Breite Kritik an Kaufprämie für Elektroautos

Breite Kritik gibt es an den geplanten Subventionen für Elektroautos, zumal weder die passende Infrastruktur vorhanden ist, noch entsprechende Reichweiten erzielt werden können. Auch ist es fragwürdig, ob die Stromproduktion durch Kohlekraftwerke für "grüne Mobilität" passend ist.

Von Redaktion/dts

Die geplante Einführung einer Kaufprämie für Elektroautos stößt auf breite Kritik. "Aus Sicht der Städte und Gemeinden ist vor allem der beschleunigte Ausbau der Lade-Infrastruktur in den Kommunen von zentraler Bedeutung: Wer sein Elektroauto nicht aufladen kann, wird auch keines kaufen", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, der "Rheinischen Post". "Einen Durchbruch wird die E-Mobilität erst dann flächendeckend erzielen können, wenn die Reichweite deutlich gesteigert und die Anschaffungspreise reduziert werden", sagte Landsberg.

Auch Klaus Müller, Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), erklärte, die Kaufprämie sei "angesichts des Dieselskandals das falsche Signal". Fraglich sei, wie effektiv eine Prämie sei. "Um Verbraucher vom Elektroauto zu überzeugen, brauchen wir mehr öffentliche Ladestellen und eine höhere Reichweite. Hier könnte mehr Geld besser investiert werden", sagte Deutschlands oberster Verbraucherschützer.

Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der Unionsfraktion im Bundestag (PKM), Christian von Stetten. sagte der "Bild", es sei "schwer verständlich", dass die Kaufprämie jetzt doch kommen soll. Von Stetten argumentierte, dass im Koalitionsvertrag 2013 vereinbart worden sei, auf eine Kaufprämie zu verzichten. Der PKM hatte einen ablehnenden Beschluss bereits am 17. Februar gefasst und sich statt der Prämie unter anderem für eine Reduzierung der Besteuerung von Elektrofahrzeugen ausgesprochen, die als Dienstwagen genutzt werden.

Nicht zu vergessen, dass die Elektrizität für die Elektroautos auch irgendwie produziert werden muss. Wenn dafür Kohlekraftwerke laufen müssen, ist das Ganze ja auch kontraproduktiv. Mit Solar- und Windkraft allein kann das Ganze ja auch nicht versorgt werden. Hier stellt sich die Frage, ob der Steuerzahler nicht dafür sorgt, dass wieder einmal am falschen Eck subventioniert wird.

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4 Kommentare

  1. Wieder ein Zeichen, welche unreifen, naiven Politvollidioten uns regieren. Hier gehts nur um die Autoindustrie, nichts weiter. Ich persönlich würde mir kein E-Auto kaufen, bei dem nicht das Problem der Energiespeicherung gelöst ist. Und das ist zur Zeit nicht glöst. Selbst wenn es viele Ladestationen geben würde, um von Sylt nach Garmisch Partenkirchen zu gelangen will ich nicht eine Woche unterwegs sein. Dazu kommt noch das Problem der Zuladung. Allein nur mit Zahnbürste und "Notfallklopapier" ist nicht die Lösung, denn man hat ja schliesslich noch Familie, bestehend aus Frau und zwei Kindern und einen Golden Retriever. Welcher "fleischgewordener" Schwachsinn uns regiert, ist auch aus der Meldung zu entnehmen, dass die Ökofaschisten "Die Grünen" ein Verbot von Autos mit Verbrennungsmotor bis zum Jahr 2020 fordern. Prost Mahlzeit und gute Nacht Deutschland.

  2. ………..wir sollen E-Autos fahren, Prämien finanziert vom Steuerzahler, diese abgehobenen Neo-Feudalherren der Politik und Wirtschaft fahren die Boliden und Kraftstofffresser weiter..

     

     

     

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