Asylbewerber gibt vermisste Meinungsfreiheit bei türkischer Botschaft in Berlin ab

Sie galt lange als vermisst: Die Meinungsfreiheit in Deutschland. Viele Journalisten und Blogger haben sie vergebens gesucht. Im Internet, auf dem Müllhaufen der Geschichte und in vielen Zeitungen wurden Vermisstenanzeigen ausgestellt. Doch ausgerechnet ein türkischer Asylbewerber hat sie in Berlin wiedergefunden. Da er sich unsicher war, wo er damit hinsolle, meldete er sich bei seiner Botschaft und gab sie dort ab. Diese verlangt aber bestimmte Zugeständnisse von der deutschen Regierung.

Von Christian Saarländer

Man hat sie wie eine Nadel im Heuhafen gesucht: Die als lange vermisst geltende Meinungsfreiheit. Und dann die Sensationsmeldung aus Berlin: Bei der türkischen Botschaft wurde die verlorene Meinungsfreiheit von einem türkischen Asylsuchenden abgegeben. Allerdings wusste man dort nicht allzuviel damit anzufangen, so dass man sie erstmal in Gewahrsam genommen hat und nicht aus den Augen lässt.

Die Bundesregierung zeigt sich ebenfalls sehr erleichtert und man will nun mit türkischen Offiziellen um die Meinungsfreiheit feilschen. Allerdings machte die türkische Botschaft deutlich, dass man sie nicht umsonst freigibt, sondern einige Zugeständnisse fordert. Neben Geld sollen vor allem bilaterale Vereinbarungen die Grundlage dafür sein, dass man die in Deutschland lange als verlorene Meinungsfreiheit wieder zurückgibt.

Neben ein paar Millionen Euro an Schwarzgeld sollen demnach auch ein paar einseitige Zugeständnisse in Sachen Visafreiheit für türkische Bürger, sowie wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit im Kampf gegen den „bösen Russen“ Grundlage für die Rückgabe sein. Bundesjustizminister Heiko Maas sowie die Kanzlerin Merkel zeigen sich aufgeschlossen und haben diesen Deal zur Chefsache erklärt.

Allerdings warnen sie gleichzeitig die Bürger der Bundesrepublik Deutschland vor zu viel Optimismus in der Sache und fordern daher zur Besonnenheit. „Die Meinungsfreiheit ist zwar ein wichtiger Bestandteil für die freiheitlich demokratische Grundordnung, aber auch nur dann wenn die Interessen der Bundesregierung dabei nicht gefährdet werden“, ließ der Pressesprecher der Kanzlerin verkünden. Dieser Meinung schloss sich gleichzeitig auch die Opposition, bestehend aus Linkspartei und Grünen an, die ebenfalls der Ansicht sind, dass die Meinungsfreiheit nur dann wieder in Deutschland frei herumlaufen kann, wenn ihre Interessen nicht in Gefahr sind.

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Erste Details zum Gefangenenaustausch wurden bereits von der türkischen Botschaft genannt. Man verlange die sofortige Auslieferung des Satirikers Jan Böhmermann. Im Gegenzug gebe man auch Tausende in der Türkei straffällig gewordene Flüchtlinge frei, die dann in Deutschland ein neues Leben beginnen können. Die Opposition lobte die türkischen Diplomaten dafür, dass man sich nicht von der deutschen Regierung nicht über den Tisch ziehen lässt. Zudem ist man sich einig, dass kriminelle Ausländer auch eine kulturelle Bereicherung darstellen. Den einheimischen Kriminellen mangelt es oft an Abschlüssen und Bildung, weswegen man vom gemeinen, dummen und kriminellen Deutschen inzwischen gelangweilt ist. Ein frischer Wind vom Bosporus soll nun Abhilfe schaffen.

Der ehrliche Finder Ali E. (Name geändert), der vor zwei Jahren aus der Türkei nach Deutschland kam, war sich zunächst gar nicht bewusst, was er gefunden hatte, da ihm Dinge wie Presse- und Meinungsfreiheit gänzlich unbekannt sind und diese Begriffe auch nicht in seinem Integrationskurs aufgetaucht waren. Die grüne Spitzenpolitikerin Claudia Roth lobte den ehrlichen Finder und findet auch, dass die Türkei sich bei diesem Kuhhandel nicht übers Ohr hauen lassen darf. Nach ihrer Freigabe soll man sie auch nicht gleich wieder auf die Bürger loslassen, da man aus eigener Erfahrung weiß, dass sie manchmal in der Politik mehr Schaden als Nutzen bringt.

„Presse- und Meinungsfreiheit ist ja schön und gut, aber seit der letzten Bundestagswahl wissen wir auch, welche Gefahren sie in sich birgt“, ließ die Politikerin vor der Presse erklären. Gemeint ist wohl der damalige Pädophilen-Skandal ihrer Partei, den die Presse kurz vor der Wahl präsentierte und der Partei eine Menge Wählerstimmen kostete. Damit sich so ein Presseskandal nicht wiederholt, soll die Meinungsfreiheit nach ihrer Freigabe durch die Türkei erstmal in ein Umerziehungslager kommen, damit sich Fehler aus der Vergangenheit nicht noch einmal wiederholen.

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Achtung Satire!

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Ein Kommentar

  1. Ob der Böhermann-Fall an die Justiz übergeben werden soll, oder nicht weiß die Regierung derzeit nicht. Böhermann hat also die Rechtsstaatlichkeit bei der deutschen Regierung abgegeben und dort wird nur mit den Achseln gezuckt. KEINE SATIRE 

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