Neu freigegebene Dokumente zeigen, dass die Soldaten der Kadena Air Base in Okinawa das dortige Grundwasser massiv verseuchten. Ohne Konsequenzen für die Besatzer, die in Japan – wie auch in Deutschland – faktisch tun und lassen können was sie wollen.

Von Marco Maier

Japan, welches wie Deutschland auch seit dem Zweiten Weltkrieg von US-Truppen besetzt gehalten wird, musste durch die Besatzungstruppen einiges erdulden. Nun zeigen infolge des "Freedom of Information Act" freigegebene Akten, dass auch die Grundwasserversorgung von Okinawa dem unverantwortlichen Handeln der Besatzungstruppen zum Opfer fiel. Interne Berichte zeigen, dass auf dem größten US-Luftwaffenstützpunkt im Pazifik allein in den letzten 15 Jahren 21.000 Liter an Feuerlöschmitteln – einige davon toxisch – durch "Unfälle" versickerten und das Grundwasser in der Region verseuchten.

So berichtet die Japan Times davon, dass beispielsweise im vergangenen Mai ein betrunkener US-Marine das Feuerlöschsystem aktivierte, wodurch ein Hangar mit über 1.500 Litern "JET-X 2,75 Percent" geflutet wurde. Dieser Feuerlöschschaum wird von der US-Regierung als gefährlich eingestuft, da die dort enthaltenen Substanzen krebserregend sind und neurologische sowie fortpflanzungstechnische Schäden verursachen. Die US-Soldaten spülten den giftigen Schaum einfach in nahegelegene Gewässer.

Die Behörden von Okinawa gaben an, in den Gewässern rund um die Kadena Air Base hohe Werte an Perfluoroctansulfonat (PFOS) gemessen zu haben. Messungen im Jahr 2014 ergaben Werte von bis zu 1.320ng/L PFOS im Dakujaku Fluss nahe der Militärbasis. Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) gab als maximalen Grenzwert für Trinkwasser von 200ng/L an – und das auch nur für kurze Zeit. Bei länger anhaltender Aufnahme führt dies ebenfalls zu Schädigungen des Körpers.

Das Beispiel der Kadena Air Base ist nur eines von vielen, wie wenig verantwortungsbewusst sich die US-Besatzungstruppen in fremden Ländern verhalten. Das Schlimmste daran ist jedoch, dass sich weder die japanische Bevölkerung noch die japanische Regierung wirklich dagegen zur Wehr setzen können – zumindest so lange, wie nicht alle an einem Strang ziehen. Eigentlich müssten die Japaner die US-Besatzungstruppen genauso zum Teufel schicken wie die Deutschen oder die Italiener es tun sollten.

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6 thoughts on “Japan: US-Militärbasis verseucht Grundwasser”

  1. Auch die Japaner müssen schon über Jahrzehnte wirklich Schlimmes ertragen! Zwei Atombombenabwürfe sind nur ein kleiner Teil davon! Auch sie haben stets US-Vasallen in der Regierung, die den US-Despoten vollkommen unterwürfig sind!

  2. Die Verseuchung von Grundwasser ist nicht das Einzige, was das US-Militär anrichtet. Weltweit wo US-Militärbasen sind, welche ja täglich ihr Flieger starten lassen, leiden die Menschen an Lärmbelastung und Luftverschmutzung. Des Weiteren sind die US-Soldaten in den Ländern, wo sie stationiert sind nicht anklagbar, entsprechend hoch ist deren Kriminalitätsquote – angefangen von Schlägereien bis Mord. Über Okinawa (meine ich) gibt es eine Bericht im Fernsehen letztes Jahr – da wurde einem übel.

  3. Interessant…und meine Frau +  Schwager wurden auch gleich hellhoerig….diese Meldung hatte ich bisher nicht in den hiesigen Medien entdecken koennen, was aber auch nicht verwunderlich ist…Japaner werden seit TTP regelrecht vergewaltigt mit daemlicher US-Werbung im TV! Hier hat die Zion-Medien – und Bankenmafia auch schon das Monopol ueber die Buerger…mir graut vor der Zukunft! Allerdings passt diese Meldung zum Benehmen der Donuts hier auf den okkupierten Militaerbasen…da werden Frauen und Kinder! vergewaltigt aber Nippon hat keine Rechtshoheit diese ungebildeten, kulturlosen, nationslosen Donuts vor Gericht zu zerren. Blos gut das wir nicht in Okinawa leben….die Menschen dort tun mir leid!

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