Blutgeld: USA verkauften Kriegsgerät für 33 Milliarden Dollar an die Golfstaaten

Die US-Rüstungsindustrie verdient sich mit den Waffenexporten in den Nahen Osten eine goldene Nase. In den letzten elf Monaten waren es ganze 33 Milliarden Dollar, welche aus der Region in die USA flossen. Die Militarisierung der Region nimmt bedrohliche Ausmaße an.

Von Marco Maier

Während die von Saudi-Arabien angeführte und von Washington, London, Paris und Jerusalem unterstützte Koalition im Jemen fleißig Zivilisten bombardiert und Kriegsverbrechen begeht, während das Morden in Syrien auch trotz des Waffenstillstands weitergeht und während im Irak tagtäglich hunderte Menschen im Zuge des Kampfes mit dem "Islamischen Staat" ihr Leben lassen müssen, exportieren die Vereinigten Staaten weiterhin fleißig Waffen und diverses Kriegsgerät in die nach wie vor äußerst instabile Region.

Alleine der im Jahr 1981 etablierte Golf-Kooperationsrat, dessen sechs Mitglieder Saudi-Arabien, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Bahrain und Oman sind, kaufte ballistische Raketenabwehrsysteme, Kampfhubschrauber, Fregatten und Raketen, sowie 4.500 Präzisionslenkwaffen im Wert von rund 33 Milliarden Dollar von der US-Regierung und der US-Rüstungsindustrie, wie David McKeeby, ein Sprecher des US-Außenministeriums mitteilte.

Für die US-Regierung ist dies eine "Fortsetzung zur Stärkung der Partnerschaft", insbesondere mit Kuwait und Katar. Diese beiden Länder sollen nämlich auch noch 40 F/A-18 Super Hornets (Kuwait), bzw. 72 F-15 Silent Eagles (Katar) erhalten, deren Auslieferung sich schon seit einiger Zeit verzögert.

Die wachsende Militarisierung der Region, insbesondere durch westliche Waffenlieferanten, bringt jedoch auch wachsende Gefahren mit sich. Denn die politische Lage im Nahen Osten ist nach wie vor explosiv. Vor allem die Auseinandersetzungen zwischen den Sunniten und den Schiiten wachsen vor allem infolge der Saudi-Hetze gegen den Iran immer weiter. Zudem befürchten vor allem die Schiiten, dass ihre sunnitischen Glaubensgenossen Sympathisanten des "Islamischen Staates" sein könnten, für den die Schiiten Häretiker und somit todeswürdig sind.

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5 Kommentare

  1. Und damit die Staaten auch schön die die teuren Waffen kaufen, müssen auch die entsprechenden Konfliktherde geschaffen werden. Dafür sind die Geheimdienste zuständig. Denn niemand kauft Waffen, wenn er sie nicht einzusetzen braucht. Und die Militärs wollen ihre Spielzeuge auch ausführen dürfen, auch wenn es das Leben vieler unschuldiger Zivilisten fordert. Aber dafür hat die USA den euphemistischen Begriff "Kollateralschaden" erfunden. Und die Politik arbeitet mit provozierten diplomatischen Verstimmungen vor Beginn des Waffenganges den Militärs in die Hände! Und alle sind zufrieden, Alle? Nein, nicht alle, die Leidtragenden, das gewöhnliche Fußvolk, auch Sklaven genannt, wohl nicht! Das Wirken der "Elite", die ja in Wirklichkeit keine ist, in der Welt, ist vergleichbar mit einer Kirchen oder Tempelschändung! Auf sehr, sehr proletoide Art und Weise! SA Schläger dürften ihnen nicht das Wasser reichen, was die zynische und menschenverachtende Brutalität betrifft. Und das will etwas heißen!

  2. Solange wir deren Erdöl abkaufen um es für Fortbewegung zu verbrennen, dürfen wir uns nicht wundern, dass damit Krieg geführt wird. Alsdo sollte jerdermann sich ein Elektrovehikel zulegen und mit Strom aus der Sonne fahren. PV , WInd oder Wasserkraft.

  3. Ob die sich nu mit ner Axt gegenseitig den Schädel einschlagen oder mit HiTech macht doch keinen Unterschied. Von daher sollen se haben was se Zahlen können. Solang wir denen einen Schritt voraus sind, bitte schön. Rüstungsgüter schaffen eben auch Arbeitsplätze.

    Problem is doch das die Idioten keine deutschen U-Boote brauchen weil die Dinger einsatzbedingt Wasser nötig haben, die Russen uns beim Panzerbau abhängen, die Amis sich den Markt der Jagdflugzeuge und Drohnen unter den Nagel gerissen haben und wir nich mal mehr nen einsatzfähigen Kampfhubschrauber zusammengeschraubt kriegen. Wir sollten aus den Not ne Tugend machen und uns zum Pazifismus bekennen.

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