Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff. Bild: Flickr / Global Panorama CC-BY-SA 2.0

Der Regierungspartner des sozialdemokratischen PT von Präsidentin Dilma Rousseff, die Partei der Demokratischen Bewegung (PMDB), kündigte den Austritt aus der Koalition an. Bei Neuwahlen droht ein Sieg der US-freundlichen Rechtsparteien. Auch George Soros scheint seine Finger im Spiel zu haben.

Von Marco Maier

Für Präsidentin Dilma Rousseff und den sozialdemokratischen PT wird es immer schwieriger, sich auf die Regierungsgeschäfte zu konzentrieren. Der Korruptionsskandal rund um die Petrobras, der Vorwurf der FIFA Steuerfreiheit für die Fußball-WM zugesichert zu haben, sowie wachsende Proteste in der Bevölkerung, sorgen für eine Destabilisierung des größten Landes Südamerikas.

Die konservative und rechte Opposition des Landes, die nicht minder tief im Korruptionssumpf steckt, profitiert von den politischen Verwerfungen im Land. Sollte das Amtsenthebungsverfahren gegen Dilma durchgehen, würde der Vizepräsident des Landes, Michel Temer (PMDB) vorübergehend die Amtsgeschäfte übernehmen. Die zentristische Partei könnte aufgrund ihrer Politik, stets Mehrheitsbeschaffer in einer Regierung zu sein, eine künftige Rechtsregierung unter der Präsidentschaft Aecio Neves unterstützen. Allerdings verzeichnete der PMDB laut einem Bericht der NGO MCCE zwischen 2000 und 2010 jene Partei, mit den zweitmeisten Korruptionsfällen, was sich bis dato wohl kaum geändert haben dürfte.

Sollte Dilma fallen und eine Rechtsregierung an die Macht kommen, würde dies auch außenpolitisch deutliche Veränderungen mit sich bringen. Brasilien, welches derzeit im Rahmen der Zusammenarbeit der BRICS-Gruppe auch mit Russland und China kooperiert, würde im Zuge des Regime-Changes wieder deutlich in Richtung Pro-USA umschwenken. Damit verlören Russland und China nach Argentinien, welches erst kürzlich einen pro-amerikanischen Präsidenten wählte, jedoch erneut einen Partner in Südamerika. Insofern würde es nicht verwundern, wenn Soros bei den "Massenprotesten" in Brasilien nicht auch igendwie die Finger im Spiel hätte. Inzwischen gehen nämlich kritische Geister auch davon aus, dass der US-Multimilliardär und Regime-Changer George Soros seine Finger mit im Spiel hat. Immerhin gehörte er auch zu den Aktienbesitzern (766.667 Aktien und Call-Optionen für 4,313 Millionen Aktien) von Petrobras, wovon er letztes Jahr alle Aktien selbst verkaufte und seine Call-Optionen auf 2 Millionen Stück reduzierte.

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4 KOMMENTARE

  1. Wo haben die USA nicht den Finger oder besser ihre dreckige Hand im Spiel, wenn ein Staat versucht, sich ihrer hegemonialen Bevormundung zu entziehen ? Selbst Russland wäre schon lange Opfer dieser hinterhältigen Politik geworden, hätte es nicht die Größe, die Atomraketen und Putin! Wobei die USA ihren Plan zur Niederwerfung der USA niemals aufgeben werden, es sei denn, sie selbst brechen unter ihrem desastreusen Schuldenberg zusammen. Aber selbst dann benehmen sie sich noch wie Hochstapler. Allerdings wird selbst den gierigen USA der Happen namens Welt als ganzes zu groß sein und sie werden daran quallvoll ersticken!! 

    • Freudscher Fehler?

       

      Denke mal die USA haben die USA schon unterworfen, siehe "Bürgerkrieg", oder besser Abspaltungskrieg oder Befreiungskrieg, wie er wohl geheißen hätte, wenn die Südstaaten mit ihrer 2 Staaten-Lösung durchgekommen wären.

       

      Zum Thema hochstapeln:

       

      Was ist denn hochstapeln? War Jesus eher Hochstapler oder "Opfer" seines eigenen Verzückungsglaubens (die Ähnlichkeit zu sogenannten Verschwörungstheorien ist bei allen Religionen mMn offensichtlich). Vieles was wir glauben, erledigt das Gehirn schon von sich aus, ohne unser Bewusstsein zu beteiligen.

       

      Wie der Glaube in den Kopf kommt ist mMn eine interessante Frage. Und Menschen glauben an alles mögliche: Papiergeld, den Weihnachtsmann, Farben, oben und unten (https://de.wikipedia.org/wiki/Umkehrbrille), Liebe, uswusf. .

       

      Ist es nicht so, dass der stärkste Glauben der ist, an den die meisten Menschen glauben?

       

      Dienen uns diese Kategorien (,die der Glaube daran uns schenkt) nicht dazu, uns in der Welt zurecht zu finden?

       

      Dass der Glaube ans derzeitige Geldsystem nicht so stabil ist, wie der dass der jüngste Tag seit tausenden von Jahren schon "sehr bald" sein wird, ist eine andere geschichte. 😉
       

  2. Wie es scheint, wird durch subversive Tätigkeiten von NGO's erneut eine Regierung ausgetauscht. Und diese Regierung hatte sich in der zurückliegenden Zeit wahrlich als unbequemer Verhandlungspartner bei der Vergabe von Ölförderlizenzen gezeigt. Hatte sie doch die Stirn, den Multis einen Anteil von über 40% der reichen neuen Ölvorkommen abzutrotzen, das konnte auf Dauer nicht gut gehen. Aus dem reichhaltigen Repertoire von Destabilisierungsmaßnahmen hat Brasilien einiges abbekommen; über eine "Zika-Pandemie",  folgenden riesigen (z.T. gewalttätigen) Demonstrationen (was einen CONTRA-Autor dazu bewogen hatte, von "Klassenkampf" zu schreiben), jetzt zu einem "Abspringen" des Koalitionspartners. — Man läßt halt nichts unversucht, wenn man in seinem Hinterhof an die Pfründe will.

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