenfreisetzung nicht noch durch Subventionen und Steuervergünstigungen belohnen. Und alle sollen in die staatliche Rentenversicherung einzahlen, auch Freiberufler, Beamte und Politiker,

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