Wehrbeauftragter Bartels: Ausstieg aus der Wehrpflicht war falsch

Die Personaldecke der Bundeswehr sei aufgrund der vielen neuen Aufgaben zu dünn, so der Wehrbeauftragte des Bundestags. Deshalb sei die Aussetzung der Wehrpflicht ein Fehler. Das deutsche Militär brauche "robustere Personalstrukturen".

Von Redaktion/dts

Nach dem Start des Syrien-Einsatzes der Bundeswehr hat der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), vor einer Überlastung der Truppe gewarnt und den Ausstieg aus der Wehrpflicht als falsch bezeichnet: "Das ist alles gerade ein bisschen viel für die Soldatinnen und Soldaten", sagte er "Zeit Online". So sei die Bundeswehr bei verschiedenen Out-of-area-Einsätzen, der kollektiven Verteidigung in Europa, dem Ersatz alter durch neue Technik, den Umstationierungen und dazu dem Einsatz in der Flüchtlingshilfe extrem gefordert.

Angesichts der vielen Herausforderungen brauche die Bundeswehr dringend "robustere Personalstrukturen", sagte Bartels: "Ich glaube, der überstürzte Ausstieg aus der Wehrpflicht war falsch. Für den Übergang zur neuen Freiwilligenarmee gab es zunächst überhaupt kein Konzept. Jetzt ist die Personaldecke für die Vielzahl der Aufgaben sehr dünn." Auch fehlten der Bundeswehr IT-Experten. Die 15.000 Dienstposten mit IT-Bezug, die auch der Abwehr von Cyberangriffen dienen sollen, seien nicht immer einfach zu besetzen, sagte der Wehrbeauftragte: "Man wird hier also in Zukunft wohl noch mehr selbst ausbilden müssen – und besser bezahlen."

Die deutsche Bundespolitik arbeitet also immer weiter daran, das Land in mehr und mehr militärische Aufgaben einzubinden. Anstatt sich auf die Kernaufgaben – die Landesverteidigung – zu stützen, geht es darum, das Militärpersonal wieder deutlich aufzustocken. Dabei geht es wohl auch weniger darum, nur die bisherigen Personallücken aufzufüllen, sondern sich auf noch mehr Auslandseinsätze vorbereiten zu können.

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Loading...

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

11 Kommentare

  1. Wehrpflicht.

    Wir haben die Pflicht zur Wehr?

    Was wehren wir denn?

    Enteignungen durch Banken, Lobbygesetzgebung zur Versklavung, Krankmachende Impfexperimente, Entzug der Meinungsfreiheit durch Gummiparagraphen, Gesinnungsmedien, die Abschaffung der Demokratie…

    Wen wehren wir denn?

    Den Feind von innen oder außen?

    Wieso wehren wir denn?
    Um die Bevölkerung zu schützen oder den Bund als Instanz?

    Wann wehren wir denn?
    Woran erkennen wir denn, ab wann wir wehren müssen?

     

     

     

  2. Könnte Herr Bartels das Sprachrohr der Kanzlerin sein um dem Volk klar zu machen, daß man für die Angriffskriege mehr Personal benötigt. Es ist schon merkwürdig, daß im gleichen Zeitraum auch noch eine Erhöhung des Wehretats um 2% gefordert wird und Merkel hat trotz Asylproblemen und Kriegen immer noch einen Wähleranteil von 38 Prozent der Stimmen. Aus Vernunftsgründen dürfte die CDU max. noch 20% der Stiimmen besitzen, das wäre dann der Kern der Desinteressierten und der Gewohnheitswähler.

  3. Ein Land das seine Grenzen nicht schuetzt…braucht auch keine Armee.

    Um hunderttausend Mann auf Totschlag auszuschicken,dafür habt ihr Geld.Nicht aber für zehntausend hungrige./Voltaire

  4. Herr von und zu Guttenberg hat die Bundeswehr quasi abgeschafft.

    Das war sein Job. Den hat er gut gemacht.

    Dieses Land ist in vielerelei Hinsicht personell nicht mehr handlungsfähig.

    Dafür gibt es Unmengen an Stellen mit unnützer Arbeit in Bürokratie, Überwachung, Asylindustrie etc.

  5. Die Wehrpflicht wurde AUSGESETZT. nicht abgeschafft.

    Man braucht sie nur wieder einzusetzen.

    Eine Wehrpflichtarmee ist den regierungsamtlichen Ursupatoren unseres Landes aber unheimlich, weil sie befürchten müssen, dass die Armee im Zweifelsfall nicht auf ihre Brüder, Väter und Mütter schießt.

    Da ist eine Söldnerarmee doch viel bequemer.

  6. Ich habe nicht viel Ahnung von Militär.

    Aber ist es denn überhaupt möglich Wehrpflichtige überhaupt in einem anderen Land in den Krieg zu schicken oder wäre es nur zur Verteidigung möglich?
    Vielleicht wurde deshalb die Wehrpflicht abgeschafft?

    Meinen Sohn würde ich für einen Krieg für Merkel und ihre Auftraggeber niemals hergeben.

  7. Na ja, die Idee war, dass man diese Armee nicht mehr für die Landesverteidigung einsetzt sondern als Söldner-Truppe zur Unterstützung der diversen Kriegsabenteuer der U.S. Freunde.

    Mit Wehrpflichtigen gäbe es da viel zu viel trouble, bei Söldnern schaut keiner so genau hin. 

    Von daher hat der Freiherr von und zu Guttenberg seinerzeit gut auf "his masters voice" gehört und die U.S.-Vorstellungen entsprechend umgesetzt.

  8. Ursula von der Leyen sollte mit gutem Beispiel vorangehen und jedes ihrer sieben Kinder in die Konfliktregion: Syrien, Afghanistam, Sudan, Somalia, Mali, Libyen, Irak.

    Bei jedem Morgenappell sollten die Kinder dann rufen Goooddddd Mooorrrnnnninggg United Staats and thanks a lot.

    Und falls sie neben ihrer tagtäglichen Arbeit noch Zeit finden könnten sie sich ja mal im Irak umschauen ob da nicht doch irgendwo Massenvernichtungswaffen befinden, die Bush denn doch leider nicht finden konnte. Die 1 Mio Toten Iraker wären sicherlich für dei Gewissheit sehr dankbar.

    Die sieben schwarzen Kunststoffsäcke würde ich dann auch spenden. Ist ja eine Famlinienzusammenführung, da sollte sich niemand in den Weg stellen bzw. einfach liegen bleiben.

    Danke Ursula und grüsse auch an die größte Kanzlerin aller Zeiten (GröKAZ)

     

  9. Meinen Sohn würde ich für diese Politik in diesem Deutschland niemals in den Wehrdienst schicken!! Er wird dieses Land verlassen und sich einen besseren Ort zum Leben suchen!

     

  10. Sehe ich auch so, wer soll uns schützen, in Zeiten des Terrors und der arabischen (muslimischen ) Gewalt und Kriminalität ? ! Die wenigen Soldaten die noch in Deutschland sind . Denn sie werden merkwürdiger Weise , gerade in der Zeit wo in Deutschland alles drunter und drüber geht, in andere unsinnige Kriegsgebiete geschickt.Sie aber werden hier, in diesem unsicheren Land gebraucht !!!!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.