Die russischen Militärexperten arbeitet an Methoden zur hybriden Kriegsführung um vom Westen initiierte Farb-Revolutionen im eigenen Land zu verhindern. Erprobt wird dies derzeit auch schon in Syrien.

Von Christian Saarländer

In den letzten Jahren hatten sogenannte westliche „Farb-Revolutionen“ Hochkonjunktur. Um solchen „Soft-Power“-Methoden wirksam entgegenzutreten, sind russische Militärexperten dabei adäquate Gegenkonzepte entwickeln. Das berichtet die Agentur Sputnik unter Berufung auf die russische Tageszeitung Kommersant.

Der Westen versucht auf der ganzen Welt seine Einflusssphäre zu erweitern. Durch gesteuerte Revolutionen und Aufstände im Zielgebiet, versucht man in fremden Ländern Einfluss zu gewinnen. Man spricht hier von Soft-Power-Methoden, wo nicht nur militärische Mittel verwendet werden. Hier kommen vielmehr Nichtregierungsorganisationen, Denkfabriken und Medien zum Einsatz, die Umstürze – wie in der arabischen Welt – von außen steuern. Flankiert werden solche hybriden Kriegsmethoden durch Cyber-Attacken und Propagandalügen, die wir täglich in den westlichen Leitmedien lesen können.

Auf solche Methoden haben russische Militärexperten nun Gegenkonzepte vorgestellt, wie der Kommersant unter Berufung auf den Chef des russischen Generalstabs Valery Gerasimov berichtet. Als Beispiel, dass solche Methoden auch Russland bereits nutzt, wird der Bürgerkrieg in Syrien genannt, wo man neben militärischen Mitteln auch diplomatische und andere nicht-militärische Mittel verwendet, um mit anderen Ländern und Konfliktparteien zu interagieren.

Begründet wird die Weiterentwicklung solcher Konzepte damit, dass man auf westliche Farb-Revolutionen mit konventionellen Mitteln nicht wirksam genug antworten kann. Als einzig effektives Mittel auf solche Methoden der hybriden Kriegsführung sollen sich laut Gerasimov die gleichen Verfahren erweisen.

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6 thoughts on “Russische Experten entwickeln Methoden der „hybriden Kriegsführung“”

  1. Hoffentlich wird von unseren russischen Freunden bald eine Gegenoffensive mit Hybriden Kriegsführung gestartet. Es kann doch nicht sein, dass die Staaten die amerikanische Farb- Revolutionen noch nicht durchschaut haben. Als erstes die sogenannten nicht Regierungsorganisation mit einen Tritt in den Arsch und vor die Türe setzen. Als nächsten Schritt den amerikanischen Botschafter aus dem Land verweisen und die Botschaft schließen.

  2. Geld stürmt jede Festung

    Vordringliche Aufgabe der Russen ist es dafür zu sorgen, dass ihre Festung nicht auch gestürmt wird, zumal sie gar nicht die Mittel haben, tausende NGOs im Westen zu finanzieren.

    Und sie müssen eines bedenken : Auch ein Putin hält nicht ewig, und Staatsmaänner seines Formats wachsen nicht auf Bäumen.

    Unsere "westlichen" Hyänen warten nur darauf, dass er alt und schwach wird, um dann einen neuen Versuch zur Unterwerfung Russlands zu starten.

    Und nicht vergessen : Die maßgeblichen Stämme des "Westens" denken nicht in Jahren, sondern in Generationen.

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