Das reale Wirtschaftswachstum in Österreich wird auch in diesem Jahr irgendwo im Null-Komma-Nix-Bereich liegen und für die Arbeitnehmer bleibt ohnehin nichts übrig. Da wundert man sich über die hohen Umfragewerte für die FPÖ?

Von Marco Maier

Noch zum Jahreswechsel prognostizierten die österreichischen Wirtschaftsforscher der Alpenrepublik eine Verdoppelung des Wirtschaftswachstums auf 1,5 bis 1,9 Prozent. Eine Annahme, die schon damals als schlechter Scherz galt, weil die Analytiker ohnehin nicht erklären konnten, woher denn dieses Wachstum überhaupt kommen soll. Denn den Arbeitnehmern bleibt trotz Steuerreform Dank Inflation und höherer Steuern nicht mehr Geld in der Brieftasche und an Investitionen denkt ohnehin kaum mehr wer – zu schwach sind das nationale und internationale Umfeld.

Konsumschub? Woher auch? Wenn die Steuerreform von Steuern und Inflation "aufgefressen" wird und die Flüchtlingswelle irgendwie querfinanziert werden muss, bleibt nicht mehr viel Geld für Wachstum übrig. Selbst wenn für die Versorgung der Asylbewerber mehr Geld in die Wirtschaft fließt, so sind das pro Kopf zu wenig, um ein wirkliches Wachstum zu produzieren – zumindest in Sachen BIP pro Einwohner. Dafür reichen die paar Hundert Euro je Asylbewerber lange nicht aus.

Hinzu kommt, dass durch die starke Zuwanderung auch der Druck auf den Arbeitsmarkt steigt. Schon jetzt ist die Arbeitslosigkeit in Österreich recht hoch und wird im Zuge der Anerkennungszahlen der Asylbewerber noch weiter steigen. Gute Abschlüsse bei den Lohnverhandlungen darf man sich also auch in diesem Jahr nicht erwarten.

Auch braucht man sich nicht zu wundern, dass die FPÖ angesichts dieser nackten Tatsachen immer populärer wird. Wirklich nachhaltige Lösungen hat sie zwar in weiten Teilen auch nicht zu bieten, doch zumindest benennen deren Politiker teilweise die real existierenden Probleme und versuchen sich zumindest in Lösungsansätzen – auch wenn diese nicht selten simplifizierend sind und die Tragweite kaum abzuschätzen ist. Allerdings ist das immer noch besser als einfach dazusitzen und abzuwarten, obwohl man weiß dass der Karren so an die Wand gefahren wird.

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7 thoughts on “Österreich: 2016 wird auch nicht besser”

  1. Obwohl die Regierung wegen EU Fanatismus abgeählt gehört, wird sich mit der FPÖ auch nicht viel ändern, außer die Zahl der Migranten vielleicht reduziert. Die Wirtschaft ist so global vernetzt, daß nationale Korrekturen nur marginalen Einfluß haben. Das Sytem ist auf Sand gebaut und wurde regelrecht einbetoniert. Und mit TTIP, daß die FPÖ verhindern möge, ist man Spiellball der US Wirtschaftsinteressen. Einzige Lösung. Auflösung der EU, Zurück zur sozialen Marktwirtschaft in Europa und einen Verkauf der heimischen Wirtschaft unmöglich machen. Nationalstaaten in multilateraler Einbettung ohne Einzwängung in einen zentarlistischen Moloch wie die EU. Es wird immer eine Art Cliquenbildung zwischen Staaten geben, aber mit guten Willen kann man  ein System aufbauen, in dem wirtschaftlich starke Staaten ärmere Länder unterstützen. Ein Art europäischer Marschallplan. Das Fiasko hat mit der EU begonnen und  es wird einige Zeit nach ihrem Ende besser werden!

  2. Das Fiasko hat mit der EU, aber auch mit dem TEURO begonnen, der für einige Länder zu stark und für andere Länder zu schwach ist. Deswegen zurück zu den alten Währungen und zur guten alten D-Mark.

    Ich denke,nicht mehr lange und das EU Monster Brüssel wird eh bald Vergangenheit sein.

    Diese EU hat sich seit Jahren nur zu einem Verein der ELITEN entwickelt und es wird nur noch Politik von EU ELITEN für ELITEN – Banker und Großkonzernen gemacht.

    Schweiz Magazin: Daxit: Nicht nur GB auch die Dänen planen jetzt einen EU Austritt .

    Schweiz Magazin: Zerbricht Angela Merkel die EU ( wegen ihres diktatorischen Umgangstil gegenüber anderen Mitgliedstaaten) ? !

  3. Merkel hat seit Jahren daran gearbeitet, das sie die Person in Europa ist, die vom europäischen Volk am meisten gehasst wird .
    Das sehen auch mittlerweile fast alle Führungspersonen derjenigen EU Länder.Viele von denen haben auch kein Problem mehr damit, es offen auszusprechen, was man besonders jetzt an der Asylanten Krise erkennen kann. Wo Merkel wieder nur ihren Kurs den anderen Ländern aufs Auge drücken will, aber zum Glück – gibt es da fast von allen Ländern Widerstand gegen Merkel die – EU-ISOLIERTE .

  4. Wirtschaftswachstum durch Flüchtlinge?

    Wenn man dieses Wachstum wirklich gewollt hätte, hätte man auch die Sozialleistungen für Einheimische (z.B. Hartz4 in Deutschland) erhöhen können.

  5. Daß es um die finanzielle Ausstattung der Masse geht, wage ich zu bezweifeln. Der Grund der Unzufriedenheit liegt in psychologischen Effekten und die werden vom Netz nicht behoben, sondern verstärkt.
    Die meisten klammern an etwas fest, was kurzfristig Erleichtung verspricht, aber wegen seiner Undurchschaubarkeit zum Krankheitsherd geworden ist. Der Netzjunki ist wie der Alkoholiker, der immer noch einen oben drauf gießt.
    Viele reagieren schon allergisch auf die Presse, das Fernsehen, das Netz, ohne es zu merken. Das Netz ist nicht die Lösung, sondern eines der großen Probleme.

  6. Die gesündere Position ist, das Netz zu hassen. Die Querschaltungen von Internet, Fernsehen, Radio, Presse, aber auch die in die Kaufhäuser, Banken, die Bürokratie haben ein unentrinnbares Spinnennetz geschaffen und da zappeln jetzt alle drinnen.
    Wir merken, daß wir nicht mehr Herr über uns, unser Selbstbild und unsere Daten sind, die fliegen überall herum und kommen uns meist ungelegen entgegen.
    Wir werden gefilmt, gescannt, durchleuchtet und die digitale Persönlichkeit ist mittlerweile realer als wir selber. Der Mensch nur noch ein Schatten seiner selbst.

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