Reale Kosten: Bis zu 250 Milliarden Euro pro Million Asylbewerber

Die Flüchtlingskrise wird noch teuer. Berechnungen zeigen, dass langfristig pro Million Asylbewerber mit zwischen 150 und 250 Milliarden Euro gerechnet werden muss. Doch die Politik schweigt darüber. Dabei hat die Bevölkerung ehrliche Antworten auf wichtige Fragen verdient.

Von Marco Maier

Wenn es darum geht, die zu erwartenden Kosten für die aktuelle Flüchtlingskrise tatsächlich zu beziffern, hält man sich in der Politik bedeckt. Das wahre finanzielle Ausmaß passt wohl nicht ganz zum großen "Wir schaffen das"-Gerede von Bundeskanzlerin Merkel, die trotz ihres üppigen Einkommens auf Steuerzahlerkosten dafür ja auch nicht wirklich aufkommen muss. Doch egal wie man zur weiterhin aktuellen Flüchtlingskrise steht – Ehrlichkeit in Sachen zu erwartender Kosten durch die dafür verantwortliche Politkaste ist wohl das Mindeste, was man erwarten kann.

In verschiedenen Szenarien berechnete Holger Bonin vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung die Kosten der Flüchtlingskrise für Deutschland. Sein Ergebnis: Langfristig müssen zwischen 150 und 250 Milliarden Euro pro Asylbewerber einkalkuliert werden – abzüglich der zu erwartenden Gewinne durch Steuern und Sozialabgaben. Das heißt: Jeder einzelne anerkannte Asylbewerber der auch für mehrere Jahre hier bleibt, verursacht in dieser Zeit Kosten von 150-250.000 Euro, für die die Steuer- und Sozialbeitragszahler aufkommen müssen.

Dafür gibt es mehrere Gründe. Einerseits sind da die von der Gesellschaft zu tragenden Integrations- und Bildungskosten. Dazu kommen noch die allgemeine Versorgung, da die meisten der anerkannten Asylbewerber aufgrund diverser Defizite (Sprache, Qualifikation…) kaum eine Arbeitsstelle finden werden – und wenn, dann höchstens im Niedriglohnsektor. Hierbei trägt das solidarische System Deutschlands dazu bei, dass die Beitrags- und Steuerzahler für die Mehrkosten aufkommen müssen. Und schlussendlich werden dann auch noch die Zusatzkosten für das Rentensystem schlagend, weil diese Menschen in ihrer Zeit in Deutschland nur in den allerseltensten Fällen genügend Beitragsjahre zusammenbekommen und im Alter ebenfalls subventioniert werden müssen.

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Wenn man bedenkt, dass die Szenarien bis zum Jahr 2020 von bis zu 5 Millionen Zuwanderern im Zuge der "Flüchtlingskrise" ausgehen, kommt man auf eine Gesamtbelastung von 750 bis 1.250 Milliarden Euro – im Mittel als eine ganze Billion. Werden diese auch nur auf die nächsten 50 Jahre – also bis zum Jahr 2065 – hin fällig, sind das Mehrkosten von etwa 20 Milliarden Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Im letzten Jahr verzeichnete Bundesfinanzminister Schäuble einen Haushaltsüberschuss von rund 12 Milliarden Euro. Doch selbst wenn die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland noch weiter ansteigen sollte, müsste jeder von ihnen im Schnitt 400-500 Euro an Mehrkosten im Jahr tragen, um diese Mehrkosten querfinanzieren zu können.

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Das ist die Realität, die den Menschen in Deutschland – egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund – von den politisch Verantwortlichen vorenthalten wird. Jeder der in Deutschland einer Arbeit nachgeht, muss mit entsprechenden Mehrbelastungen rechnen, zumal kaum davon auszugehen ist, dass dies die Arbeitgeber mit kräftigeren Lohnerhöhungen ausgleichen werden – und selbst wenn, dann muss dieses Geld erst einmal verdient werden.

Wo bleiben die Pressekonferenzen von Angela Merkel, Sigmar Gabriel & Co, in denen sie der Bevölkerung in Deutschland reinen Wein einschenken und sich nicht mehr hinter irgendwelchen hohlen Phrasen verstecken? Wo bleiben die Erklärungen zu den geplanten Strategien, wie man diese Entwicklung in den Griff bekommen will – ohne sich nur auf die Symptombekämpfung mittels einer "Festung Europa" einzulassen? Das sind Fragen, die einer ehrlichen Antwort aus Berlin bedürfen. Auch wenn die Damen und Herren in Reichstag und Ministerien wohl zu große Angst davor haben, dass dies womöglich dann der AfD Stimmen verschaffen könnte. Doch die bekommt diese auch so, wenn sich die Menschen weiterhin veräppelt und verkauft vorkommen.

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11 Kommentare

  1. Für so blöd halte ich das deutsche Volk noch nicht, dass es sich nicht die Frage stellt, was das kosten wird. Deshalb muss ich mir auch wieder die Frage stellen, warum machen das unsere Politikkasper das mit uns? Die wirtschaften systematisch ihr eigenes Volk zu Grunde. Die Zeit wo ich stolz war ein Deutscher zu sein, ist sehr, sehr lange her.

    1. @   boschgo Vielleicht stehen die Politikkasper selbst unter Druck und dürfen das nur nicht zugeben.Wenn Obama 2009 in Ramstein feststellt :"Germany is an occupied country and it will stay that way" und man solche Feststellungen in Deutschland so einfach hinnimmt muß das schon seine Gründe haben.Wassollten denn die Abgeordneten machen, wenn man jedes Aufbegehren als Verstoß gegen das Besatzngsstatut bewertetß . Oder kennen sie verwendbare Zitate aus dem Völkerrecht, dass  die USA , verschwistert mit Israel, nicht aus "humanitären" oder mitmenschlichen Gründen Deutschland die "armen" islamischen Menschen aufnehmen muß. Im Gegensatz zu Israel, die keinen einigen Nichtjuden aufnehmen, sind wir besetzt. Schließlich hat man den faschistischen "Bestien2 nach dem 2.Weltkrieg auch unter die Arme gegriffen.

  2. Wenn es soviel kostet, dann kostet es eben so viel. Wichtig ist, daß die soziale Balance gewahrt bleibt. Wenn also für 1 Million Migranten zusätzlich 250 Mrd. ausgegeben werden, dann müssen für unsere einheimischen 7 Millionen Voll- und Teilzeitarbeitslosen eben 1750 Mrd. zusätzlich ausgegeben werden. Alles andere wäre eine krasse Benachteiligung oder auch schon ein unverzeihlicher Verrat am eigenen Volk und würde der Berliner Statthalterkaste jede Legitimation entziehen.

    1. Glauben Sie wirklich das für die Einheimischen ein Cent mehr bezahlt wird?Die krasse Benachteiligung werden wir  sehr bald zu spüren bekommen,die Erhöhung der Sozialabgaben werden wir ALLE selber tragen und Berlin schert sich einen Schmutz darum!

      Merkels dämlicher Spruch,"Wir schaffen das" wird sich bald in Luft auflösen, wie im Artikel beschrieben, werden uns die Kosten um die Ohren fliegen !

      PS: Es kommen wieder vermehrt Illegalen -Boote in Italien und Griechenland an…….

    2. Es gibt aber auch noch dumme Deutsche, die überhaupt nichts gegen diese Schmarotzer haben, wie z.B. der Comodian Hoecker, der dreist in einer Sendung erklärte, da kommen eine Mio Flüchtlinge und wir sind doch über 80 Mio, das macht doch gar nichts. Scheinbar verdient der Mann so gut, angeblich soll er auch einen hohen IQ haben, was man hier leider nicht merkt. Der Mann sollte sich mal mit der normalen Bevölkerung unterhalten, da bekommt er mit, dass es hier nicht nur um die Menge der Menschen geht, sondern um das Geld, was die uns in Zukunft kosten.

      1. Obama sagte 2009 in Ramstein:" Germany is an occupied country and it will stay that way" Warum hält man uns als Kolonie? Lediglich die zionistische Statthalterin gaukelt Ihnen  vor, sie hätte etwas zu sagen.In Wirklichkeit werden die Direktiven  aus  den USA erteilt, sonst könnten sie uns ja nach 70 Jahren- einer Generation, die gar nichts damit zu tun hat,- einen Friedensvertrag anbieten.Das Vollpropfen mit islamischen Infiltranten ist auch so pervers , dass es nicht einer deutschen Seele entsprungen ist, sondern klare Zeichen der Aufoktroyierung in sich trägt.Schwächung des Landes!!!

  3. Es ist anzumerken. Es gibt Menschen,in Deutschland, die öffentliche Zuwendungen in Höhe von 150.000 bis 250.000 Euros/Person auch gut gebrauchen könnten; Sozialhilfeempfänger, Hartz IV Empfänger, Arbeitslose, alleinerziehende Mütter, Geringverdiener, Rentner, an die kein Entscheidungsträger etwas von diesem Füllhorn zukommen lassen würde. Es sind nämlich nur Deutsche, im amerikanischen Slang unserer Tage also "White trash" "Working poor" oder auf Neudeutsch "Pack". Und es wird sich so lange nichts daran ändern bis sich das "Pack" ermannt die Entscheidungsträger mit einem Fusstritt in den Allerwertesten wegzubefördern!

  4. Es gibt eine Vielzahl von Berechnungen und auch Spekulationen über die Kosten für unsre Neuankömmlinge. Nachdem Stoiber vor einigen Tagen bei einer Wutrede "die Hose 'runterließ", konnte aus den Worten entnommen werden, daß etwa 3500 Euro pro Kopf und Monat eine ernstzunehmende Zahl sein dürfte. Bereits zu Jahresbeginn wurde der Betrag von Schäuble auch genannt, wobei diese 3500 Euro die "primären" Kosten sind, nicht etwa Kosten für den Bau von Containerwohnungen, zukünftige Sozialkosten oder für den familiären Nachzug etc…Die genannten Kosten werden von Bund (1 Drittel) und Kommunen bzw. Ländern (2 Drittel) getragen. –  Da wir nicht wissen, wie hoch die Zahl der Migranten überhaupt sein wird, die uns beglücken wird, sind Folgekosten ohnehin mur Spekulation.

  5. @Sachsenmädel Dieser Hoecker ist ein Dummkopf.

    Was wollte er in der Show mit dieser Vernebelung mit den 80 Millionen erreichen? Die Zuwanderer sind überwiegend jünger als 30 Jahre. Vergleicht man die Altersgruppen der Migranten mit den in Deutschland lebenden Altersgruppen, ist leicht erkennbar, dass mit weiter anhaltender Zuwanderung bereits Ende diesen Jahres die Muslime in den Altersgruppen der 18 bis 30 jährigen die Mehrheit haben werden. Das heißt, spätestens in 15 bis 20 Jahren, wenn die Alten nicht mehr in der Bevölkerungspyramide auftauchen, haben wir muslimische Mehrheiten in Deutschland. Über die Folgen mag sich jeder selbst Gedanken machen. Dieses Land ist bereits verloren.

  6. Richtig, Fragen über Fragen – aber MERKEL und ihr Regime schweigen und sitzen es lieber wieder aus. Denn bei heiklen Themen ist das schon immer Merkels Taktik gewesen –  abwarten, aussitzen und das Fähnchen im Winde halten.

    Auch die regierungsnahen Massenmedien SCHWEIGEN zu den Kosten die wir für die Neubürger zahlen müssen.

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