Varoufakis glaubt nicht an Rückzahlung der griechischen Schulden

Die Situation die sich in Griechenland abzeichnet, ist erschütternd. Das Land habe ein Drittel seiner Staatseinnahmen verloren, Banken seien nicht einmal mehr in der Lage profitablen Unternehmen Kredite zu gewähren. Griechenlands Wirtschaft ist schwer angeschlagen, beklagt Ex-Finanzminister Varoufakis. 

Von Redaktion/dts

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis hält es für unwahrscheinlich, dass Griechenland seine Schulden zurückzahlen kann. In einem Gastbeitrag für "Bild" erklärte Varoufakis: "Die Rückzahlung der griechischen Schulden an Deutschland wird verdammt schwer, zumal das Land ein Drittel seiner Staatseinnahmen und des Bruttoinlandsprodukts verloren hat, Banken nicht einmal in der Lage sind, profitablen Unternehmen noch Kredite zu gewähren."

Griechenlands Wirtschaft, so Varoufakis, sei "schwerst angeschlagen". An die Deutschen gerichtet wirft Varoufakis in seinem "Bild"-Beitrag angesichts dessen die Frage auf, ob sie "dann den Reformen zustimmen" würden, "die das griechische Parlament gerade verabschiedet – auf der Druck der Gläubiger-Troika und mit dem Segen des deutschen Finanzministeriums".

Zugleich unterstellte Varoufakis der deutschen Regierung, sie wolle Athen schaden: "Die Griechen hatten lange Zeit Zweifel an der Handlungsweise ihrer eigenen Regierung. Es wäre nicht unangebracht, wenn die Deutschen beginnen würden, auch an den Beteuerungen ihrer Regierung, es gehe nur darum das Geld von Griechenland zurück zu bekommen, zu zweifeln. Und darüber nachzudenken, ob es da nicht doch noch einen anderen, geheimen Plan gibt."

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11 Kommentare

  1. Der Plan ist doch schon lange nicht mehr geheim. Da waren doch die Worte Merkels: "Zu Gunsten der NWO müssen wir bereit sein, Rechte und Souveränität abzugeben"! Was genau damit gemeint ist, hat sie nicht gesagt und Journalisten haben auch nicht nachgefragt. Man kann es allerdings in den Büchern von Thomas Barnett lesen.

    1. Die sind, denk ich, von der Dynamik selbst überrascht. Gewollt war ein gelengtes, kontrolliertes Chaos. So wie es jetzt läuft verlieren sie zusehends die Kontrolle. Gut möglich das se am Ende von ihrem eigen Schneeball überollt werden.:-)

  2. Das "gaubt" Varoufakis nicht, das "weiß" er. Sollte er zumindest wissen, der Herr Ökonom. Schulden KÖNNEN gar nicht zurückgezahlt werden, es ist unmöglich! Genau das ist der Haken an dem System.

    1. Das "gaubt" Varoufakis nicht, das "weiß" er. Sollte er zumindest wissen

      —–

      Richtig erkannt. Diese babylonische System ist so ausgelegt, das Schulden nie zurück gezahlt werden können und daher unweigerlich in die Schuldknechtschaft führen. WER hat's erfunden?

      Es darf mal wieder geraten werden.

      Der Gewinner erhält eine Woche Studienaufenthalt  im Bureau of Engraving and Printing, wo die US-Dollar (Schuldscheine) aus heißer Luft gedruck werden.

      Die Griechen haben jetzt (wie auch alle anderen Schulden-Staaten) zwei Optionen,

      Option 1: Aus dem System der Zentral-Falschgeldbanken  aussteigen und das Geld wieder selbst herstellen (Der SuperGau für die Hochfinanzbankster)

      Option 2: Weitermachen mit Merkels 'Austeritätspolitik' zur Rückzahlung der Schulden an die Hochfinanzbankster (einschl. deren CDS-Wetten) bis die Griechen ohnehin völlig pleite sind und ihnen noch nicht mal mehr das letzte Hemd gehört, das bekanntlich keine Taschen hat. 

      Der bekannte US-Ökonom, Prof. Michael Hudson rät:

      „Schulden, die nicht zurückgezahlt werden können, werden nicht zurückgezahlt.”

      und verweist auf die Beispiele Argentinien und Island.

      1. @D.v.B., wie können Sie behaupten, US-Dollar werden aus heißer Luft gedruckt? Ich habe  Informationen, das die FED für 1 Schein (egal ob 10 oder 100 $) genau 4 ct bezahlt, will heißen,  die von Ihnen genannte zu Notenpapier komprimierte "heiße Luft" für einen Schuldschein kostet 4 ct.  —  Kein Wunder, das die so "heiß" aufs drucken sind.

          1. Da sind wir doch schon, Stichwort Negativzins. Der Plan ist so Geheim nicht. Alles Privatisieren, soviel Papiergeld wie nötig Drucken um Weltweit die Versorger zu Kaufen und dann die Nationalstaaten entgültig zu begraben. Bis dahin ist die Politik nur dazu da Steuergeld zu generieren um damit das Militär auszubauen für weitere Expansion und die Finanzmärkte bei ihren Betrügereien zu stützen bis der letzte und Finale Raubzug beendet ist, die Sache entgültig in trockenen Tüchern, die Eliten für alle Zeiten etabliert sind. Gewinner wird dann wer mit nem Goldenen Löffel im Arsch geboren wurd. Der Rest wegetiert dann durch deren Gnade.

            Das der bescheidene feuchtwarme Plan oder Traum je nachdem.:-)

          2. Besten Dank für den Lektüretipp, auch wenn ich glaube, in den zurückliegenden 25 Jahren bereits zuviel dergleichen studiert zu haben. Die beiden letzten Bücher, recht gemäßigte Schriften, waren "Schulden – die ersten 5000 Jahre" von D. Graeber, sowie "Kapital im 21. jahrhundert" von Th. Pickerty. Lediglich das erstgenannte halte ich für unbedingt empfehlenswert. –  Über das "Unwesen" der Rothschilds kann ich kaum noch Neuigkeiten aufnehmen, da weigert sich bereits der Kopf. –  Veränderungen an diesem (Wirtschafts- und Finanz-) System können  in der heutigen Mediengesellschaft ohne katastrophale Einschnitte oder Ereignisse nicht mehr stattfinden, da mache ich mir nichts vor. 

  3. Politik ist heute so was wie Unterhaltung. Vergleichbar mit einem Theater als Ablenkung der Massen. Dann kann in Ruhe alles montiert werden von ein paar ganz wenigen die bestimmen wollen wie es ihnen gerade so passt. Natuerlich braucht es beide Seiten, die welche krichen, damit die anderen hersschen koennen. Also nichts neues, neuer Wein in alten Schlaeuchen.

    1. Kein noch so verschuldetes Land wird seine Schulden je zurückzahlen, am allerwenigsten die USA, die bzgl. Schulden die absolute Topspitze einnehmen. Weil sie alle pleite sind und mit Fiatgeld ihr Schuldendesaster munter weiter aufblasen, bis uns das Finanzbetrugssystem zerfetzt allen um die Ohren saust. Dann werden sich die Gewinne in Null-komma-plötzlich in horrende Verluste verwandeln.

      Vorschlag: Einen Wettbewerb ausschreiben für die Lösung der westlichen Schuldenwirtschaft. Wer die annehmbarste Lösung herausfindet, gewinnt.

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