WDR-Journalistin: „Es haben sich fast alle Journalisten einen Maulkorb auferlegt“

Die wegen ihres Radiointerviews in die Schlagzeilen geratene freie WDR-Journalistin kritisiert in einem Interview das Schweigen der Medien aufgrund "falsch verstandener political correctness". Der Maulkorb sei jedoch vorwiegen selbst auferlegt, aus Angst den Job zu verlieren.

Von Marco Maier

In einer Radioshow im niederländischen Sender L1 kritisierte Claudia Zimmermann den WDR, der auf die Journalisten politischen Druck ausüben würde. Nach den heftigen Protesten des Senders – und wahrscheinlich auch der Androhung von Konsequenzen – ruderte sie zurück. Im Interview mit der "Rheinischen Post" versuchte sie ihre Aussagen zu relativieren: "…das war mein missglückter Versuch, auf Niederländisch zu erklären, was in Deutschland öffentlich-rechtliche Sender und Rundfunkräte für Organe sind. […] Wir dürften die Herkunft der Täter nicht nennen, wenn es keinen Zusammenhang zur Tat gäbe, zum Beispiel. Ich habe mich falsch ausgedrückt, und das tut mir sehr leid."

Die Stellungnahme des WDR sei gemeinsam mit ihr erarbeitet worden, niemand habe sie zum Dementi gezwungen, so Zimmermann gegenüber der Zeitung. Allerdings gebe es diverse einschränkende Sprachregelungen, die – so auch der Interviewer – bis zu Charlie Hebdo und spätestens seit Köln nicht mehr so in der Form gelten würden. Insbesondere die Schweigespirale rund um die Ausländerkriminalität. "Unausgesprochen haben sich fast alle Journalisten über Jahre einen Maulkorb auferlegt, so wie auch die Polizei und die Politik. Wir haben doch alle die Tatsachen verschwiegen, political correctness falsch verstanden", so Zimmermann darauf.

Zimmermann wies im Interview darauf hin, was wohl die meisten Journalisten in Deutschland kennen: diesen selten ausgesprochenen aber stets latent vorhandenen Druck, der eine allzu kritische Berichterstattung gerade bei solchen Themen nicht zulässt – was nicht sein darf, existiert medial einfach nicht. Zu groß ist der Druck der oberen Etagen, vor allem in Zeiten sinkender Auflagen und Werbeeinnahmen. Wer sich nicht anpasst, wird schneller entlassen. Und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk allzu kritisch über die Regierung und die Kanzlerin zu berichten, dürfte ohnehin eine schwierige Sache sein – sofern man nicht zum politischen Kabarett gehört.

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15 Kommentare

  1. Bisher macht die Einwanderungspolitik noch nicht so richtig Sinn. Der echten Nutzen für jemanden ist noch nicht zu sehen. Auch nicht für die Industrie. Denn was da so alles eingewandert kommt, ist in den meisten Fällen nicht mal fähig, geradeaus zu pinkeln, geschweige denn zu arbeiten, oder sonst einer nützlichen Tätigkeit nachzugehen.

    Was wäre aber, wenn die Einwanderer einer ganz anderen Industrie dienen sollen, z.B. der Nahrungsmittelindustrie? Da kommen so viele Menschen in völliger Unordnung aus Ländern, wo niemand mehr vom anderen weiß, und sich auch keiner darüber aufregt, wenn Bekannte verschwunden sind, und bleiben. Das ist im Leben dieser Einwanderer normal. Die sind Kummer gewohnt, die sind Krieg gewohnt und auch Verluste in den eigenen Reihen machen denen nichts mehr aus.

    Wenn man solche Menschen, die zu 1/3 nicht mal registriert sind, also abfängt, und (busweiße) in Fabriken fährt, wo außen „Unterkunft“ und „Dusche“ dran steht – und die dort nie wieder herauskommen (bzw. nur in haushaltsüblicher Kühlkost, wo Hackfleisch oder Steak drauf steht) – dann kräht doch kein Hahn danach, oder? Weil überhaupt niemand von den Menschen weiß, die in diese „Unterkunft“ transportiert worden sind – weder hier, noch im Heimatland.

    Dasselbe könnte man auch mit Organentnahme machen, wird der eine oder andere denken. Doch Fehlanzeige. Da würden viel zu viele Spuren bleiben, und Mitarbeiter von Berufen erforderlich sein, die top ausgebildet sind, und daher nicht ganz so leicht zu lenken sind, und ggf. den Mund aufmachen. außerdem ist für die Organentnahme bereits die Ukraine spezifiziert. Der Bedarf an Fleisch ist unendlich viel höher als der an Organen – ein Bombengeschäft. Vor allem ist alles verwertbar. Die Knochen werden gemahlen, und unter das Streusalz gemischt. Das kommt mir dieses Jahr sowieso dunkler vor als die ganzen Jahre davor, so gräulich und richt so komisch.

    So ganz neu ist das ja nicht, siehe „Soylent Green – 2022 – die überleben wollen“ (z.B. bei nox.to). Und mal ganz ehrlich: Da hätte jeder etwas davon: Fleisch wäre unheimlich billig, Hundefutter vermutlich auch, und die Anzahl der Refugees würde auch nicht so drastisch ansteigen, wie das nach statistischen Werten zu erwarten wäre. Man sieht ja jetzt schon kaum noch welche, obwohl Millionen zu uns gekommen sein sollen. Aber Fleisch und Wurst in den Supermärkten … ist unglaublich billig geworden.

    1. @ Anonymous

      Das ist sehr böse gedacht. Ich hoffe, Sie haben mit diesen Gedanken in absolut gar nichts recht. Wenn ich aber die Hinterhältigkeiten, Bösartigkeiten und Verlogenheiten einer USrael-Oberclique verfolge, das geht ja Jahrzehnte wenn nicht Jahrhunderte oder Jahrtausende zurück, dann rücken Ihre Gedanken in den Bereich des Realen. Eine dreitausendjährige Volkspsychose, eingewickelt in religiös-verprämte geheimbündlerische Fantasmagorien, terrorisiert den ganzen Globus. In welcher bestialischen Welt sind wir gelandet? Machtwahn – mit allem, was dazugehört: Rache, Unterdrückung, Erpressung, Folter, Verlogenheiten, Mord usw. – ist die gravierendste Geistekrankheit der Welt, denn die, die ihn leben, glauben auch noch fest daran, im Recht zu sein.

  2. es gibt in der kloake des mainstreams journalisten,die ansätze von glauben an ihren job bewahrt haben.

    die bringen oder brachten es in dem system nicht weit.

    die preisdekorierten klebers und atais kennen keinerlei skrupel noch selbsreflexion,sie sind produkte eine menschenverachtendem systems..

     

    das zutiefst zu verabscheuen ist und als zielscheibe der verachtung des systems,ihrem ruf der hetzer vollauf gerecht werden…

    1. es gibt in der kloake des mainstreams journalisten,die ansätze von glauben an ihren job bewahrt haben.

      …aber es genügt ein Blick in jede beliebige Jauchegrube, um zu sehen, was IMMER obendrauf schwimmt.

  3. Wer die Merkel-Junta kritisiert, wird abserviert.

    Da hilft auch keine Unterschrift unter einem "gemeinsam erarbeiteten" Dokument.

    Aus einleuchtenden Gründen hat man zwar auf die sofortige Feuerung dieser Journalistin verzichtet ("Keine Märtyrer schaffen"), dennoch wird kein Junta-Hund mehr ein Stück Brot von ihr annehmen.

    Die Frau ist erledigt.

    1. Ja, so ist es. Sogar RTL kuscht. Am 31.12.2015 wurde bei RTL aktuell  18:45 gezeigt, wie 2 Frauen auf die Merkel los gegangen sind. Diese ist wie ein Reh beiseite gesprungen und ihre Bodyguards haben die Frauen auf den Boden gedrückt, ein schönes Silvester hatten diese bestimmt nicht mehr. Als wir uns Neujahr dies noch mal in der Mediathek anschauen wollten, hatte RTL das rausgeommen und stattdessen Putin gebracht, der bei der C-Bit von halbnackten Mädchen überfallen wurde. Das passte garnicht mehr zu diesen Bericht mit der Merkel. So sieht es mit unseren Medien aus. 

      1. Diese ist wie ein Reh beiseite gesprungen

        Ein Reh ????
        Das kann ich mir nicht vorstellen.

        Sie meinen doch bestimmt dieses andere Waldtier. Komm jetzt nicht auf den Namen … ? Mit den langen Zähnen, was mit der Nase immer im Dreck wühlt, ganze Wildungen verwüstet, grunzt und keinen Hals hat.

  4. In Deutschland dürfte es sich nicht einmal mehr um einen 'mainstream Journalismus' handeln, sondern um einen weichgekochten 'Readers Digest' (des Lesers Verdauung) Abklatsch nach amerikanischen Muster, was kein Wunder bei der 15,5 prozentigen US-amerikanischer Anglegerbeteiliung an den deutschen Medien ist. So dürfte der Schaden bei dem kommenden TTIP nicht nur bei den Verbraucher-, Arbeitnehmer-, und Umwelt-schutz eintreten, sondern wie es sich bereits abzeichnet, auch die amerikanischen Regeln im Deutschen Journalismus weiter vertieft werden.

  5. »WDR-Journalistin: „Es haben sich fast alle Journalisten einen Maulkorb auferlegt“«

    Ob der Maulkorb wohl auch noch gilt, wenn von den Großkopferten der Eine oder Andere mal so richtig Dresche oder ein paar "Lüftungsöffnungen" in die Birne geblasen kriegt? Selbstverständlich NIEMALS von zugereisten "willkommenskulturempfangenden" "Bereicherungsexperten" – sondern immer nur von den Anderen, vornehmlich RECHTEN und NIEMALS aus dem LINKEN "Spektakel-Drum" …

    Detlev Rohwedder, Alfred Herrhausen, Siegfried Buback, Jürgen Ponto und andere lassen grüßen — und die Krokodilstränenquetscher aus Politik und Gutmenschenindustrie (nicht die angeschmierten ehrenamtlichen Helfer, sondern die verlogenen Drahtzieher!) überschlagen sich dann vor lauter Plärren und operativer Hektik.

  6. Haben sich einen Maulkorb auferlegen lassen ? Nein, die "Öffentlich,-Rechtlichen" (ARD,ZDF,WDR,Tagesthemen….) und die regierungsnahen Leitmedien tun es immer noch .

    Egal, ob es auch um ihr Land und um ihre Zukunft geht.

  7. Leitmedien halten immer noch an der angeblichen "Flüchtlingskrise" und Schutzsuchende fest.Dabei ist es nichts anderes als eine illegale Einwanderung von arabischen, muslimischen jungen Männern ( eine Armee ,die nur auf den Startschuss wartet? !) die alle über sichere Drittstaaten kommen.

    Unter all denen die hier eindringen, sind höchstens 10% tatsächliche Flüchtlinge, und das sind christliche Muslime die vor islamischen Muslimen geflüchtet sind, und hier in "Asylanten-Unterkünfte" genauso bedroht werden und um ihr Leben bangen müssen.

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