Wer nach mehr Kindern oder mehr Zuwanderern ruft, um die Sozialsysteme inklusive Renten zu retten, betreibt Symptompolitik. Auch eine alternde und schrumpfende Gesellschaft kann funktionieren. Man muss eben das System ändern, nicht die Bevölkerung.

Von Marco Maier

Die demographische Struktur Deutschlands verändert sich. Mangels genügend Kinder der sogenannten Babyboomer-Generation stellt sich die Bevölkerungspyramide auf den Kopf. Bei den Personen unter 20 Jahren wird sich eine Verschiebung von derzeit 18 auf 16 Prozent bemerkbar machen. Bei den 20- bis 65-Jährigen dürfte der Anteil von 61 auf 51 Prozent sinken. Bei den Menschen mit 65 Jahren und mehr hingegen ist ein Anstieg von derzeit 21 auf 33 Prozent zu erwarten.

Als logische Konsequenz rufen nun die Systemgläubigen dazu auf, entweder die Zahl der Geburten massiv zu erhöhen oder die Einwanderung junger Menschen aus anderen Ländern zu forcieren. Hinzu kommt natürlich auch noch die Forderung, angesichts der wachsenden Lebenserwartung das Rentenantrittsalter sukzessive anzuheben – bis man dann in 40-50 Jahren wohl erst mit 75 in die Rente gehen kann. Recht trostlose Zukunftsaussichten also, zumal es in diversen Berufen (Maurer, Zimmermann…) wohl kaum möglich sein wird, in diesem Alter noch zu arbeiten. Weiters wird man kaum darum herumkommen, eine Kombination aus steigenden Rentenbeiträgen (oder Steuern für eine Querfinanzierung) für die Erwerbstätigen und eine Senkung der Renten selbst umzusetzen. So weit das bisherige System.

Doch auch eine sich demographisch stark verändernde Gesellschaft kann dies alles meistern. Dafür jedoch braucht es auch eine systematische Änderung. Anstatt das gesamte (Sozial-)System fast ausschließlich auf der Erwerbsarbeit aufzubauen, wäre es sinnvoller einen Umbau des Steuer- und Sozialabgabensystems voranzutreiben. Das heißt:

-Vollständige Streichung der Lohn- und Einkommensteuer
-Einrichtung einer einfachen Sozialabgabenpauschale von 20 Prozent des Einkommens.
-Schaffung bundesweit einheitlicher Sozialkassen (Renten, Gesundheit…)
-Etablierung einer stark progressiven Erbschaftssteuer (mit Freibeträgen für Eigenheime und Unternehmensanteilen)
-Etablierung einer Vermögenssteuer (Immobilien, Grundstücke, Unternehmensanteile, Bankkonten…)
-Anhebung der Mehrwertsteuer auf 12,5 und 25 Prozent

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Mit dieser Verlagerung der Besteuerung weg von der Produktion und dem Einkommen hin zum Vermögen und zum Konsum wird das System nicht mehr dermaßen von der Zahl der Erwerbstätigen und deren Einkommen abhängig sein, sondern kann solche "Wandelperioden" mit Durststrecken eben auch durch Substanzsteuern überdauern. So wie ein Bär den Winter über vom angefressenen Speck lebt. Wenn die Babyboomer-Generation dann mal das Zeitliche gesegnet hat und sich die Alterspyramide wieder normalisiert, kann man auch bei den Steuersätzen nachjustieren und die Steuerlast entsprechend senken.

Auf jeden Fall wäre ein solches System krisenresistenter und würde zudem dazu beitragen, dass auch die Kapitalakkumulation bei einer kleinen finanziellen Oberschicht ein Ende findet. Die Familien der Porsches, Albrechts, Schaefflers, Quandts & Co müssten dann eben von Generation zu Generation einen Teil ihres Vermögens an die Gesellschaft abgeben und einen etwas größeren Teil als bisher zum funktionieren des Staates beitragen. Doch von einer breiteren Verteilung des Vermögens in der Bevölkerung würden auch sie wieder profitieren.

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17 thoughts on “Deutschland hat kein demographisches Problem”

  1. Das einzige demografische Problem ist ein von Inkompetenz und Korruption überbevölkerter Bundestag mit einer Kriminellen an der Spitze! Die wichtigste "Systemänderung" ist die Abschaffung dieser Bande – wie auch immer.

  2. Das mit dem demographischen Problem ist doch dasselbe Spielchen wie mit den Ziondreck Facharbeiter und Kinderärzten. Leute man kann es nicht mehr hören,ich könnte dieser scheinheiligen,fahlen Zionsbande den Ha…umdrehen, wie die uns für doof verkaufen. Erst haben sie über Presse und fernsehen systematisch dafür gesorgt(z.B.JoschkaFischer:Es gibt zuviele intelligente Deutsche) und Schulz die Deutschen sind nur dazu da, Israel zu erhalten) dass die Menschen möglichst wenig Kinder haben und jetzt wollen sie uns a la Frankenstein  doof  vermendeln. Ich weiß nicht, ob Merkels Wunsch -was Israel angeht- unter diesen Umständen in Erfüllung geht.

  3. "Auch eine alternde und schrumpfende Gesellschaft kann funktionieren."

    "alternde Gesellschaft" welch ein Euphemismus! Wir sind eine aussterbende Gesellschaft, aber nicht nur wir Deutsche, alle europäischen Völker sterben aus, die demografischen Zahlen und vor allem die Zahl der Kinder pro Frau zeigen das eindeutig. Das ist nicht mehr zu retten! Was so leichthin als demografischer Wandel bezeichnet wird ist in Wirklichkeit eine schreckliche, nicht mehr aufzuhaltende demografische Katastrophe. Die westlichen Gesellschaften haben die wichtigste Aufgabe einer Gesellschaft nämlich für Ihren Fortbestand zu sorgen gänzlich aus dem Blick verloren und dies seit 50 Jahren.

     

    1. Gewisse Kreise haben- aus den Gründen wie wir sie jetzt sehen- über Jahrzehnte daran gebaggert  und alles dafür getan, dass wir eine aussterbende Gesellschaft werden. Es gibt eine Menge zionistischer Abhnadlungen, die sich göttlich über das europäische Aussterben efreuen. Gehen Sie denn blauäugig von Gott gewollten  Zufällen  aus??Für Wissende steht das fest, nur man hat oft keine Lust sich mit der Gegenargumentation "Verschwörungsgedöns" auseinenderzusetzen.

    2. @ Dieter BB: ".. alle europäischen Völker sterben aus …" Mag sein – allerdings geht das einigen offensichtlich nicht schnell genug: Ansonssten wäre die Ausrottungs-, bzw. Umvolkungskampagne einer gewissen Merkel, A. als Vollzugskraft nicht erforderlich.

    3. ich wage da mal einen Versuch zu widersprechen, so viele Schwangere, wie im letzten Jahr habe ich noch selten gesehen. Kann es sein, dass daso  manche Statistik gefälscht ist?

  4. Das demografische Problem ist dazu da, dass Rentenalter hochzusetzen, Rentenbeiträge zu erhöhen und weniger Rente zu zahlen.
    Außerdem werden Rentenbeiträge von Politikern verwaltet.
    Hier ist der übliche Mißbrauch mit beinhaltet.

  5. Von wegen demographischem Problem:
    Land Fläche (km²) Einwohner
    —————————————————————-
    Finnland 338.000 5.470.000
    BRiD 357.000 81.000.000

    D.h., Finnland ist nahezu gleich groß hat aber nur weniger als 1/10 der Einwohnerzahl. Damit ist das Gelaber vom demographischen Problem erledigt.

    Was die Finanzierung der Sozialsysteme anbelangt:
    Jegliche Verbrauchssteuern (inklusive Mehrwertsteuer, die auch nur der Verbraucher trägt) sind ihrem Wesen nach asozial (nein, nicht disoizial, sondern asozial)! Deswegen lautet die Lösung auch weiterhin:

    Jede Volkswirtschaft hat als Ursprung ihrer Entstehung und als mit weitem Abstand vorrangisten Zweck die Versorgung (des Volkes) mit Güter und Dienstleistungen (1. Vorlesung im 1. Semester VWL). D.h. auch, daß das Wirtschaften innerhalb von Volkswirtschaften nicht der Berreicherung (einiger weniger) dient, sondern eben nur eine(!) Methode der Verteilung sowohl der Güter und Dienstleistungen darstellen, die ggf. auch(!) zu einem erhöhten Anteil einiger weniger am Bruttonationaleinkommen führen. Aber, daß wie hohe Einkommen Einzelner auch immer ist nicht das Ziel, der Sinn und Zweck einer Volkswirtschaft, sondern lediglich ein Nebeneffekt. Der mit weitem Abstand primäre Sinn jeglicher Volkswirtschaft ist die Versorgung mit Güter und Dienstleistungen. Das Ergebnis nennt sich dann (Summe aller Wirtschaftsleistungen:) Bruttosozialprodukt (BIP).

    Zieht man vom BIP die Abschreibungen (Wertberichtigungen) ab, hat man unmittelbar das Bruttonationaleinkommen (BNP) vor sich. Dieses BNP wird auch heute noch von VWLern in Einkommen aus selbständiger bzw. aus unselbständiger Tätigkeit unterteilt/-schieden. [Siehe auch jährlichen Bericht des Statistischen Bundesamtes.] Als Bismarck im 19. Jhd. die Sozialgesetzgebung einführte, war der Anteil am BNP aus unselbständiger Tätigkeit noch weit über 80%. Deswegen war der Fehler nur diese Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit für die Sozialversicherung heranzuziehen damals(!) verzeihlich. Heute ist er es natürlich nicht mehr.

    Dennoch ist die Lösung der Finanzierung sämtlicher Sozialversicherungssysteme auch heute extrem einfach:
    Vom gesamten(!) Bruttonationaleinkommen wird ein Teil zu Finanzierung herangezogen wie überhaupt jegliche Besteuerung nur noch im Verhältnis zum Einkommen erfolgen sollte. Dadurch wäre für alle Zeiten gewährleistet:

    a) die Steuer- und Abgabenlast wäre immer sozial verträglich, sogar dann wenn der Steuersatz linear (z.B. 15%) wäre. [Ich wäre dennoch für eine progressive Besteuerung inklusive negativer Steuer, auch für Kinder ohne Einkommen. Dadurch könnte man gleichzeit alle Formen von Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe usw. ersatzlos streichen und über die negative Besteuerung von (nicht vorhandenem) Kindereinkommen den vom Grundgesetz vorgeschriebenen Schutz der Familien ermöglichen.]

    b) es steht immer der gleich große Anteil(!) an BNP für die Sozialgesetzgebung zur Verfügung, einerlei ob aus Unternehmensgewinnen oder Mitarbeitereinkommen.

    c) wenn man zudem nahezu alle indirekten Steuern zugunsten dieser direkten Einkommensteuern aufgeben würde, ergäbe sich für die gesamte Volkswirtschaft eine dramatische Reduktion der (Steuer-) Bureaukratie. Wenn man wie aufgezeigt das gesamte Renten- und Pensionswesen auf Einkommensbesteuerung umstellt, könnte z.b. sämtliche Rentenverwaltung ersatzlos wegfallen.

    Rente oder Pension wären also (siehe b) immer aus der laufenden Wirtschaftsleistung zu den aktuellen Preisen finanziert. Dadurch kann es keine sog. Rentenlücke mehr geben. Wenn dies mit der angedeuteten negativen Einkommenssteuer begleitet wird, würden Renten und Pensionen als staatliche Altersversorgung in Form einer negativen Einkommenssteuer erfolgen. Wenn man diese negative Einkommenssteuer nach oben begrenzt [z.B. 66% des BIP/Kopf des Vorjahres], würde die staatliche Altersversorgung zwangsläufig Überschüsse erwirtschaften, die aber sinnvollerweise denjenigen zugute kommen sollte, die diese (Einkommenssteuer-) Überschüsse erwirtschaften (selbständige und unselbständige Einkommen), indem der (progressive) Steuersatz reduziert wird.

  6. Würde man Deutschland nicht zwingen die halbe Welt zu alimentieren und für jeden Mist zu zahlen wären 10 Kinder in einem Haushalt locker zu Finanzieren und Rente mit 58 gibts noch dazu.

    Das Geld was den Deutschen infolge von  zwei inszenierten Kriegen die letzten 100 Jahre gestohlen hat wird wohl mehrere Billionen betragen.

  7. Man könnte auch mehr Geld in Familie, Bildung, Schulspeisung, Ganztagsschulen, Kindergeld, Steuervorteile für Familien etc investieren.

    Aber darüber reden nur Nazis und die Afd. Das haben wir ja gelernt. Wie die von Baden Württemberg so hoch gewählte Partei tickt kann man hier sehen

    Die Grünen im Fokus bei Ermittlungen in Kinderpornokreisen und die Kriegshetze der Partei:

    https://youtu.be/gg1MVA4IIwg

  8. 1. weltweit haben wir bereits eine soziale overpopulation

    2. kinder/migranten sind in erster linie potentielle steuerzahler und nur aus diesem grund erwünscht

    3. wir werden gezielt schrittweise an den anblick von sozialem leid/obdachlosigkeit und verfall der gesellschaft gewöhnt

    4. die starken und priveligierten kapseln sich vom rest des volkes ab–die unterwelt des dunklen mittelalters lässt grüßen

  9. Unser Gesellschaftssystem verändern müssen wir in den nächsten Jahrzehnten ohnehin, wenn wir überleben wollen. Durch die fortschreitende Technologisierung werden in absehbarer Zeit keine Arbeitnehmer mehr gebraucht werden.  Sollen die dann alle verhungern? Ein Wandel ist unumgänglich und wird kommen.

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