DIW hält Gefahr eines Grexits für gebannt

DIW-Chef Fratzscher sieht im Gegensatz zu vielen anderen Experten die Gefahr eines Grexits gebannt. Der Euro sei ein Anker der Stabilität – auch für Griechenland.

Von Redaktion/dts

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, geht nicht von einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone aus. "Die Gefahr eines Grexit ist deutlich gesunken und mittlerweile sehr unwahrscheinlich. Denn die große Mehrheit in Europa, zunehmend auch in Deutschland realisiert, dass der Euro eine Stärke und ein Anker der Stabilität für Griechenland ist, und nicht eine Schwäche", sagte Fratzscher den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Einen Schuldenschnitt hält der Ökonom gleichwohl für unausweichlich. "Griechenlands Staatsverschuldung ist nicht nachhaltig und es wird einen Schuldenschnitt geben, auch wenn man ihn nicht so nennen wird. Die Frage ist vielmehr, ob dieser Schuldenschnitt bereits in den kommenden Monaten beschlossen werden wird oder erst später." Der DIW-Chef plädierte für eine Koppelung der Zinsen an das griechische Wachstum, um der Regierung in Athen stärkere Anreize zu Reformen zu geben. Diese hält er nach wie vor für unzureichend. Der Reformwille habe sich kaum verbessert.

Im Ringen um weitere Milliardensummen hatten die Euro-Partner von Griechenland am Freitag ein neues "Sparpaket auf Vorrat" in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro gefordert. Und das, obwohl eigentlich schon lange klar ist, dass das südosteuropäische Land kaputtgespart wurde und nur noch eine Totalreform hilft.

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5 Kommentare

  1. „…es wird einen Schuldenschnitt geben und ob dieser Schuldenschnitt bereits in den kommenden Monaten beschlossen werden wird“

    Ausgerechnet der ehemalige Leiter der Abteilung  für Internationale wirtschaftspolitische Analysen bei der (EZB) in Frankfurt, Marcel Fratzscher, teilt uns Lesern das erstaunliche Ergebnis mit, dass Griechenland wohl nicht aus der Zwangsvereinigung €U austritt. Nein, natürlich nicht, wie auch, es hat ja keinerlei Vertretung des Willens des griechischen Volkes mehr, sondern ausschließlich Vertreter von IWF, USA, €U- Marionetten der Hochfinanz, die das griechische Volk nicht nur an den Bettelstab und des Verhungerns brachten und weiterhin bringen, sondern auch dafür sorgen, dass die Schleusen, die das europäische Steuergeld für die Haie der Finanzeliten und Bangster weit offen bleiben.

    Sie stellen eine tödliche Wunde dar, die mit dem Abriss der Hauptarterie, die zum Herzen des Landes und damit zum Ausbluten der Steuerzahler in ganz €uropa, aber insbesondere der Deutschen führt!- Und DAS ist auch der Plan. Mit dem Vernichten der Freiheit, des Wohlstandes, des Ausverkaufs des griechischen Volkseigentums, der totalen Entrechtung eines ganzen Volkes und seiner langsamen, qualvollen Vernichtung geht dieses Land, bzw seine Menschen nur sämtlichen europäischen Ländern voran, es sei denn, wir wachen gerade noch rechtzeitig auf, schlagen den ungarischen Weg ein und befreien uns endlich von dieser Menschheitsgeißel USA, IWF,€U!

  2. "Die GEFAHR ? eines Grexit… "

    Gefahr ? – Was für ein erbärmlicher Politsprech !

    Warum verwehrt man allen Beteiligten so unvernünftig hartnäckig einen segensreichen Neuanfang. Hier wird einmal mehr mit aller Kraft demonstriert: Politik und deren „Experten“ sind nicht die Lösung von Problemen, sondern deren Ursache!

  3. Es geht nicht um Griechenland:

    Diese Krise soll den Euro treffen, denn der wird dem Euro-Dollar-Markt – der Währung, mit der die City of London unbegrenzte Kredite vergibt – bereits gefährlich: 40 Prozent der weltweiten Transaktionen werden in Dollar abgewickelt und 20 Prozent in Euro. Als der Irak auf Euro umsteigen wollte, ist er bombardiert worden. Als Libyen auf Euro umsteigen wollte, ist es bombardiert worden. Großbritannien war jedes Mal an vorderster Front dabei.

    In Griechenland geht es auch ohne Bomben – die Methoden sind verfeinert worden. Die öffentliche Pro-Kopf-Verschuldung eines Griechen ist 30.000 Dollar, die eines Amerikaners 200.000 Dollar. Und die Gesamtverschuldung pro Kopf der Bevölkerung ist in Großbritannien die höchste der Welt.

    Griechenland ist aber möglicherweise ähnlich ölreich wie Libyen und wird seit dem 11.11.11 von Lucas Papademos regiert. Sein Vorgänger George Papandreou wollte noch das Volk fragen, ob er dem Diktat der „Internationalen Gemeinschaft“ zustimmen soll. Aufgrund dieser Idee hat ihn die „Internationale Gemeinschaft“ innerhalb weniger Tage zum Rücktritt gezwungen. Er hätte den Finanzsektor fragen müssen. Herr Tsipras ist unwichtig, da er nur eine Marionette gegen das eigene Volk darstellt.

    Die neuen Kolonialherren in den Finanzzentren zwingen Griechenland gerade zu umfassenden Privatisierungen. Die Akropolis zum Schleuderpreis? In jedem Fall die Infrastruktur des Landes, Häfen, Telekommunikationsnetze, Verkehrssysteme, viele Inseln und – die Ölgründe im Mittelmeer. Sie werden bald in den Händen angelsächsischer Konzerne sein.

    Wenn die EU ihre eigenen Staaten komplett ausgeblutet hat, wird es sie selber erwischen und Rothschilds City of London sowie die Fed werden die lachenden Dritten sein. Schon jetzt ist die EU als solches mehrfach mit faulen Krediten völlig verschuldet. Nicht mal ein großer Krieg wird das verhindern können. Ein neues Weltwirtschaftssystem ohne den Dollar muss her. Die Antwort heißt BRICS. Dank einer False Flag Aktion der USA ist B=Brasilien erledigt und es gibt nur noch RICS. Dieser schon laufende Krieg wird alles entscheiden.  

  4. Was ist falch gelaufen?

    Wie bereits 2010 von den meisten Finanzexperten gefordert und von der Kanzlerin ignoriert, sollte ein Schuldenmoradorium mit einem zeitweisen Ausscheiden aus der EUROsions-Zone für Griechenland durchgeführt werden. Stattdessen wurden die maroden griech. Banken gerettet um die CDS nicht fällig werden zu lassen, die bei einer Staatsbankrotterklärung Griechenlands durch die ISDA den sechs amerik. Großbanken Verluste gebracht hätten, die damals noch verkraftbar gewesen wären. Heutzutage hat niemand mehr eine Übersicht über den ausgeuferten Spekulationsbereich der CDS, so daß nur eins gewiß ist, wenn die Spekulationsblase, angeheizt durch das unkontrollierte Gelddrucken der EZB und das Ausscheiden des IWF aus dem 'Rettungsprogramm', welches in Wirklichkeit ein asset stripping Griechenlands ist, letztendlich platzt, wird nicht nur Griechenland endgültig der Geldhahn abgedreht, sondern dann dürfte es ganz gewaltig im Gebälk der Finanzindustrie krachen. So bewahheiten sich die bereits 2010 gemachten Aussagen, daß sich die EUROsions-Beführworter mit ihren Vorstellungen, daß ein Austritt Griechenlands aus der EUROsions- Zone nicht möglich wäre, nur etwas Zeit gekauft haben und diese 'EU' letztendlich das Schicksal jedes Junkys erleidet, der sich von einem Stoff abhängig gemacht hat und nicht mehr davon loskommt und am Ende durch einen 'Goldenen Schuß' erlöst wird, bzw. der deutsche Steuerzahler sich darauf einstellen darf, daß seine 'Milliarden Euro Hilfe' für die griech Banken in den Sand gesetzt wurden. Wie lange will sich die deutsche Melkkuh als Geldgeber für Griechenland und die Ukraine das noch gefallen lassen?

  5. Griechenland ist doch schon seit Jahren pleite. Ein Grexit kommt aber  dann  und nur dann, wenn USrael dies für opportun halten. Alles andere sind diese ekelhaften Verarschungsspielchen, für irgendwelche Galarien!!

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