Waffen: Obamas scheinheiliges Spiel

Wenn 30.000 Amerikaner jährlich durch Schusswaffen umkommen, heult Präsident Obama. Doch die Toten durch exportierte US-Waffen rufen wohl keine Gefühlsregung hervor, genauso wenig wie die tausenden Toten, die er durch seine Befehle zu verantworten hat.

Von Marco Maier

An schauspielerischem Talent mangelt es ihm nicht: Unter Tränen verkündete US-Präsident Barack Obama ein Maßnahmenpaket zur Einschränkung des doch eher laxen Waffenrechts in den USA. Doch an den enormen US-Waffenexporten stößt er sich nicht. Immerhin werden damit vorrangig ja keine Amerikaner umgebracht. Und wenn, dann hagelt es ohnehin neue Aufträge für die US-Waffenindustrie. Denn dann muss der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte wieder mal ein Land bombardieren.

Wenn Obama den republikanisch dominierten Kongress als "Geisel der Waffenlobby" bezeichnet, dann darf man die ganze Politikerriege der Vereinigten Staaten doch ruhig auch als "Geisel der Rüstungsindustrie" bezeichnen. Vor allem jedoch müsste der US-Präsident zugeben, dass eine tatsächliche Verschärfung des US-Waffenrechts gleichzeitig mit einer Ausweitung der Waffenverkäufe an die US-Armee und ins Ausland einhergehen wird. Immerhin müssen die Dollars ja irgendwie weiterhin in Richtung Waffenschmieden rieseln, oder?

Sind durch Schusswaffen getötete amerikanische Kinder mehr wert als durch Obamas Drohnen getötete afghanische, somalische oder pakistanische Kinder? Was ist mit den vielen Opfern der US-Gangkriminalität? Sind diese auch mehr wert als die Opfer der US-Staatsgang (US-Truppen) rund um den Globus? Wie kann man über eine Verschärfung des Waffenrechts für Amerikaner im Inland überhaupt nur diskutieren, so lange US-Soldaten und US-Söldner mordend um den Erdball ziehen?

Die ganze Debatte um das amerikanische Waffenrecht ist ohnehin nur noch scheinheilig. Kriminelle Gangs werden sich auch so weiterhin mit Schusswaffen eindecken können, wie es auch in den europäischen Ländern mit strengem Waffenrecht der Fall ist. Wichtiger wäre es, den Waffenbesitzern einen verantwortungsvollen Umgang mit den Waffen zu lehren. Damit ließen sich zumindest die Unfälle vermeiden und auch diverse Amokläufe von Schülern wären dann leichter zu vermeiden. Wenn man Idioten Waffen in die Hand drückt, dann kann man nämlich auch davon ausgehen, dass diese damit irgendetwas Idiotisches anstellen. Egal ob nun in Seattle, Houston oder eben in Kunduz.

Loading...
Spread the love
Lesen Sie auch:  Afghanistan: der "Krieg" der USA gegen Drogen

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

7 Kommentare

  1. grade eben geschrieben.

    wie kommen SIE darauf, ich hätte das schon mal gepostet.

    habe noch nie bei euch geschrieben, und ich bin kein du, verstanden und jetzt adieu

  2. Der Mann hat geweint weil er gegenüber dem Amerikanischen Establishment, seinen Wahlkampffinanzierern, versagt hat bei der Entwaffnung des Volkes. Vieh und Landdiebe kriegen da nach wie vor ne Kugel in den Kopf. Völlig irrelevant welche "Behörde" den Diebstahl zu legitimieren versucht.

    Aus Sicht der Diebe natürlich ganz schlecht.

  3. Obama ist der größte Lügner aller Zeiten . Es geht sowieso nicht um die Waffen. Es geht um die Ewigkeitsklauseln in der amerikaischen Verfassung . Wenn es gelingt , das II. Amendment aufzuweichen , dann gelingt der Einstieg in  die Abänderung der Verfassung insgesamt. Die idiotischen Waffengegner merken nicht worum es geht ! Je freier ein Land ist , desto freier sind die Waffengesetze .DIKTATOREN fordern immer eine Verschärfung der Waffengesetze . Jedes Automobil ist tausendfach gefährlicher als eine Waffe . Der Faktor ist mindestens 1:1000 . das ergibt sich aus der Anzahl der Toten  im Straßenverkehr und der Anzahl der PKW bzw der Waffen im Lande .Außerdem stellt sich zu allen Zeiten die Frage , wie Bürger sich gegen eine kriminelle Regierung zur Wehr setzen können .Kindern sollte der vorsichtige Umgang mit Waffen so früh wie möglich gezeigt werden . Es setzt dann auch ein Sättigung ein und die Kinder verlieren das übertriebene Interesse an dem verbotenen Gegenstand . Unfälle werden vermieden , wenn Kinder die Gefährlichkeit von Waffen kennen .Das Interesse schläft völlig ein .

  4. Stammen die Menschen mit denen sich Obama traf aus Syrien? Aus dem Irak? Aus Libyien? Aus Chile 1973? Aus Nordkorea? Aus Vietnam? Aus Afghanistan? Aus Haiti? ….

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.