Liebe Leserinnen und Leser,

ich verbringe Weihnachten traditionell woanders. Dieses Jahr in Dakar (Senegal) und letztes Jahr in Accra (Ghana).

Kirchenfenster Ghana1Ghana gilt zusammen mit Nigeria als das religiöseste Land der Welt. Hier wie dort sind 98 Prozent der Menschen gläubig. Ghana ist insbesondere in der Hauptstadt Accra christlich dominiert, der Islam eher schwach vertreten. Die unterschiedlichen christlichen Glaubensrichtungen machen hier jede Menge Alarm: Friseure versprechen den göttlichen Haarschnitt, Taxifahrer legen Zeugnis von Jesus Christus ab. Prediger entern Busse, verbrennen mit ihrer Lautstärke meine Ohren, sammeln Geld ein und verschwinden wie Zorro in der Nacht.
Immer am Sonntag füllen freie Gemeinden den botanischen Garten. Eine Gemeinde besteht aus exakt drei Schäfchen. Die Worte des Seelenhirten treffen sie mit Wucht. – Jetzt tanzen sie auch noch. Der Prediger rechts um die eigene Achse, die drei Schäfchen links um die eigene Achse.
Kirchenfenster Ghana2Ich setze mich auf eine Parkbank. Ich weiß gar nicht mehr, was ich angucken soll: hohe und alte Bäume oder singende und tanzende Christen?

Frauen sind in Ghana mehrheitlich emanzipiert. Sie sind berufstätig, verdienen ihr eigenes Geld und kümmern sich gleichzeitig um Haushalt und Familie.

Der Senegal ist im Vergleich dazu religiös gedimmt. Viele sind, wie bei uns auch, nur auf dem Papier gläubig. Es gibt ca. 95 Prozent Muslime und ca. 5 Prozent Katholiken. In der großen Kathedrale von Dakar verlieren sich am 24.12. um die Mittagszeit zwei betende Menschen (ich und noch jemand). Das Kirchenpersonal beschließt, die Kathedrale für die großen Feiertage herzurichten und fiedelt jetzt Staub. Staubwolken vertreiben die zwei Betenden von einer Kirchenbank zur nächsten. Pünktlich zum Ende der Adventszeit bestückt eine Nonne die bis dato leere Krippe mit den ersten Figuren. Bevor ich die Kathedrale verlasse, mache ich noch schnell zwei Fotos von von der Sonne durchfluteten Fenstern, ohne die dafür veranschlagten 2.500 CFA-Franken pro Foto zu bezahlen.

Mein Reiseführer schreibt über die Frauen im Senegal: „Trotz Polygamie sind die Frauen Senegals in wirtschaftlicher Hinsicht weitgehend selbstständig. Sei es als Modeschöpferin oder Premierministerin, beim Handel im Fischmarkt oder als Vertreterin im Stadtparlament, bei lokalen Entwicklungsprojekten oder als Model auf dem Laufsteg.“

Die Frauen in Ghana und im Senegal sind ähnlich selbstbestimmt, unabhängig von der religiösen Zusammensetzung der Bevölkerung und dem Grad ihrer Gläubigkeit. „Der senegalesischen Frau käme nie in den Sinn, zwei Schritte hinter ihrem Ehemann zu gehen, wie es in anderen islamischen Ländern Sitte ist“, meint mein Handbuch für individuelles Entdecken, womit ich wieder in Deutschland angekommen bin.

Die Bochumer Polizistin Tania Kambouris, Autorin des Bestsellers Deutschland im Blaulicht sagt in einem Vortrag: „Leider kommt es bei unseren Einsätzen inzwischen häufig vor, dass Menschen aus muslimisch geprägten Ländern – und hier vor allem Männer – grundsätzlich das Gespräch mit einer Frau verweigern. Wenn wir diese Schwierigkeiten weiterhin unter den Teppich kehren, wird sich unsere Gesellschaft spalten, und zwar in Deutsche und integrierte Migranten und in jene Migranten, die in einer Parallelgesellschaft leben und ganz bewusst die hiesigen Werte, Normen und Gesetze missachten. So lässt sich kein friedliches Miteinander gestalten.“ Und weiter: „Die Ausmaße, in denen wir Gewalt und Respektlosigkeit erleben, sind nicht mehr akzeptabel. Meist haben wir Probleme mit jungen Männern aus muslimisch geprägten Ländern.“ Quelle: www.n-tv.de

Die deutsche Politik – Politiker sind immer Handelnde und niemals Leidende, auch wenn sich Merkel und Co. in der sogenannten Flüchtlingskrise gerne einen anderen Anschein geben – zielt mit ihrer aggressiven Einwanderungspolitik auf Menschen aus rückständigen islamischen Ländern ab. In Dakar war es für mich bei ca. 95 Prozent Muslimen jederzeit sicher und entspannt. Bestimmte muslimisch geprägte Metropolenbezirke in Deutschland (im Ruhrgebiet) möchte ich dagegen nie betreten.

Die Bundesregierung plant eine Initiative zur Bekämpfung von Internetsucht

Laut Schätzungen sind viele Menschen in Deutschland von Medienabhängigkeit betroffen. Als ein Kennzeichen von Internetsucht gilt, dass die Erkrankten die Zeit nicht mehr kontrollieren können, in der sie online sind. Als weiteres Merkmal gelten Entzugserscheinungen wie leichte Reizbarkeit und Ängste.
„Das Ziel muss ein maßvoller Umgang und eine gesunde Online-Offline-Balance mit den neuen Medien sein, zitiert der Spiegel aus einem Brief der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, an die Unions-Bundestagsfraktion. Konkret prüft die Regierung dem Bericht zufolge u. a. die Förderung von Onlineberatungen für Abhängige.“ Quelle: welt.de
Zudem möchte Marlene Mortler Internetsucht als Krankheit anerkannt wissen. „Eine völlige Abstinenz sei im Gegensatz zu anderen Suchtformen jedoch kaum möglich, da man ohne Computer im Berufsleben kaum mehr auskomme“, schließt Marlene Mortler. Quelle: heise.de – Was jetzt? Internetsucht oder Computersucht?

Die schwarzen Schafe der Woche

Schwarzes Schaf„Wir wünschen uns eine Pause.“
Laut FAZ wünschen sich mehrere Oberbürgermeister überforderter Kommunen zum Jahreswechsel eine Pause vom Flüchtlingszustrom.

Was befürchten die Oberbürgermeister überforderter Kommunen für ihr Leben und das ihrer Familie, für die Zukunft ihrer Kinder und überhaupt, wenn sie nicht nur eine Pause einfordern, sondern ein Ende des Zustroms von „Flüchtlingen“ verlangen? Wie feige und verantwortungslos kann man gegenüber den eigenen Bürgern sein?

Das weise Schaf der Woche

Weißes Schaf„Immer mehr setzt sich die Machtwirtschaft anstelle der Marktwirtschaft durch. Der VW-Skandal verdeutlicht das Problem. Die USA haben unglaublich niedrige Grenzwerte für Feinstaubemissionen verhängt, 32 Milligramm pro Kilometer. In der EU sind diese Grenzwerte viel höher – bei 86 Milligramm. Nun fragt man sich, warum die USA solch niedrige Grenzwerte verhängen, wo sie doch sonst nicht so zimperlich in Umweltfragen sind. Zudem dürften die amerikanischen Dieseltrucks weiter als Dreckschleudern rumfahren. Aus Sicht von Hans-Werner Sinn, der ich mich anschließe, ist das amerikanische Industriepolitik zu Lasten der deutschen Autokonzerne. Die US-Konzerne haben nämlich keine Diesel-PKW.“
Der Fondsmanager Max Otte in der WirtschaftsWoche.

Mein Lektüretipp der Woche:

Jahreswechsel in Kamerun: Dialog statt religiöser Fanatismus.

Claus Folger
Frankfurt am Main

2 KOMMENTARE

  1. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, möge bitte Frau A. Merkel, vormals Sekretärin für Agitation und Propaganda, dahingehend beraten (lassen), ob deren Sucht nach Macht noch im heilbaren Bereich liegt oder ob sie als unheilbar krank anzusehen ist.

    • An Fräulein IM Erika Gedanken zu verschwenden ist wie Perlen an die Säue, aber prinzipiell ist die soziale Hilfsbereitschaft (von kathion2) bedenkenswert.

      Diese, angelegt in Überlebenspakete und gesicherte Rückzugsräume (auch schmerzenden Dank dafür an die HV für ihre IM-Führerschaft) ist für Familienglieder denkbar sinnvollere Sozialkompetenz im Vorfeld der Deutschlanddämmerung.

      Gott steh uns bei.

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