Studie: Viele Mini-Jobber werden arbeitsrechtlich diskriminiert

Einem Bericht zufolge werden viele Mini-Jobber arbeitsrechtlich diskriminiert. Dies betrifft vor allem den Urlaub und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Von Redaktion/dts

Viele Mini-Jobber werden arbeitsrechtlich offenbar diskriminiert: Jeder dritte Mini-Jobber in Deutschland bekommt nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" rechtswidrig keinen bezahlten Urlaub gewährt. Fast jedem zweiten geringfügig Beschäftigten werde der Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall vorenthalten, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). 34,9 Prozent der rund sieben Millionen Mini-Jobber wird demnach der bezahlte Urlaub verweigert.

46 Prozent gehen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leer aus. "Minijobber werden als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt", erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach mit Blick auf die Ergebnisse der Studie. Oftmals handele es sich um "systematische Rechtsbrüche mit dem Ziel, die ohnehin schon niedrigen Löhne in Minijobs weiter zu drücken". Um die Rechtsverstöße zu stoppen, müssten die Kontrollen verstärkt werden, verlangte Buntenbach.

Nach dem Bundesurlaubsgesetz steht auch Mini-Jobbern grundsätzlich ein Mindesturlaub von 24 Werktagen im Jahr zu. Auch bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall spielt die Beschäftigungsform grundsätzlich keine Rolle. Mini-Jobber haben demnach ebenfalls Anspruch auf maximal sechs Wochen bezahlte Arbeitsunfähigkeit durch den Arbeitgeber.

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2 Kommentare

  1. Nicht nur Minijobber versucht man über den Tisch zu ziehen. Persönlich erlebt, sollte als betrieblicher Wachschutz (usw. – Stand so drinnen), einer nicht unbedeutenden Fa. der Werbebranche arbeiten. Hatte schon ein paar Schichten hinter mir als ich dann nach den Arbeitvertrag fragte bekam ich eine halbvoll geschriebene A4 Seite vorgelegt, da  war nichts gesetzeskonform, es war gerade mal eine Vereinbarung die kaum irgendeinen Vertrag hergab. Nichts außer der Stundenlohn war mit 6,50 € und die Zuschläge mit max. 50% für Nacht oder Sonn- und Feiertage waren festgehalten als Honorar. Also unterschrieb ich natürlich nicht und bin dann verduftet.

    1. Ja, das ist die politisch korrekte BERRDR-SOLIDARITÄT von Gewerkschaften, Christen und Sozialverbänden! Gut, die haben aktuell keine Zeit für die Probleme der VERARSCHTEN: denn haben im Ausland zu tun!

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