Deutsche halten Atomkatastrophe in Westeuropa für möglich

85 Prozent der Deutschen halten einen schweren Atomunfall in Europa für möglich und sind sehr besorgt. Deutschland schaltete schon 2011 die gefährlichsten Reaktoren ab und wird ab 2022 den Vollausstieg wagen. Greenpeace fordert, dass ganz Europa aus der Kernkraft aussteigen soll.   

Von Redaktion/dts

30 Jahre nach der bisher größten Atomkatastrophe in Tschernobyl halten 85 Prozent der Deutschen über 45 Jahre einen ähnlich schweren Atomunfall auch in Mittel- und Westeuropa für möglich. Dies ist das Ergebnis einer TNS-Emnid Umfrage im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Obwohl die Bundesrepublik ihre sieben ältesten AKW und den Pannenreaktor in Krümmel bereits im Jahr 2011 abschaltete und den Atomausstieg beschloss, drohten riskante Pannenreaktoren in den französischen, belgischen und Schweizer Grenzgebieten Deutschland bei einem Unfall radioaktiv zu verseuchen, so die Umweltschützer.

"Den Menschen ist die große Gefahr durch marode AKW in Deutschland und den Nachbarländern sehr bewusst", sagte Tobias Münchmeyer, Atom-Experte von Greenpeace. "Tschernobyl zeigt, dass uns die Folgen eines solchen Unfalls vor schier unlösbare Probleme stellen. Europa muss daher schnellstmöglich aus der Atomkraft aussteigen." 61 Prozent der Befragten gaben an, Tschernobyl habe ihre persönliche Meinung über Atomkraft negativ verändert. 66 Prozent äußerten, sie hätten Sorge gehabt, dass Tschernobyl sie persönlich betreffen könne. Nach der Explosion in Reaktor 4 des ukrainischen AKW wurden am 26. April 1986 gewaltige Mengen Radioaktivität freigesetzt und zogen mehrmals um die Welt.

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6 Kommentare

  1. Schon mal was von Risiko im Leben gehört? Einen Anschlag durch Terroristen könnte man eventuell verhindern. Einen Meteoriteneinschlag nicht. Das wäre der qualitative Unterschied. Dies als Hinweis für alle Rückversicherer in allen Lebenslagen mit allen Ängsten vor dem eigenen Ende.

  2. "Das Eindringen von Wasser kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden"

    Staatssekretär zum Thema Sicherheit des "Zwischenlagers" Asse.

     

    Bemerkenswert, daß man in ein Zwischenlager Fässer mit Atommüll kippt und sie dann mit Steinen und Salz zuschüttet und bei gleichzeitig bekannt wird, daß bereits seit Jahren dort das Wasser eindringt.

    Man hätte auch vermuten können, daß man in ein Zwischenlager Fässer nummeriert auf Paletten fährt und dort deren dichtigkeit, Leckage überprüft und auch eine körperliche Erfassung Inventur durchführt.

    Das alles ist nicht geschehen, sondern man machte das "Zwischenlager" schon von Anbeginn zum Endlager.

    Interessant ist Merkel hat das damals als Umweltministerin genehmigt und der Staatssekträr wurde danach offizieller Atomlobbyist.

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