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Foto: Alexis Tsipras, ├╝ber dts Nachrichtenagentur
Foto: Alexis Tsipras, ├╝ber dts Nachrichtenagentur

Tsipras kritisiert Grenzschlie├čungen auf Balkanroute

Tsipras tritt entschieden gegen die Grenzschließung der Balkanländer auf. Was einige Länder verabredet und entschieden haben, richtet sich gegen alle Regeln und gegen ganz Europa, so Tsipras. Der gute Mann vergisst aber, dass Griechenland die Außengrenze nicht schützen kann und daher das Schengenabkommen mehr oder weniger außer Kraft ist. 

Von Redaktion/dts

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hat mit scharfer Kritik auf die Grenzschließungen auf der Balkanroute reagiert und den verantwortlichen Ländern vorgeworfen, mit ihren Entscheidungen die europäische Gemeinschaft aufs Spiel zu setzen. Im Interview mit "Bild" sagte Tsipras: "Das, was dort einige Länder verabredet und entschieden haben, richtet sich gegen alle Regeln, gegen ganz Europa und wir betrachten es als eine nicht freundliche Aktion! Es kann doch nicht sein, dass auf einem EU-Gipfel etwas verabschiedet wird, aber sich danach ein paar wenige zusammensetzen, um einfach Grenzschließungen zu beschließen. Diese Länder machen Europa so kaputt!"

Tsipras hält die Flüchtlingskrise für eine "existenzielle Bedrohung" für die EU: "Wenn wie jetzt unsere gemeinsamen Werte von einigen in Frage gestellt werden, wenn plötzlich Regeln nur für manche gelten sollen, dann hat das nicht mehr viel mit einer Gemeinschaft zu tun. Dagegen müssen wir kämpfen", betonte der griechische Ministerpräsident.

Auf die Frage, ob Griechenland Gefahr laufe, von Europa fallengelassen zu werden, sagte Tsipras: "Nein, das fürchte ich nicht, denn wir verteidigen die Grundwerte Europas! Am Ende werden diejenigen in Europa isoliert sein, die jetzt Stacheldraht hochgezogen haben, die Flüchtlinge mit Gewalt vertreiben, die ihre Länder in eine Burg verwandeln. Wir dagegen stehen in einer Allianz mit den Ländern, die Solidarität zeigen. Und das sind Länder, mit denen wir bei der Finanzkrise noch sehr große Probleme hatten." Tsipras sieht in seinem Land eine "humanitäre Krise". "Die Flüchtlinge wollen weiter von hier aus Richtung Norden, aber sie können nicht. Ich sage ganz klar: Wir müssen diesen Menschen hier eine vernünftige Unterkunft geben, aber was wir verlangen, ist eine gerechte Verteilung. Wir können doch nicht dauerhaft ein Lager von menschlichen Seelen werden, die gar nicht hier sein möchten."

Griechenland habe anders als andere Länder die Verpflichtungen erfüllt. Tsipras: "Die Lage ist schwierig, aber nicht außer Kontrolle. Griechenland ist das einzige Land, das den Verpflichtungen nachkommt. Wir haben schon 30.000 Flüchtlinge hier auf dem Festland und den Inseln, wir können 20.000 weitere aufnehmen. Wir haben mehr als 100 Prozent unserer Verpflichtungen erfüllt, wobei andere nicht einmal 10 Prozent erfüllt haben und lieber uns kritisieren."

6 comments

  1. Der Ziehsohn von Schäuble und Merkel, der sich nach außen beiden gegenüber fürs Volk immer so unerzogen gibt, erfüllt verbal die Wunschvorstellungen der beiden. Ob das die Europäer , die es angeht, besonders juckt bleibt abzuwarten. Eher sollte sich die Auserlesene auf den Osmanenflug aus der Osttürkei vorbereiten.

  2. Tsipras als Spielball der EU! Schade dass er bis heute nicht merkt, was mit ihm und sein Land geschieht. 

    Es hört sich ja fast bettelnd und weinend an! Lieber Herr Tsipras! Wer jetzt Stacheldraht hoch gezogen hat, wird frei von Christenverfolgung und Allahanbetern sein, da sich der Koran nur auf eines beruft - dem Prophet Mohamed zu folgen und nicht nach europäischen Werten zu leben. Das gilt für fast alle!

     

  3. Tsipras hat seine eigene Partei, sein Land und die Griechen insgesamt verraten und an die EU verkauft. Seine Seele hat er dabei wohl mit abgegeben oder gegen EU Profit getauscht.

    Wenn Griechenland nicht diese besondere geographische Lage hätte, würde niemand drüber reden.

    Tsipras erlebt gerade wie es Verrätern geht, sie werden ebenalls verraten. 

  4. Wenn ich Tsirpas wäre würde ich auch die Flucht nach vorne antreten und die Schließung der Grenzen kritisieren. Er vergißt leider dabei, daß sein Land die Außengrenze sichern muß, was diesem Superpolitiker ja hinreichend bekannt war. Um seinem Auftrag gerecht zu werden, müssen die Griechischen Grenzen zugemacht werden, wenn nötig mit Gewalt. Wenn er das nicht kann, dann muß er den Türken den Marsch blasen, denn die unterlassen als Natomitglied alles, was ihrem Auftrag gerecht würde. Wir haben Politiker in Europa, vor denen muß man sich mittlerweile mehr fürchten, als vor dem Feind. Die Frage ist damit verbunden, wer eigentlich unser  Feind ist, denn das was uns hier geboten wird läßt darauf schließen, daß wir fremdbestimmt werden, Anders ist es nicht zu erklären, warum sich 500 Mill. Europäer am Nasenring durch die Arena ziehen lassen.

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