Köln stellt Sicherheitskonzept für Karneval vor

Möglichst viel Polizisten im Einsatz, werden in Köln in der Karnevalszeit auf den Straßen sein. Verbesserte Ausleuchtung und Videoüberwachung solle zusätzlich Straftaten verhindern. Polizeigewerkschaftschef Wendt fordert eine neue Regelung für den Abbau von Überstunden.

Von Redaktion/dts

Die Stadt Köln und die Kölner Polizei haben am Montag ihr Sicherheitskonzept für den Karneval vorgestellt. Nach den Vorfällen in der Silvesternacht sei das Konzept entsprechend angepasst worden, sagte der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies. So seien unter anderem die Dienstpläne umgestellt worden, um möglichst viele Polizisten im Einsatz zu halten.

Neben verbesserter Ausleuchtung soll zudem an zentralen Orten wie dem Bahnhof und in der Altstadt Videoüberwachung eingesetzt werden. Mathies wies darauf hin, dass sich in den vergangenen Jahren an den Karnevalstagen etwa 50 Sexualstraftaten in Köln ereignet hätten. Auch in diesem Jahr könnten derartige Vorfälle nicht ausgeschlossen werden. Im Bezug auf Terrorismus gehe man von einer "abstrakt hohen Gefährdungslage" aus, konkrete Hinweise auf einen möglichen Anschlag gebe es jedoch nicht. "Ich vertraue darauf, dass die Kölner Polizei ihre Aufgaben erstklassig wahrnimmt", betonte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Polizeigewerkschaft erwartet Tausende Überstunden im Kölner Karneval

Angesichts des massiven Polizei-Einsatzes beim Kölner Karneval fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) neue Regelungen für den Ausgleich von Überstunden: "Das ist eine ungeheure Belastung für die Polizei. Es wird wieder Tausende Überstunden geben", sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Kölner Polizei soll an Weiberfastnacht – dem Tag mit den traditionell meisten Vorfällen – mit 2.500 Beamten auf den Straßen präsent sein, dreimal so viele wie im vergangenen Jahr.

"Für dieses Problem haben wir in NRW noch keine Antwort gefunden", klagte Wendt. Überstunden "abzubummeln" sei in der angespannten Situation nicht möglich. Überstunden auszubezahlen gehe wegen der Haushaltslage nicht. Wendt schlug vor: "Überstunden sollten auf Langzeitarbeitskonten gespeichert werden. Dann können Polizisten zum Beispiel ein Jahr Auszeit nehmen, einen langen Urlaub machen oder früher in den Ruhestand gehen." Das Problem habe sich zuletzt wegen der angespannten Sicherheitslage verschärft. So habe die Bereitschaftspolizei in Nordrhein-Westfalen im vergangenen halben Jahr 600.000 Überstunden angesammelt, die Bundespolizei zwei Millionen Überstunden. Bisher verfallen Überstunden nach einigen Jahren, wenn sie nicht "abgebummelt" oder ausbezahlt werden. Wendt lobte zudem das Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei für den Kölner Karneval. "Ich bin super zuversichtlich, dass sich das bewährt und die Übergriffe von Silvester sich nicht wiederholen. Die Stadt und die Polizei tun ihr Möglichstes", sagte Wendt.

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10 Kommentare

  1. Schaun wir mal…man sollte alle Deutschen – so wie die Rocker – aus Köln verbannen! Und dann juppheidi…und immer schön weggucken Ihr lieben Bedienstete der BRD GmbH…Kammelle die Afrikaner kommen…

  2. 2500 Polizisten, davon viele die aber in anderen Städten abzogen werden, weil die ganze Welt auf Köln schaut ? !

    Epoch Times: 2 Kinder (5 und 7 Jahre) aus Fenster gefallen,syrischer Vater in U-Haft. Diese Nachricht gab es auch im WDR (TV), nur das der WDR die Nationalität des Vaters NICHT genannt hatte.

  3. Nachtrag:

    Epoch Times: CDU Abgeordneter REHBERG will unsere Jugend (auch seine Töchter, falls er welche hat ?) zur "Zwangsarbeit" am Asylanten verpflichten. Und ihnen den vielen Gefahren beispielsweise in Asylanten Unterkünften aussetzen ? !

    Dazu fällt mir die Nachricht von vorige Woche aus Schweden ein: 21jährige Flüchtlingshelferin von 16 jährigen Asylanten brutal mit mehreren Messerstichen erstochen ( woran die junge Frau gestorben ist) und ganz Schweden steht unter Schock.

    Epoch Times: Berlin will 10.000 Asylanten ( Illegale) in Hotels unterbringen:18.000 Euro je Bett pro Jahr.

    Epoch Times: Taxifahrten für Asylanten empören " Rentnerverband " (zu recht).

    1. Richtig Emma, da habe ich auch von einem Taxifahrer aus Leipzig erfahren, dass die die Flüchtlinge teilweise bis Chemnitz fahren  und das von der Stadt bezahlt bekommen.

      Von dieser Verfahrensweise können unsere Kranken und auch Rentner nur träumen.

    1. Ja vor allem die Pharmaindustrie blüht auf. Viele der Afghanen kommen mit Hepatitis C an und um die zu verarzten, da wird spekuliert, da diese Medizin so teuer ist, das da ein Einfamilienhaus dafür gekauft werden könnte um die endgültig zu therapieren.

  4. Wegen der Haushaltslage … können die geleisteten Überstunden nicht bezahlt werden ? Diese müssen aber geleistet werden angesichts der Tatsache das "Fachkräfte" dies nötig machen ! 

    Aber  diese "Facharbeiter" rundum zu versorgen und zudem noch mit Samthandschuh – nur wedeln, bloß nicht anfassen (!) – das ist drin ? 

    Wir werden sehen wie Karneval 2016 ausgeht und wie die Polizei vorgehen wird (darf ) im Falle von "Facharbeiter-Gruppen-Beschäftigung". 

    Fakt ist : Nach längerer Zeit war ich am Samstag  am Hbf/Dom und habe kaum glauben können wie es a) dort aussieht und b) was während der Durchquerung in Richtung Breslauer Platz an  "Ansprachen"… stattfand. Widerlich das Ganze ! Ich habe viele Jahre in meiner "Sturm u.Drang -Zeit"  in Köln gelebt … daher kann ich beurteilen wie sehr sich Köln (und sicher viele andere Städte) verändert hat ! 

    Ich hoffe das Karneval 2016 für "uns Naturbekloppte" nicht zu einem Desaster wird, weiß aber aus involvierten Kreisen das mitnichten "keine Bedenken" bestehen sondern im Gegenteil höchste Anspannung herrscht –  und  unter den Polizisten mehr und mehr unverhohlene Wut hochkocht !

    Die "Sylvesterwolke " – Frau OBin … Sie werden sich in Köln garantiert nicht lange halten ! – und Sie sollten bis zu Ihrer Ablösung weniger, noch besser gar nichts mehr sagen ! Von "einer Armlänge Abstand" über "Sylvesterwolke" bis "keine Bedenken" kam bisher nur gequirlte Unfähigkeit/Ahnungslosigkeit zu Tage !! Aber vielleicht sollen Sie sich ja auch derart diskretitieren, ist Ihnen schon mal in den Sinn gekommen das Sie diesen Job nur bekommen haben damit Sie diejenige sind die man verantwortlich machen kann ? Wenn nicht, sollten Sie ihre Sinne "aktualisieren". 

     

  5. Und nun die totsichere Übergriffsabwehranweisung für den Kölner Karneval

    1. Immer auf Armlänge sich von anderen entfernt halten.

    2. Immer griffbereit ein Kamellespray dabei haben.

    3. Dekoration mit Schweineohren ist für jeden Kraut Pflicht.

    4. Bitte sich generell dem Kölner Karneval nicht näher als 50km nähern.

    5. Pink, Rot und Rose ist nun nur noch Männern vorbehalten.

    6. Mantraartig "Wir schaffen das, wir schaffen das, wir schaffen das" 8 mal am Tag gen Berlin beten. Falls das dann doch nicht mehr möglich erscheinen sollte bitte dann den Zusatz "Land ab" hinzufügen.

  6. Karneval wird in Deutschland niemehr das sein was es einmal war, dank der Bundestagsparteien die  Tag und Nacht darüber nachdenken was sie denn für das Volk Gutes tun können!(Ironie) Wenn Deutschland nicht untergehen soll müssen seine inneren Feinde entmachtet werden und das schnellstmöglich!

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