Telefonaufzeichnungen, die von der türkischen Zeitung "Cumhuriyet" veröffentlicht wurden, belegen, dass das türkische Militär mit der Terrororganisation "Islamischer Staat" zusammenarbeitet.

Von Marco Maier

An der türkisch-syrischen Grenze floriert der Handel zwischen beiden Ländern. Allerdings nicht mit gewöhnlichen Gütern, sondern mit Erdöl aus den IS-Gebieten, sowie mit Waffen und Munition. Belegt wird dies unter anderem durch aufgezeichnete Telefongespräche zwischen dem IS-Vertreter Mustafa Demir und türkischen Militärangehörigen, die in einem Prozess in Ankara als Beweismittel vorgeführt wurden. Entsprechend der Beweise hatte "Demir von Schmugglern Geld in Form einer Glaubensabgabe an der Grenze bekommen und mit Offizieren zusammengearbeitet, um die Grenze passieren zu können".

Auf der Anklagebank sitzen neben Demir noch weitere 26 Personen, darunter auch Ilhami Bali, welcher den Auftrag zum Terroranschlag vom 10. Oktober 2015 in Ankara in Auftrag gegeben haben soll. Ins Rollen kam der Fall deshalb, weil türkische Bürger deren Angehörige von der islamistischen Miliz angeworben wurden Anzeige erstatteten.

Dass die Cumhuriyet-Redaktion dieses Beweismaterial veröffentlichte, gilt als Retourkutsche gegenüber der türkischen Staatsführung. Diese hatte den Chefredakteur Can Dündar und den Korrespondenten Erdem Gül im November 2015 verhaften lassen, weil sie einen Bericht über Waffenlieferungen der türkischen Behörden an den "Islamischen Staat" publizierten. Daraufhin wurden die beiden Journalisten wegen "Spionage" und "Beteiligung an einer Terrororganisation" angeklagt.

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Angesichts dieser sich verdichtenden Beweislage hinsichtlich der Zusammenarbeit türkischer Behörden mit der Terrormiliz sollte Präsident Erdogan sein Rücktrittsversprechen langsam mal in die Tat umsetzen. Immerhin ist er auch der Oberbefehlshaber der türkischen Armee und somit auch für deren Taten mitverantwortlich.

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10 KOMMENTARE

    • Sie braucht noch Menschenmaterial für ihren C-K-Plan und die kommen in nächster Zeit aus der Osttürkei. Plan Erdogan-Merkel,EU soll beteiligt sein pro forma, Orban hat schon abgewunken!

  1. Der Herr Erdogan wird genauso wenig zurück-treten wie Gabriel,Merkel,Obama etc.

    Die sind alle aus dem selben Holz geschnitzt.

    Genauso wie die EU…die hält nur noch der Dreck zusammen.

    Gleich und gleich gesellt sich gern.

    Wenn es sich um Geld handelt,gehört jeder der gleichen Religion an./Voltaire

  2. Nun mal ehrlich.Das ist doch nichts Neues.Die Türkische Regoerung unter den Hitler des 21 Jahrhundert haben doch die USA .GB und EU gewollt.Der Trottel soll doch die Drecksarbeit

    machen.Geht in die Geschichte .1933 mußte Deutschland ran.

    Hoffen wir das es nicht so endet wie 1945.Aber ich glaube das werden wir wenn es die Geschichte so will nicht erleben.Ich wünsche Allen das sie jeden Tag genießen.

  3. Die Verblödungsmaschinerie Bild, ARD, ZDF, Springer, Funke, all die Kleber, Lanz, Krause, Roth sind Hauptverantwortlich für die Kriegstreiberei der EU-Nato gegen Russland, Iran, Syrien …… wiel diese das Volk belügt um die eigenen Taten zu verheimlichen oder durch Verdrehung von Tatsachen zu rechtfertigen. Die größte Lüge ist das Weglassen. Darin sind die MSM hervorragend. 

  4. Dass die Cumhuriyet-Redaktion dieses Beweismaterial veröffentlichte, gilt als Retourkutsche gegenüber der türkischen Staatsführung. Diese hatte den Chefredakteur Can Dündar und den Korrespondenten Erdem Gül im November 2015 verhaften lassen, weil sie einen Bericht über Waffenlieferungen der türkischen Behörden an den "Islamischen Staat" publizierten. Daraufhin wurden die beiden Journalisten wegen "Spionage" und "Beteiligung an einer Terrororganisation" angeklagt.

    ganz anders, als der souveräne, unabhängige brd-stream – sowohl main als auch alternative! 

  5. Telefonaufzeichnungen, die von der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ veröffentlicht wurden, belegen, dass das türkische Militär mit der Terrororganisation „Islamischer Staat“ zusammenarbeitet.

    Upps … Erdogan zurückgetreten?
    Danke Marco Maier, das ist mir völlig entgangen.
    Wenn Erdogan noch da wäre, würden solche „Telefonaufzeichnungen in einer Türkischen Zeitung“ zu der sofortigen, lebenslangen Inhaftierung des Chefredakteurs geführt haben.

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