Südchinesisches Meer: Chinas Defensivfähigkeiten sollen geschwächt werden

Der Disput um die Gebietsansprüche Chinas im Südchinesischen Meer hat eine größere Tragweite, als offiziell kolportiert wird. Es geht nicht um die freie Seeschifffahrt, sondern um Kontrolle durch die USA. Freie Fahrt für die US-Kriegsmarine ist das oberste Ziel.

Von Marco Maier

Chinas Hauptinteresse am umstrittenen Südchinesischen Meer und den dortigen unbewohnten Inseln ist nur zweitrangig wirtschaftlicher Natur. In erster Linie geht es Peking vor allem um die Fähigkeit, sich nach Süden hin militärisch gegenüber (US-amerikanischen) Aggression abzusichern. Offensiv bringt die Kontrolle der Region faktisch keine Vorteile, doch die nach Süden hin offene Flanke kann so abgeriegelt werden.

Dies ist auch der Hauptgrund dafür, weshalb die USA und deren Verbündete alles daran setzen, die Spratlys und die ganze Region möglichst nicht in chinesische Hände fallen zu lassen. Für die westliche Allianz ist es von strategischer Bedeutung, dass sich China dort nicht festsetzen kann. Allerdings würde das kein Militär oder Diplomat offen zugeben – und so müssen eben vor allem ökonomische Gründe vorgeschoben werden.

Vor allem ist es infam, lediglich den Chinesen vorhalten zu wollen, dass diese in dem von ihnen beanspruchten Gebiet Militärposten errichten und rund um die Inseln (gemäß internationalem Recht) eine 12-Meilen-Zone geltend machen. Immerhin verlangt beispielsweise auch Vietnam, dass ausländische Mächte die Regierung informieren, bevor deren Kriegsschiffe ihre Gewässer durchkreuzen. Doch den USA geht es vor allem darum, dass ihre eigene Kriegsmarine jederzeit das Gebiet im Vorhof Pekings durchkreuzen dürfen – die zivile Handelsschifffahrt war durch die chinesischen Ansprüche ohnehin niemals bedroht.

Schlussendlich handelt es sich hierbei eben nur um den Versuch Washingtons, weiterhin mittels der eigenen Kriegsmarine weltweite Dominanz auszuüben. Auch wenn man dafür noch regionale Verbündete mit jeweils eigenen (territorialen) Interessen dafür aufhetzen muss, anstatt den betreffenden Staaten der umstrittenen Regionen die Möglichkeit zu geben, eine friedliche und diplomatische Lösung zu erzielen, von der alle Seiten (bis auf die USA natürlich) profitieren.

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7 Kommentare

  1. Petrodollar is Geschichte, der nahe Osten in Flammen, die Flüchtlingskrise spreng die EU, der Russe findet zu alter Stärke zurück und die Chinesen ham die USA als Größte Wirtschaftnation der Erde abgelöst und beginnen nun den Bewegungspielraum des „Imperiums“, der essentiell für das Amerikanische Modell ist, empfindlich zu schwächen. Ich würd sagen die Amerikanischen Oligarchen ham mit ihrem Gotteskomplex die USA in den Ruin getrieben. Mal sehen wie lang es dauert bis das den Amis selbst langsam dämmert.

    Nichts als Terror, Zerstörung und Kriminalität bringt sie hervor, die NWO der Globalisten. Kann aber nicht wirklich verwundern. Kommt die Idee doch von Leuten die genau durch diese Dinge erst an ihre Exorbitanten Vermögen gekommen sind. Was ja schon schlimm genug ist aber denen nicht reicht. Die maßen sich an eine Globale Weltordnung nach ihren Maßstäben und Regeln errichten zu wollen. Das da nur sowas bei rauskommen kann, wen wundert‘s.

  2. Wo ist der Stöpsel, mit dem man die USA versenken kann?? Meine einfach, sie auf das reduzieren, was sie sind. Ein korrupter, aggressiver Pleitestaat! im Zivilleben nennt man so was Hochstappler, nur daß die das bessere Benehmen haben. Sie sind Hochstappler mit proletoiden Halbstarkenmanieren, schicken ihre Armee pöbelnd durch die Welt und erpressen sich einfach das, was sie selbst nicht zustande bringen!! Als einzelne Person landet man mit solchem Verhalten im Gefängnis. Die USA sind ein gefährlicher Häftling auf freien Füßen, für dessen begangenen Delikte es kein Gefängnis gibt und der die Richter selbst bestellt !

    1. Pest oder Cholera. Das ist hier die Wahl.

      Die US Oligarchen streben das an was die Chinesen bereits haben, die Uniformierte Gesellschaft die für sie anschafft ohne zu murren, ohne Anspruch auf Individualität und Selbstverwirklichungen (Wenn man sich die Ergüsse der US think tanks reinzieht wird einem Kotzübel.).

      Im ideal Fall schlagen se sich beide gegenseitig die Schädel ein bis zu völligen Vernichtung. Schade um die OregonAmerikaner aber wo gehobelt wird fallen eben Späne. Hätten eben ihre Demokratie verteidigen sollen als Kennedy sie darum gebeten hat.

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