Keine Angst vor Trump und Sanders

Zwei Ausnahmekandidaten bestimmen derzeit den Ton im Vorwahlkampfgetöse rund um das US-amerikanische Präsidentenamt: Donald Trump und Bernie Sanders. Doch selbst wenn einer von ihnen gewinnt – was soll sich wirklich ändern?

Von Marco Maier

Kaum einer der anderen Kandidaten für die Präsidentenwahl in den USA bekommt so viel mediale Aufmerksamkeit wie der exzentrische Republikaner Donald Trump und dessen demokratischer Gegenpart Bernie Sanders. Gilt Ersterer als rechter Populist, so wird Letzerer als "Sozialist" bezeichnet – auch wenn dies so nicht stimmt. Denn mit der politischen Linken europäischer Prägung hat Sanders gewiss nicht viel am Hut.

Dementsprechend groß fallen auch die jüngsten Vorwahlerfolge der beiden Kandidaten ins mediale Gewicht. Was solle nur geschehen, falls einer von beiden tatsächlich ins Weiße Haus einzieht, so die oft gestellte Frage. Es regiert die Angst davor, dass sie in diesem Fall eine deutliche politische Kursänderung durchführen würden. Eine Kursänderung, die das Land deutlich nach rechts oder links driften lassen würde.

Doch wer die US-Politik kennt der weiß, dass der Präsident im Endeffekt auch nur eine Marionette ist, deren Macht beschränkt ist. Die letzten Monate der Obama-Präsidentschaft unter dem republikanisch dominierten Kongress zeigt dies doch deutlich auf und einfach so per Dekret regieren geht auch nicht. Zudem wird die US-Politik ohnehin von den Großkonzernen gelenkt, die die ganze Politikerriege gekauft haben. Die Finanzierung der Wahlkämpfe muss sich ja lohnen, oder?

Egal wer der nächste US-Präsident wird: Er (oder sie) wird so oder so auf entsprechende Mehrheiten im Kongress angewiesen sein um die eigene Agenda umzusetzen. Ob es dann nach außen hin ein "Hardliner" oder ein "Moderater" Präsident sein wird, spielt hierbei nur eine geringe Rolle – wenn es nämlich um die Interessen der US-Konzerne geht, kennen die US-Politiker ohnehin nur eine Sprache: jene des Krieges.

Loading...
Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

2 Kommentare

  1. Na, ganz so einfach ist das wohl nicht:

    Donald Trump Ted Cruz Goldman Sachs and the Zionist Oligarchs

    Former Republican Member of the House of Representatives-LA Dr. David Duke discusses Donald Trump, The Zionist control over the candidates of both parties for President of the United States and the possibility that Donald Trump could be the first President in our lifetimes who puts America First!

    Auch gegen einen sog. 'Linken' Kanditaten – wenn er denn ökonomisch 'links', also sozial wäre  und kein 'Kulturmarxist' – hätte ich überhaupt nichts einzuwenden. Allerdings würde sich dann bei der Einwanderungspolitik nichts ändern und die USA würden weiterhin -wie Europa- mit Millionen und Abermillionen Illegalen Landnehmern überschwemmt.

    Also los gehts mit Dr, David Duke:

    https://www.youtube.com/watch?v=EOIeJiKZLJA

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.