Der Genozid an den Bewohnern des Donbass – Wie weiter?

Wenn man mit Ukrainern ins Gespräch kommt, dann werden sie nicht müde, die russischen Aggression zu beschwören. Wenn man dann daran erinnert, dass es ihnen nicht gelang, sich mit den DLVR zu vereinbaren und sie statt dessen sofort die ATO erklärten, reagieren alle durch die Bank weg empört: "Zu vereinbaren? Die tollwütigen Hunde muss man töten. Und überhaupt, das ist eine innere Angelegenheit der Ukraine."

Von Thomas Roth

Es ist über diese Situation schon viel gesagt worden. Aber das Oben geschilderte demonstriert, dass wir nicht überzeugend sind. Also werden wir es noch einmal probieren. Teile des Textes beruhen auf einem Artikel von Rostoslaw Ischtschenko, "Was will Putin"?

Also, zur ATO kam es, um "die tollwütigen Hunde" zu töten, die es wagten, dem staatlichen Umsturz in Kiew nicht zuzustimmen. Und letzten Endes haben sie das auch nie verborgen, gerade deshalb fuhren zum Donbass nicht Polizeifahrzeuge sondern Panzer, "Grad" und Schützenpanzerwagen. Zur Erinnerung: Die wurden von den Ortsbewohnern zuerst mit bloßen Händen angehalten. Die ukrainischen Soldaten ließen die Technik stehen und gingen einfach weg.

Für die allerhöchste Ungerechtigkeit halten die Ukrainer die Einmischung Russlands, das es nicht zugelassen hat, den beabsichtigten Totschlag der "tollwütigen Hunde" zu verwirklichen. Und in diesem Fall ging die Rede nicht darüber, ob in der DLVR russische Truppen waren oder nicht. Die Rede ging über die Gründe des Hasses auf Russland und auf Putin persönlich. Und zwar: Putin und Russland haben bei der Durchführung eines Massenmordes gestört, wenn man den Genozid an der lokalen Bevölkerung beim korrekten Namen nennen will.

Der Genozid (lt. Wikipedia) oder auch Völkermord ist seit der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes von 1948 ein Straftatbestand im Völkerstrafrecht, der nicht verjährt. Gekennzeichnet ist er durch die spezielle Absicht, auf direkte oder indirekte Weise „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören“. Daher wird er auch als einzigartiges Verbrechen, als Verbrechen der Verbrechen (englisch crime of crimes) oder als das schlimmste Verbrechen im Völkerstrafrecht bezeichnet. Die auf Raphael Lemkin zurückgehende rechtliche Definition dient auch in der Wissenschaft als Definition des Begriffs Völkermord. Seit dem Beschluss durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1948 wurde die Bestrafung von Völkermord auch in verschiedenen nationalen Rechtsordnungen ausdrücklich verankert.

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Ich verfolge Presse und Blogs in beiden selbstausgerufenen Republiken und das, was die verschiedensten Menschen, von Vorgesetzten bis zu den Einheimischen und den Landwehrmännern dazu sagen. Und eins steht fest, so einen Hass in Bezug auf sich selbst erwarteten sie nicht. Sie konnten sich absolut nicht vorstellen, dass über ihnen die Militärflugzeuge ihre Runden drehen und dass ihre Orte rund um die Uhr mit Raketen  und "Grad" beschossen werden und die Wohnwohnkomplexe systematisch zerstört werden. Und sie wussten schon damals, als die Erzählungen über den Selbstbeschuss aufkamen, woher das kam.

In der selben Wikipedia wird gesagt: Die Konvention definiert Völkermord in Artikel II als „eine der folgenden Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören:

a) das Töten von Angehörigen der Gruppe
b) das Zufügen von schweren körperlichen oder seelischen Schäden bei Angehörigen der Gruppe
c) die absichtliche Unterwerfung unter Lebensbedingungen, die auf die völlige oder teilweise physische Zerstörung der Gruppe abzielen
d) die Anordnung von Maßnahmen zur Geburtenverhinderung
e) die zwangsweise Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe.

Die ersten drei Handlungen werden bis jetzt angewendet. Die Ukrainer halten die Bewohner des Donbass für die niedrigste Rasse, sie nennen sie gern "Wattejacken". Zum Beispiel, den Flüchtlingen haben sie die Auszahlungen der sozialen Beihilfen eingefroren. Im Ergebnis fehlt 150.000 Menschen im buchstäblichen Sinn das Geld zum Essen. Das sind auch Erscheinungsformen des Genozides. Die blutgierigen Ukrainer verwirrt unheimlich, dass ihnen die Freuden ungestraft entzogen wurde, die eigenen Mitbürger im Sommer 2014 und im Februar 2015 zu töten. Und sie beabsichtigten natürlich nicht, dass sich die sichere Safari auf dem Donbass unter der lustigen Losung "Separatisten schießen", wohin sie freiwillig und gern fuhren, jetzt in Kessel und Tod umgewandelt hat.

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2 Kommentare

  1. Des primitiven Faschismus knusprige Beute! Was sich dort so zeigt, ist einzigartig und vergleichbar mit der instinktgetriebenen Ausgrenzung und Verfolgung von Weißgeborenen Mutanten durch ihre Schwarzgebliebenen Mitbrüder in der Urheimat der Menschheit Afrika.
    Die Ursache, wie die Weiße Rasse , abgetrennt von den Schwarzen entstehen konnte.

  2. Recht hat wer die Macht hat, damit basta. Und dieser völerrechtliche Schnickschnack zählt doch nur, wenn ihn unsere atlantischenKriegsherren für sich gebrauchen können.

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