Ex-Botschafter Kornblum rechnet nicht mit Trump als US-Präsident

Laut Kornblum ist der typische Trump-Wähler wohl eher der untersten Schicht zuzuordnen. Ohne Ausbildung und oft auch ohne Schulabschluss, unzufrieden und verbittert, die Schuld daran gibt dieser Wähler der Politik. Der Vorstand der Atlantikbrücke hofft, dass Trump von seiner Partei nicht nach dem Vorwahlkampf nominiert werde.

Von Redaktion/dts

Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, rechnet nicht damit, dass Donald Trump bei den US-Vorwahlen die Nominierung für die Republikaner schafft. "Auch wenn sich Teile der Republikaner-Spitze seit einigen Wochen auf eine Nominierung Trumps als Präsidentschaftskandidat einstellen und das begrüßen, bin ich sicher: Trump wird nicht US-Präsident", so Kornblum in einem Gastbeitrag für die "Bild".

"Und ich bin mir sogar relativ sicher, dass er es nicht bis zur Nominierung schafft. Der typische Trump-Wähler sei nicht repräsentativ für ganz Amerika." Zur Begründung für Trumps Popularität sagte Kornblum der "Bild": "Wir erleben gerade eine große Aufwallung gegen das Establishment – nicht nur in Amerika. Wenn jetzt also in Deutschland und Europa über Trump gelacht wird, wird vergessen, dass es Ähnliches auch hier gibt."

"Der typische Trump-Wähler sei zwischen 35 und 55 Jahre alt und meistens weiß, ohne Universitäts-Bildung und oft ohne Schulabschluss". Sie hätten ihren Stolz verloren haben und würden das der Politik ankreiden. Trump stehe stellvertretend für Unzufriedenheiten, Verbitterungen und Emotionen. Er sei "Eine Reaktion des `normalen Bürgers` auf die Komplexität der Zeit", erklärte Kornblum.

Atlantik-Brücke-Vorsitzender nennt Trumps Auftritte "irritierend"

Der Verein Atlantik-Brücke zur Stärkung der deutsch-amerikanischen Freundschaft sieht mit einigen Bedenken, dass die Republikaner zur US-Präsidentenwahl möglicherweise Donald Trump aufstellen: In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" nannte der Vorsitzende Friedrich Merz die Auftritte Trumps "irritierend". Er hoffe, dass die beiden großen US-Parteien nach dem Vorwahlkampf Kandidaten nominierten, "die das Land zur Mitte hin einigen und nicht weiter spalten", sagte der Politiker. Wenn die Republikaner das Land befrieden wollten, dürften sie nicht Trump nominieren.

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Merz sagte, das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA sei heute rationaler als früher. Die Abwägung eigener Interessen spiele mittlerweile eine größere Rolle als die große Emotionalität in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals seien noch viele US-Soldaten in Deutschland stationiert gewesen. "Alleine deshalb gab es viele persönliche und familiäre Beziehungen", erklärte der Vorsitzende der Atlantik-Brücke. "Trotzdem müssen wir uns auf dieser Seite des Atlantiks darüber im Klaren sein, dass es ein strategisches Interesse gibt, die Partnerschaft mit Amerika auch im 21. Jahrhundert fortzusetzen."

Das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA könne dazu beitragen. Der Abschluss dieses Abkommens bleibe auch nach den US-Wahlen auf der Tagesordnung, sagte Merz. Er äußerte teilweise Verständnis für die Kritik an dem Abkommen. Dies gelte insbesondere für die "katastrophale Kommunikationsstrategie" der EU-Kommission, die das Verhandlungsmandat über Monate geheim gehalten habe. "Hier sind die Kommission und alle Befürworter ohne Not in die Defensive geraten, und jetzt kämpft man an gegen Vorurteile, halbe Wahrheiten und emotionale Beweggründe gegen TTIP." Wenn das Abkommen irgendwann vorliege, werde sicherlich ein großer Teil der Kritik in sich zusammenfallen, weil die von den Kritikern genannten Punkte dann gar nicht in das Vertragswerk aufgenommen sein würden.

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9 Kommentare

  1. Kornblum fürchtet um den Einfluss seiner Stammesgenossen, die in den letzten Jahrzehnten jeden POTUS regelrecht umstellt hatten und sehnt sich nach den Zeiten zurück, als er noch König – äh, Gouverneur – aah, Botschafter in Deutschland war.

  2. Schlechter Analyst oder böswilliger linker Meinungsmacher. Wer Trump wählt ist dumm und arm und gehört zur Unterschicht. Fas wie bei uns. Wer AFD wählt ist aus der Sicht der Sozialisten der gleiche dumme Fiesling und vergißt dabei, daß die eigene Entstehung genau dieser sogenannten Unterschicht zu verdanken ist. Die linken Demokraten sind für die USA das gleiche Problem wie die Sozialisten für Deutschland. Die haben die gleichen Gewohnheiten, Wasser predigen und Wein saufen. In dieser Grundlinie sind sie sich alle gleich.

  3. Kornblum als Vertreter der Neocons ist lediglich Klaque der Zionisten, welche gerne einen der Ihrigen im Präsidentensessel hätten  Denen sind die normale Bevölkerung der USA völlig egal und daher vertritt Kornblum die Interessen der Geldsäcke und Weltdestabilisierer.

  4. Natürlich nicht, denn Kornblum weiß nun wirklich bescheid, wer im Hintergrund die Strippen zieht! Trump gehört eben nicht zum Club derer, die schon seit langer Zeit die Geschicke dieser Welt lenken!

  5. aha….Kornblum rechnet also nicht mit Trump? Die Frage ist…wer ist dieser Zionist Kornblum? Der, der vor einiger Zeit in einer deutschen Takshow auf die Frage der Souverainitaet der Deutschen mit hoenischem Akzent geantwortet hatte – Wir (die ZION-JUDEN) werden Deutschland niemals die Unabhaengikeit erlauben? Ich wuensche dieser Ratte einen schmerzhaften, baldigen Tot!

    1. Es kommt aber schon auch darauf an, auf wessen Gehaltslisten dieser Geschäftsführer steht! Das sind seit ca. hundert Jahren immer die selben Personenkreise!

  6. Kornblum, der Auserwählte wird ja wohl wissen was richtig ist und was eben nicht. Oder? Stellt sich nur die Frage; wie lange dürfen sie sich noch einbilden Alleinrechte über die Menschheit ausüben zu dürfen…

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