Südkorea: China warnt USA wegen Installation von Raketensystem

Die geplante Installation eines Raketensystems in Südkorea durch die USA stößt in Peking auf massive Ablehnung. Dies würde die Stabilität auf dem Kontinent gefährden, weil die US-Raketen weit in den asiatischen Kontinent hineinreichen würden.

Von Marco Maier

Chinesische Spitzendiplomaten warnten die USA davor, ein Raketensystem in Südkorea zu installieren, welches bis weit in den asiatischen Raum hineinreichen würde. Die Tragweite einer solchen Installation, welche von der südkoreanischen Regierung in Seoul gestattet wurde, kann mit der Kuba-Krise der 1960er-Jahre verglichen werden. Oder: man stelle sich vor, China oder Russland würden ein umfangreiches Raketensystem auf Kuba installieren, welches weite Teile der USA abdecken würde. Wie wäre die Reaktion Washingtons darauf?

Hintergrund dieser Aufregung ist der Start einer nordkoreanischen Rakete am 7. Februar, woraufhin Seoul und Washington über die Installation eines "Terminal High Altitude Area Defense" (THAAD)-Systems auf einer US-Militärbasis in Südkorea diskutierten. Dabei weiß eigentlich jeder, dass der Möchtegern-Superdiktator in Pyöngjang lediglich unter einem enormen Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom leidet und stets mit allen Mitteln im Rampenlicht stehen will. Genauso wissen auch die Südkoreaner und die Amerikaner, dass das ganze Theater in Nordkorea nur eine Show ist, zumal Kim Jong-un ganz genau weiß, dass er sich nur deshalb an der Macht halten kann, weil Peking und Moskau es ihm erlauben. Insofern erweist sich die Begründung der Raketen-Installation lediglich als willkommener Vorwand, um das Bedrohungsszenario gegen China und Russland weiter auszubauen. Insbesondere Russland soll so stärker eingekreist werden.

"China lehnt entschieden jeden Versuch ab, seine Rechte und Interessen im Namen der Nuklearfrage auf der koreanischen Halbinsel zu untergraben", sagte Wang am Freitag am Rande der Münchner Sihcerheitskonferenz gegenüber Reuters. Er fügte hinzu: "Die Errichtung eines THAAD Systems durch die USA geht weit über die Sicherheitsbedürfnisse auf der koreanischen Halbinsel hinaus. Die Reichweite dieses Systems deckt weite Teile des asiatischen Kontinents ab. Es beeinflusst die Sicherheitsinteressen von China und anderen asiatischen Ländern direkt."

Bei einem Treffen mit US-Außenminister John Kerry in München am Freitag sagte Wang, die USA müssten vorsichtig sein, wenn sie Chinas Sicherheitsinteressen untergraben würden oder "neue Komplikationen für den regionalen Frieden und die Stabilität hinzufügen würden". Fu Ying, Leiterin für ausländische Angelegenheiten des Nationalen Volkskongresses sagte bei der Münchner Sicherheitskonferenz, China sei über die US-Aktionen irritiert und verärgert, zumal die USA China angewiesen hätten, in der Nuklearfrage auf der koreanischen Halbinsel zu kooperieren, während Washington bereits Gespräche mit seinen südkoreanischen Verbündeten über die Installation des THAAD Systems geführt habe.

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Das forsche Vorgehen der USA in der Region sorgt zunehmend für massive diplomatische Spannungen zwischen Peking und Washington, sowie deren Verbündeten in Südostasien. Dabei sind es vor allem die Amerikaner, welche aktiv die Konfrontation suchen und sich in die inneren Belange der südostasiatischen Staaten einmischen, anstatt diese ihre Angelegenheiten selbst regeln zu lassen.

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12 Kommentare

  1. Die US-Kriegstreiber suchen überall die Konfrontation. Wann endlich hört dieses verbrecherische vorgehen endlich auf? Überall auf der Welt schnüren die Amerikaner Konflikte. Warum bilden Russland, China, Indien, Iran, Brasilien….eine militärische Allianz. Sollte ein Staat bedroht werden, helfen ihm die anderen.  

    1. China hat es schon längst erkannt, die US-Kriegstreiber werden nie aufhören auf der ganzen Welt Twist und Unfrieden zu streuen. Um dem Einhalt zu gebieten, muss die USA dem Boden gleich gemacht werden.

  2. Es sind nicht die "Amis", die die Konfrontation suchen, sondern jene Unantastbaren, die sich die USA wie einen Gürtel umgeschnallt und ihr Hemd darüber zugeknöpft haben.

    Die gleichen Unantastbaren übrigens, die sich aktuell aus Anlass der U-Bootgeschenke aus Deutschland mit weiteren Forderungen bedankt haben.

    Diese nahöstliche Region muss etwas ganz Besonderes an sich haben – fast alle Menschheitsübel haben dort ihren Ursprung.

    1. Ja,klaut manchen Autoren ( Drunvalo ect.) stellt es ein Tor zu anderen Dimensionen dar. Daher der Kampf um die Vorherrschaft. Ob was dran ist, muß jeder selbst beurteilen.

  3. Anscheinend ist die geforderte Qualifikation für die US Regierung die Ausbildung zum Pyromanen! Zündeln können sie. Und ihre Lager sind voll von gut brennenden Lunten!

  4. die beissen überall in den kuchen , die scheiss amis,die können nicht genug bekommen.aber ich denke mal so langsam werden ihnen die bissen im halse stecken bleiben.das eine ist eine hegemonialmacht zu sein, das andere extrem ist halt der eines agressors.

    und so langsam haben sie es sich verscherzt mit allen, in ihrem einflussbereich ignorieren sie die bedürfnisse nach frieden bei ihren verbündeten, und zündeln an jeder ecke, dabei sind sie garnicht in der lage auch nur in einer krisenregion die kontrolle zu behalten. das einzige was sie haben ist genug atomraketen,und wenn es so weitergeht sehe ich die existens der menschheit gefährdet wenn sie denken sie können sich alles rausnehmen.china und russland haben langsam kein bock mehr auf die ihre agressionen,und sagen sich lieber ein ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende

    1. STIMMT, und dann ist noch erwähnenswert das die "GUTEN USA", spezialisten für Anschläge sind. zb Linken oder Kennedy

      Hätte man sicher gern dem IS oder Russland oder China oder auch Nordkorea angehängt.

      Nun, alles was ich über Amerika weiss und lese deutet auf die totale Vernichtung der Welt
      durch die USA.

      Dabei wäre eine Welt ohne USA eine Welt ohne Angst und Schrecken.

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