SWR-Chefredakteur kritisiert SPD und Grüne als „Schönwetterdemokraten“

SWR-Chefredaktuer Frey hat sichtlich die Nase voll von Rot und Grün. Vor allem aber den Grünen, die vor der letzten Wahl genau davon profitierten, dass eben nicht nur Parteien zur TV-Debatte eingeladen wurden, die im Landtag vertreten waren. Kein Demokratieverständnis hätten die Regierungsparteien, Frey nennt sie Schönwetterdemokraten. 

Von Redaktion/dts

SWR-Chefredakteur Fritz Frey hat SPD und Grüne für deren Umgang mit der TV-Elefantenrunde als "Schönwetterdemokraten" kritisiert. "Die Parteien haben uns jetzt zweimal unser journalistisches Konzept zerschossen. Ich halte das für fatal. So muss doch der Eindruck entstehen, wir würden uns unsere journalistischen Sendungskonzepte von den Parteien diktieren lassen", sagte er dem "Spiegel".

"Das ist eine Eskalation, die zweifeln lässt, ob die Beteiligten noch wissen, worum es hier geht. Um die Information. Um die Meinungsbildung der Bürger. Aber das geht gerade im machttaktischen Fingerhakeln völlig unter." "Mich ärgert das Demokratieverständnis der Regierungsparteien", sagte Frey. "Man möchte denen fast zurufen: Was seid ihr eigentlich für Schönwetterdemokraten, wenn ihr euch jetzt wegduckt, anstatt euch auf die Bühne zu begeben!"

Frey kritisierte insbesondere die Grünen. Die Partei hätte bei der Landtagswahl 2011 in Rheinland-Pfalz davon profitiert, dass auch Parteien in die Sendung eingeladen waren, die nicht im Landtag waren. "Wenn dieselbe Partei heute sagt, wir haben zwar damals von diesem Prinzip profitiert, aber heute sind wir gegen dieses Prinzip, weil es dem politischen Konkurrenten nutzt, dann ist das mehr als nur ironisch."

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8 Kommentare

  1. Der Herr Frey sollte sich mal fragen, warum der SWR so einen Zirkus mit macht. Frau Dreyer kann doch nicht einfach bestimmen, wer da kommt und mit wem sie reden muss oder will. Das geht doch garnicht. Über die Medienpolitik der Polen wird hier gewettert und was geht bei uns ab?.Die EU will sich schon damit befassen, da ist doch ein Witz. Aber Frau Dreyer wird die Quittung schon am 13. März bekommen. Frau Klöckner hat in diesem Fall taktisch klug reagiert.

  2. Demokraten ? Wo gibt es die in einer Diktatur ? Parteien – gibt es doch in einem Staat, oder ? Hier sind wohl eher Personenvereinigungen gemeint.

    Wahlen ? In einer Firma können vielleicht irgendwelche Personen für eine gewisse Position gewählt werden. Von den Angestellten oder dem Personal der Firma, sofern sie keine rechtlosen Sklaven, Apolide sind.

  3. Toll! Fantastisch! So kritisch! Jetzt werden wohl wieder einige nicht zur Wahle gehen wegen, wegen, wegen,…. bis die Dummbeutel verstehen, dass wegen ihres Dumm-Verhaltens das System so ist wie es ist!

    Wählt endlich kreativ, wählt endlich radikal, wählt aber endlich. Nur wenn die 50% Nichtwähler endlich wählen und zwar rdikal, wird sich etwas verändern.

    Für die, die es immer noch nicht raffen: Wahlzettel zerreissen oider mit Schimpfkanonaden beschreiben = ungültig bewirkt NICHTS ! Bewirkt NICHTS!

    Und nicht wählen bewirkt NICHTS! Es werden nur die gültigen Stimmzettel gezählt.

    Man könnte keine Liste wählen, sondern nur Direktstimmen- das muss aber bei mindestens 10 Mio Wählern abgestimmt sien, sonst beweirkt es so gugt wie NICHTS!

    Also wählen – und zwar radikal.

    Und noch eins: Man wählt nicht Sympathie oder die Guten, man wählt die Zukunft eines richtigen Programms. ZUKUNFT ! Programm! An ihren Handlungen sollt Ihr sie erkennen und messen- nicht an den selbst-geäusserten Lobhudeleien der Vergangenheit! 

  4. Man kann diesen Parteien Einheitsbrei doch nicht mehr demokratisch nennen. Die machen doch schon längst das, was ihrnen selbst am besten gefällt und ihnen die Pfründe sichert.Da darf natürlich keine Partei stören, die ihen ins Handwerk pfuschen könnte.Durch unverschämte Diätenerhöhung und der automatischen Anpassung derselben, hat sich Merkel die "Nibelungentreue" ihrer Camarilla erkauft, hofft die Politk nun, dass sie sich durch Einführung der Zwangsgebühren auch die Fernseh- Sender gekauft hat ?

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