Brinkhaus warnt vor Wahlkampf auf Kosten der jüngeren Generation

Spitzenvertreter der Union warnen davor, einen Renten-Wahlkampf auf Kosten der jüngeren Generation zu führen. Man könne nicht Dinge versprechen, die dann auf Kosten der nächsten Generation umgesetzt werden.

Von Redaktion/dts

Der stellvertretende Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat in der Renten-Debatte vor einem Wahlkampf auf Kosten der jüngeren Generation gewarnt. "Es wäre unverantwortlich, heute Dinge zu versprechen, die von der nächsten Generation bezahlt werden müssen und diese später über Gebühr belasten", sagte Brinkhaus der "Rheinischen Post".

"Das Thema Rente eignet sich nicht für hektische Debatten. Wir sollten auch nicht das Drei-Säulen-Modell in Frage stellen, wonach die Alterssicherung aus gesetzlicher Rente, privater Vorsorge und betrieblicher Vorsorge besteht", sagte Brinkhaus. Zudem sei es falsch, nur über die Menschen zu sprechen, die heute schon in Rente seien beziehungsweise bald in Rente gingen. Für die kommenden Jahre sei das Alterssicherungssystem stabil.

Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs warnte ebenfalls davor, die Rente zum Thema im Bundestagswahlkampf zu machen. "Dies würde unnötig Emotionen schüren. Damit ist niemand geholfen", sagte Fuchs der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Er sprach sich dafür aus, die derzeitigen Irritationen beim Thema Rente möglichst schnell auszuräumen. Er fordere nicht die Rente mit 70, betonte der CDU-Wirtschaftsexperte. Er plädiere für freiwillige Lösungen. "Wer will, sollte länger arbeiten dürfe. Aber er muss auch etwas davon haben", sagte Fuchs. Es sei "aberwitzig", dass Arbeitnehmer jenseits des Rentenalters noch den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung zahlen müssen. Fakt sei, dass ein Anstieg der Lebenserwartung zwangsläufig dazu führe, "dass die Lebensarbeitszeit irgendwann mal verlängert werden muss". Das Lebensalter der Bundesbürger verlängere sich in jedem Jahr um 35 Tage. Binnen zehn Jahren sei das ein Jahr mehr. Es sei doch "simple Mathematik", dass sich das bisherige System nicht dauerhaft rechnen könne, sagte der CDU-Politiker.

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3 Kommentare

  1. Herr Brinkhaus hinterlegt m.E. eine nur sehr undifferenzierte Aussage und wenn oder welche Rente er mit stabil meint, ist zu durchschauen und können ja  n u r ausschliesslich die hochgeschaukelten Beamten oder Politiker – Pensionen sein.

    Viel diskutieren, viel Wind, einmal mit 70 in Rente ein anderemal die drei Säulen und letztendlich trifft man sich dann in der Mitte zu ungunsten der ja schon ohnehin reich an der Grenze der Grundsicherung existierender Menschen. Dorthin brauchen die Politiker noch so einige, welche in diesem Boot noch vielzu wenige mitrudern. 

  2. Mal sarkastisch.Die freuen sich doch wenn man rechtzeitig geht.

    Frage: gibt es eine Statistik wo man erkennen kann welche Berufsgruppen wann sterben?

    Aber bitte keine vom Staat erstellt.

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