Russland: Ölpreisverfall drückt Rubel auf Rekordtief

Ganze 84 Rubel muss man derzeit für einen Dollar hinlegen. Das ist ein Rekordtief seit der Währungsreform 1998. Grund dafür ist der Ölpreisverfall. Russlands Wirtschaft erhält dadurch mehr Druck zur Diversifizierung und dürfte gestärkt aus der derzeitigen Krise hervorgehen.

Von Marco Maier

Der Ölpreisverfall setzt auch die russische Währung unter Druck, zumal Russland stark vom Export von Öl und Gas abhängig ist. Dies dürfte jedoch die Inflationsrate im Land wieder etwas anheizen, da sich vor allem Importgüter verteuern. Die nach wie vor geltenden Sanktionen des Westens erleichtern die Sache auch nicht wirklich. Mit knapp über 84 Rubel pro Dollar wurde ein neues Rekordtief erreicht. Gegenüber dem Euro liegt der Kurs mit knapp 92 Rubel nur knapp unter dem Rekordtief von 100 im Jahr 2014.

Für die Haushalte bedeutet dies eine weitere Senkung der Kaufkraft, der jedoch seit dem Amtsantritt Wladimir Putins ein enormer Wohlstandsgewinn vorausging, so dass es sich angesichts der schwierigen Lage eher um einen kleinen Rückschlag handelt. Immerhin geht es dem Großteil der Bevölkerung heute deutlich besser als noch zu Jelzins Zeiten.

Allerdings haben Sanktionen und schwacher Rubel auch einen Vorteil: Die russische Wirtschaft wird so stärker zur Diversifizierung gedrängt, um sich so breiter aufzustellen. Die Russen sind dafür bekannt, aus besonders schwierigen Umständen schlussendlich gestärkt hervorzugehen. Es ist quasi ein Motivationsfaktor.

Dennoch dürfte 2016 wieder ein etwas schwieriges Jahr werden. Der IWF rechnet für Russland in diesem Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von etwa einem Prozent, nachdem das Minus 2015 noch bei rund 4 Prozent lag. Auch der russische Staatshaushalt, für den der Voranschlag mit optimistischeren Zahlen erstellt wurde, dürfte so kaum zu halten sein. Auch hier wird es weitere Einschnitte geben.

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7 Kommentare

  1. Ganze 84 Rubel muss man derzeit für einen Dollar hinlegen. Das ist ein Rekordtief seit der Währungsreform 1998

    ———–

    Dazu muss man wissen, dass der 'Ölkrieg' auch dazu dienen soll, den unbotmäßigen Putin und sein Russland in die Knie zu zwingen.

    Die russische Staatsbank wird seit 1917 von Rothschild kontrolliert, deshalb sind die Möglichkeiten von Putin begrenzt dagegen zu steuern.

    Allerdings läuft der im Jahre 1917 von Lenin geschlossene Vertrg über 99 Jahre in diesem Jahr aus. 

    Sollte Putin den Vertrag nicht verlängern bzw. kündigen, werden die Karten vollkommen neu gemischt

    Verstaatlichung Russischer Zentralbank nächster Putin-Coup?

    http://stopesm.blogspot.com.es/2014/12/verstaatlichung-der-russischen.html#

    1. der vertrag wird nicht verlängert – zu erkennen daran, dass das münzgeld ab diesem jahr zum ersten mal seit 99 jahren wieder mit dem staatswappen geprägt wird. na, und in die knie zwingen, phehe – denjenigen, der das schafft, den will ich mal sehen! 

    2. Ausserdem wird an der Börse schamlos verbrecherisch manipuliert, um Russland die Investoren fernzuhalten. Was wir hier vorgeführt bekommen auf dem Finanzmarkt, ist vor allem manipulatives Zertreten eines Staates, der nicht ins Plünder-Konzept der USrael-Oberclique passt. Nur, Russland und seine Führungscrew mit Putin an der Spitze weiss das schon lange. Putin wird alles versuchen, von diesen US-Giftschlangen loszukommen. Seine Politik spricht darüber Bände. Dass er den besagten 99-jährigen Vertrag der russischen Staatsbank definitiv für beendet hält, davon ist auszugehen. Spätestens hier kennt Putin aller Voraussicht nach keine Diplomatie mehr.

      Ansonsten wappnet sich Russland fortlaufend für einen kommenden Finanzzusammenbruch. Seine Goldreserven steigen ununterbrochen, und die lässt sich Putin ganz sicher nicht von den schmutzigen Ober-Yankees klauen. So blöd wie die Westeuropäer, die beträchtliche Teile ihrer Goldreserven bei der FED auf Nimmer-Wiesersehen einlagerten, so blöd wird Putin nie sein.

      Russlands Goldreserven: 2015 Zunahme um 208 Tonnen
      http://de.sputniknews.com/wirtschaft/20160120/307248611/russlands-goldreserven.html

      Analyst: Russland und China könnten mit ihrem Gold den US-Dollar zerstören
      http://de.sputniknews.com/wirtschaft/20150618/302816472.html#ixzz3xwygw76A

      Putin: Business in Russland trotzt den Schwierigkeiten
      http://de.sputniknews.com/wirtschaft/20160120/307247986/business-russland-trotzt-schwierigkeiten.html

       

  2. zu erkennen daran, dass das münzgeld ab diesem jahr zum ersten mal seit 99 jahren wieder mit dem staatswappen geprägt wird

    ———-

    Es wäre zu schön um wahr zu sein. 

    Sollte Putin diesen mutigen Schritt tun, dann lebt er noch gefährlicher als bislang. 

    Ich hoffe, dass ihm das Los von Abe Lincoln, James Garfield,  A. Hitler und John F. Kennedy erspart bleibt

    US Presidents Murdered By The 
    Rothschild Banking Cartel
    Lincoln's Private War: The Trail of Blood

    http://www.rense.com/general86/pres.htm

     

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