Gabriel will Programm zur Digitalisierung der Wirtschaft vorlegen

Deutschlands Wirtschaft soll von einer zunehmenden Digitalisierung des Landes profitieren. Heute Abend will Gabriel die "Digitale Strategie 2025" auf der Cebit präsentieren.

Von Redaktion/dts

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will ein umfassendes Programm zur Digitalisierung der deutschen Wirtschaft vorlegen. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge sind dabei Förderprogramme in Höhe von mehreren Milliarden Euro vorgesehen. Geplant seien zudem ein umfassender Abbau von bürokratischen Hemmnissen und eine stärkere Ausrichtung der schulischen und betrieblichen Ausbildung auf das digitale Zeitalter.

Gabriel will die "Digitale Strategie 2025" am Montagabend zur Eröffnung der Computermesse Cebit vorstellen. "Insgesamt muss es gelingen, die Digitalisierung in die DNA der deutschen Wirtschaft, insbesondere des deutschen Mittelstandes einzuschreiben", sagte Gabriels Staatssekretär Matthias Machnig (SPD) der SZ.

Nach Machnigs Worten handele es sich um den ersten systematischen und regierungsübergreifenden Ansatz einer digitalen Strategie. "Wir zeigen die zentralen Handlungsfelder auf, legen dar, wo wir stärker werden müssen und welche Instrumente wir brauchen." Um die Umsetzung vorzubereiten und zu koordinieren, schwebt Gabriel der Aufbau einer Digitalagentur vor. Grundlegend soll zunächst der Aufbau eines schnellen Internets auf Glasfaser-Basis sein. "Ohne schnellere Internetverbindungen ist alles nur Schall und Rauch", sagte Machnig. Das Land dürfe nicht dabei stehen bleiben, die Internet-Anschlüsse auf eine Geschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde auszubauen. "Bis zum Jahr 2025 muss ein Gigabit-Glasfasernetz stehen." Die Kosten dafür werden auf etwa 100 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren beziffert.

Während der Glasfaser-Ausbau in den Ballungsgebieten durch private Anbieter finanziert werden soll, will Gabriel für ländliche Gebiete einen Zukunftsinvestitionsfonds einrichten, der rund zehn Milliarden Euro schwer sein soll. Gespeist werden soll er zum Teil aus der nächsten Versteigerung der UMTS-Mobilfunkfrequenzen, die 2020 auslaufen. Unternehmen sollen zudem schneller an die neuen Gigabit-Netze angeschlossen werden als Haushalte.

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8 Kommentare

  1. Vor allem dient die Digitalisierung dazu, die deutsche Wirtschaft noch besser ausspionieren zu können.

    Es sollte eine ganz neue IT-Landschaft in den Betrieben installiert werden, die vor allem das Eindringen der amerikanischen Digital-Spionage verunmöglicht.

     

  2. Dient auch dem Abbau der Arbeitsplätze. Eine wahrhaft soziale heroische Leistung. Aber vor allem wird der Arbeitnehmer voll digitalisiert und dazu wird er sich wohl oder übel den Chip implantieren lassen, um einen Arbeitsplatz zu erhaschen. Vielleicht geht es auch nur darum, ähnlich dem wahren Grund der Bargeldeinführung. Der nächste Schritt wird sein, nur solche Bankomaten zu konstruieren, die gar nicht mehr Bankkartentauglich sind! Nur mehr auf Hände durch Scannen reagieren! Was sind diese Leute für  ein charakterlich erbärmlicher Abchaum??!!

  3. "…eine stärkere Ausrichtung der schulischen und betrieblichen Ausbildung auf das digitale Zeitalter…"

    Da wird schon wieder eine neue Sauerei zu Lasten der Zukunft von Kindern und Jugendlichen geplant.

  4. Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle…solange Kontrolle, bis Kontrolle nötig ist, weil jegliches Vertrauen (jetzt schon) dahin ist!

  5. Ich freue mich schon auf die Digitalisierung dieser ganzen enthirnten Kaste. Alles dann nur noch Einsen und vor allem Nullen. Auf Löschen drücken, Papierkorb leeren, den freien Speicherplatz sicher überschreiben und ab ins Nirwana.

  6. "Wirtschaft legt Plan zur weiteren Digitalisierung der Politik vor."

    Um dem Pänomen immer dicker werdender Politiker entgegensteuern zu können legte nun die deutsche Wirtschaft einen Plan zur Digitalisierung der Politik vor. Ziel sei es im Zuge es digital werdenden Zahlungsverkehrs nun auch die Politik zu digitalisieren, da dann auch keine Koffer mit Bargeld oder Umschläge mit Geld übergeben werden können zur Meinungsformung. Einziges Problem derzeit ist bei der Umformung von null-einser Zahlencodes, die Einzer hierfür zu gewinnen. derzeit überwiegen noch die Nuller im Verhältnis 600 zu 1. Man sehe die Lage jedoch positiv, weil es so gewollt sei, sagte der NU Kommissar für politische Digitalisierung bei der Fachvortragsreihe im weltweiten Netz.

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