Der russische Raketenkreuzer "Moskva". Bild: © Sputnik/ Vitaly Ankov
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Dutzende russische Kriegsschiffe durchquerten in diesem Jahr schon den Bosporus, um die Truppen in Syrien zu unterstützen. Das nervt die Türkei, weil die Transporte mitten durch ihre größte Stadt geführt werden.

Von Thomas Roth

Die Schiffe der russischen Kriegsmarine, die den Bosporus durchfahren, erwecken großes Interesse bei einer Gruppe von Enthusiasten in Istanbul, schreibt die britische Tageszeitung "The Independent". Sie halten die Durchfahrt der russischen Kriegsschiffe für eine hinreißende Schau. Gleichzeitig beunruhigt sie aber die Tatsache, dass Moskau den syrischen Konflikt "versorgt". Nach dem Abschluss des Kalten Krieges und des Konfliktes auf dem Balkan kamen die russischen Kriegsschiffe selten durch die Meerenge, schreibt "The Independent". Jetzt beobachten die Fachkräfte und die Liebhaber jeden Tag, wie die Raketenkreuzer, die Landungsschiffe und die U-Boote der Russischen Föderation die Istanbuler Wasserstraße durchqueren.

Laut dem Vertrag vom 20.Juli 1936, dem Vertrag von Montreux (auch Meerengen-Abkommen), erhielt die Türkei die volle Souveränität über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus zurück. Diese Gewässer wurden nach dem Ersten Weltkrieg unter internationale Kontrolle gestellt. Nach diesem Vertrag ist die Türkei verpflichtet, den Handels- und Militärschiffen freie Fahrt in Friedenszeit zu ermöglichen. Dabei sollen Russland, wie auch die übrigen Länder, die türkischen Behörden über die Abfahrt der Schiffe im Voraus informieren. Dieser Umstand, wird im Artikel bemerkt, hat zu einer merkwürdigen Zusammenarbeit zwischen zwei Ländern geführt, deren Beziehungen nach dem Zwischenfall mit der Su-24 vollständig verdorben sind.

Durch die Meerenge fahren nicht nur die russischen Schiffe. Die Schiffe der NATO kommen auch oft für die Durchführung von Übungen in die lokalen Häfen. Jedoch hat gerade die russische Aktivität die internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da Präsident Putin offenbar angedeutet hat, dass er die Macht Moskaus in Syrien und der Region insgesamt festigen will.

Vom Anfang dieses Jahres an sind mehr als 40 Mal Kampfschiffe der Russischen Föderation durch den Bosporus gefahren. Dabei war auch der Raketenkreuzer Moskau, der das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte ist und zur Sicherung des Luftraumes der russischen Streitkräfte in Syrien eingesetzt war. Ein anderer häufiger Gast in der Meerenge ist das schon verrostete uralte Landungsschiff aus der sowjetischen Epoche, "Jamal", es liefert treu und zuverlässig Technik und Truppen.

Die russischen Schiffe ärgern die Türkei, sie fahren quer durch die Mitte ihrer größten Stadt, um den Konflikt in Syrien zu versorgen. "Es ist dennoch so, wie Salz in eine offene Wunde einzureiben", sagen die Bewohner Istanbuls. Für die meisten Einwohner der Stadt ist die Parade der Militärausrüstung, die mitten durch ihre Stadt geht, eine Schau von der es schwierig ist, sich loszureißen. Sie trinken oft Kaffee auf dem Balkon sitzend, von dem sich ein Panoramablick auf den Kanal eröffnet. Ihre Fotografien von den russischen Schiffen stellen sie ins Internet. Sie werden dort akribisch von den Militäranalytikern der ganzen Welt studiert.

Einige Wochen lang fuhren durch dem Bosporus russische Schiffe, die SPWs und die Militärlastkraftwagen mit schlecht abdeckenden Planen beförderten. Die Gruppe der Istanbuler Beobachter ist der Meinung, dass diese Nachlässigkeit absichtlich war.

Ungeachtet des wackeligen Waffenstillstands in Syrien fahren weiter die russischen Schiffe durch die Stadt. Und egal wie sich dazu die Türkei verhalten wird, Russland ist in den Nahen Osten zurückgekehrt. Und ihre Reiseroute zieht sich nun mal durch Istanbul hin.

16 KOMMENTARE

  1. ja,,,,erdolf schau s dir genau an,das sind die, denen du auf die füsse gepisst hast.und die können mehr auffahren als du kleiner wicht dir jemals irgendwo zusammenbetteln oder betrügen oder zusammenklaun kannst.

  2. und als kleine prophezeihung , erdolf:

    wenn das mit den kurden erledigt ist,indem du verloren hast weil sie den eignen staat bekommen,wenn syrien befriedet ist und der krieg dort beendet, wird von deinen träumen eines neuen grossosmanischen reichs das übrig bleiben, was in meinem klopapier hängt wenn ich mir den arsch abgewischt hab.und von deiner macht noch weniger.

  3. Soso, Erdowahn muss halt üben, den Schwanz einzuziehen. Soll nicht so tun, als könne er das nicht, gegenüber USrael macht er das schon seit Jahren, er und sein NATO-Land. Ihm macht am meisten wohl sein narzisstischer Überschätzungswahn und seine politischen Fehlbeurteilungen zu schaffen.

      • @ Adolf

        Donnerwetter, Sie sind aber schnell sexualisiert! Da verliert sich gleich alle sachliche Argumentation zur politischen Situation.

        Sie haben vergessen, mir den Gruss vom Rotlichtmilieu zu senden.

        • Sachliche Argumentation?

          "Soso, Erdowahn muss halt üben, den Schwanz einzuziehen."

          Was hat das Recht auf freie Durchfahrt mit Schwanzeinziehen zu tun?

          Die Russen haben das Recht auf Durchfahrt und die Türkei verweigert das nicht, aber sie ziehen den Schwanz deswegen ein? Laufen zwei in der Wüste, sagt der Eine, rück mal ein Stück, ich will auch in der Mitte laufen. Die Logik dieses Witzes passt sehr gut zu Ihrer Behauptung.

          Dann wäre da noch etwas, lesen Sie  mal den Bericht richtig durch. Es wird zwar behauptet, dass die Kriegsschiffe die Türkei nerven und ärgern, aber ein Beweis dafür wird im Ganzen Text nicht ein einziges mal geliefert.

          Die Türkei ärgert sich, und weil Sie mit "Türkei" die türkische Regierung verstehen, geht es in Ihrem Kommentar gegen Erdogan.

          Wo im Bericht steht wie die Regierung sich ärgert, wann und wo hat welcher Politiker was dazu gesagt?

          Nix! Nur die Behauptung.

          Glauben Sie nicht, wenn es welche gäbe, dass das ein gefundenes Fressen wäre?

          Der Bericht ist sehr manipulativ, behauptet ohne zu beweisen.

          "Und egal wie sich die Türkei dazu verhalten wird, Russland ist in den Nahen Osten zurück gekehrt"

          Das Verhaltren der Türkei in Sachen Durchfahrt wird in frage gestellt, obwohl sich am Verhalten der Türkei diesbezüglich nichts geändert hat und überhaupt kein Politiker dazu was gesagt hat.

          Dann der Knaller überhaupt "Russland ist in den Nahen Osten zurück gekehrt"

          Zurück gekehrt? Sagt man das so, wenn man dort außer einer Basis seit 1956 sonst in der ganzen Menschheits Geschichte nichts hatte?

          Sieht das nicht extrem nach Größenwahn aus?

  4. Der kleine pudolf soll sich nicht so stark aus den Fenster lehnen ! Sonst ziehen wir deutschen ihn auf den Boden 😉 

    • Wenn, dann sind es die Nato und türkische Kriegsschiffe die dort wimmeln und an denen die Russen durch zwei enge Passagen wie auf dem Präsentierteller vorbei schippern müssen!

  5.  

    »Die Kriegsschiffe Russlands im Bosporus nerven die Türkei«

    Verzeihung – dieses ganze "Dreckspiel" ist nur noch "zum Kotzen"! Sind denn nur die russischen Schiffe schlecht und die Ami- bzw. Nato-Pötte willkommen und gut?

    Frag mal jemanden, der durch eine Kugel zum lebenslangen Krüppel geschossen wurde, ob er JETZT den Unterschied kennt zwischen einer "guten, befreundeten" und einer "bösen, weil vom Feind", kennt und immer noch "hurra" brüllt ? (Eine "befreundete" war’s nämlich, die ihn vielleicht dauerhaft außer Gefecht setzte.)

    Wenn unsere Damen und Herren aus der hoh(l)en Politik jeweils auf die Rohrmündung einer geladenen Kanone gebunden würden, ob die Dummschwätzer dann auch noch "Feuer" schreien würden oder nicht eher vor lauter Dünnschiß "ausliefen"? Das ist halt der kleine, aber feine Unterschied zwischen "aktiv" und "passiv": Haue ich einen anderen oder kriege ich selbst Dresche … Schicke ich einen anderen zum "Verheizen" oder werde ich selbst "zerrissen" …

    Wie lautete doch damals die kurze Unterhaltung zwischen einem "Altgedienten" und einem "Jungspund":  »Das waren noch Zeiten, als wie zusammen in der Scheiße lagen – Sie in den Windeln und ich in Stalingrad« …

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