Der Streit um die Flüchtlingspolitik zwischen den beiden Unionsparteien könne deren Beziehung dauerhaft beschädigen, so Markus Söder. Die Union müsse angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen mehr Einigkeit zeigen.

Von Redaktion/dts

In der CSU machen sich Sorgen breit, dass das Verhältnis zwischen den beiden Unionsparteien wegen des Streits um die Flüchtlingspolitik dauerhaft beschädigt werden könnte. Bayerns Finanzminister Markus Söder sagte der "Süddeutschen Zeitung", in jeder Familie werde "intensiv über die Flüchtlingsfrage diskutiert, das ist an der Basis von CDU und CSU nicht anders". Das Land sei "aufgewühlt". Wegen des aktuellen Streits seien "aus den Schwesterparteien entfernte Verwandte geworden". Es bestehe "die Gefahr einer tief greifenden Entfremdung zwischen CDU und CSU". In zwei Wochen stünden drei wichtige Landtagswahlen an.

Vor allem Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz seien "existenziell wichtig für die Zukunft der Union". Deshalb bräuchten "die Wahlkämpfer dort die volle Unterstützung der eigenen Parteiführung, ihnen darf nicht mehr in den Rücken gefallen werden". Söder spielte damit unter anderem auf die Kritik von Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) an den CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf und Julia Klöckner an. Der Finanzminister sagte, nach den Wahlen am 13. März sei "eine schonungslose Bestandsaufnahme" nötig.

Dafür sei "neben den Gesprächen der Vorsitzenden eine Generalaussprache der Vorstände beider Parteien sinnvoll". Daraus könnte "neue Gemeinsamkeit erwachsen". In der CDU wurde am Donnerstag darauf hingewiesen, dass Söder zwar den Kurs der Kanzlerin regelmäßig inhaltlich hart kritisiere, aber – im Gegensatz zu CSU-Chef Horst Seehofer oder CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer – auf persönliche Angriffe auf Angela Merkel, Kanzleramtsminister Peter Altmaier und andere CDU-Granden verzichte. Inhaltlich machte Söder allerdings auch am Donnerstag keine Konzessionen.

Er sagte der SZ, in der Flüchtlingspolitik werde "die Position der CSU von der Mehrheit der Bevölkerung, aber auch von vielen an der CDU-Basis geteilt". Das Beste wäre eine internationale Lösung der Flüchtlingskrise, wie sie Merkel anstrebe, diese sei "aber in keiner Weise in Sicht". Das "Wohl und Wehe Europas" dürfe nicht allein an der Türkei hängen, "deshalb brauchen wir neben den Bemühungen um eine internationale Lösung nationale Maßnahmen". Das Beispiel Österreich zeige, "dass nationales Handeln zum unmittelbaren Rückgang des Flüchtlingszustroms führt". Deutschland sollte "Wien daher unterstützen und nicht kritisieren".

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9 thoughts on “CSU macht sich Sorgen um das Verhältnis zur CDU”

  1. Die Führung der CSU möchte sich gerne durchlavieren, man könnte auch sagen, die möchten duschen, ohne dabei naß zu werden. Das wird aber nicht funktionieren und der Versuch vor den Wahlen den ewigen Landfrieden zu heucheln ist der bemitleidenswerte Versuch zu retten, was noch zu retten ist. Die Bürger sind gerade durch das Internet mittlerweile weit besser aufgeklärt, als dies noch vor 10 Jahren der Fall war. Vor allen Dingen, kann man sich aus einer Vielfalt weltweit orientieren und die Systempresse dabei völlig ignorieren, es sei denn, man möchte Vergleiche anstellen. Wer sich nicht mehr bemüht ehrliche und für das Wohl des Volkes vernünftige Politik zu betreiben wird untergehen. Wären die intelligent, dann würden sie die Taktik ändern, aber wie immer im Leben, Hochmut kommt vor dem Fall.

    1. "..die möchten duschen, ohne nass zu werden.."  — Das beschreibt Söders Lamentieren wunderbar.  " .. aus Schwesterparteien seinen entfernte Verwandte geworden..". Vergleichbar mit der Tante aus dem fernen Israel?

  2. Ach das Gottchen!
    Also, dagegen sein, aber trotzdem bis zum Ende mitmachen.
    Habe von der CSU nichts anderes erwartet.
    Außerdem gibt es keine Flüchtlinkskrise.
    Nur an den Haaren herbeigezogen um Deutschland für die Interessen der Globalisierung schneller zu zerstören.
    Gaddafi sagte nicht umsonst ihr seid Ideoten.
    Wusste er doch nicht, das dieses genau gegen Deutschland und Europa gewollt war.

    https://www.youtube.com/watch?v=d2edBrJ93OU

  3. Es gibt für die CSU absolut nichts zu diskutieren, sofort raus aus der Koalition oder Mittäter.Das Problem des deutschen Untergangs ist so groß, dass es mit Wahlen schon lange nichts mehr zu tun hat, damit redet man die Ungeheuerlichkeit klein. Als Jurist kann Söder uns ja  allen  eine auf den Nägel brennende Antwort zu einer Rechtsfrage geben: Ein maßgeblicher CDU-Mann hat behauptet, dass in diesem jahr 10 Millionen muslimische Infiltranten nach Deutschland kommen.Folge: Wir befinden uns im Vorstadium des Dschihad des Schwertes-Phase III- der Islam fühlt sich stark , beginnt  Nichtmuslime bald  zu massakrieren!!!!   Merkel, Maas und Söder wissen das. Rechtsfrage: Hat die deutsche Bevölkerung ein Notwehrrecht nicht im eigegen Land von diesen muslimischen Infiltranten massakriert zu werden, wenn sie nicht zum Islam übertreten oder müssen sie sich das gefallen lassen??? Merkel, Maas und Söder und wie sie heißen sollen nicht über Fremdenfeindlichkeit faseln, sondern ganz konret zu der gestellten Frage Stellung nehmen, dann wissen wir wo wir dran  sind. Angesichts der Menge muslimischer Infiltranten kann die Polizei die Deutschen nicht schützen auch die Bundeswehr nicht!

  4. Ich mach mir weniger Sorgen um die Einheits Parteien die nämlich nur Merkels Weg folgen. Meine Sorgen sind: Das DEUTSCHLAND und Europa dank der deutschen Politik, untergehen wird.

  5. Nachtrag: obwohl alle wissen, das Merkels Politik, kopflos und für Deutschland und Europa vernichtend ist, wird einfach sich weggeduckt und abgewartet, und lassen andere EU Länder handeln. Damit Merkel ihren Kurs beibehalten kann.

    Preußische Allgemeine Nachrichten: Erdogans Krallen,"Personifizierte Fluchtursache: Merkel setzt auf einen " Weltenbrandstifter". Und das weil sie ihre kopflose Politik nicht aufgeben will und von allen EU Ländern isoliert ist.

  6. Für die C-Stammtischrunden bei 1,8 Promille intus reichts allemal: Die CSU wird denen…. rüpls…, zeigen…… wo…..rüpls… der Bartel den….. rüpls……Most holt !

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