Putin: Sanktionen treffen Russland

Die Sanktionen gegen Russland würden das Land treffen, zugleich werde aber versucht die Wirtschaft zu stabilisieren. Die Sanktionen seien aber ein absurdes Theater, so Putin. Den US-Raketenschirm für Europa kritisierte Putin erneut.

Von Redaktion/dts

Russlands Präsident Wladimir Putin hat eingeräumt, dass die westlichen Sanktionen das Land und seine Wirtschaft treffen. "Beim Agieren auf den internationalen Finanzmärkten schaden die Sanktionen Russland merklich", sagte Putin in einem Interview mit "Bild". "Größerer Schaden entsteht derzeit jedoch durch den Verfall der Energiepreise. Beim Export von Öl und Gas haben wir gefährliche Einnahme-Einbußen zu verzeichnen, die wir an anderer Stelle zum Teil ausgleichen können", so Putin weiter.

Das Ganze habe aber auch etwas Gutes: "Wenn man – wie wir früher – so viele Petro-Dollars einnimmt, das man im Ausland alles kaufen kann, dann bremst das die Entwicklungen im eigenen Land." Zugleich versicherte Putin, dass Russlands Wirtschaft derzeit "Schritt um Schritt" stabilisiert werde. "Das Bruttoinlandsprodukt ist im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent gesunken, die Industrieproduktion um 3,3 Prozent. Die Inflation liegt bei 12,7 Prozent. Die Handelsbilanz ist aber weiter positiv, wir exportieren zum ersten Mal seit Jahren deutlich mehr Güter mit hoher Wertschöpfung und wir haben über 300 Milliarden Dollar an Goldreserven. Es laufen mehrere Programme zur Modernisierung der Wirtschaft." Ganz generell bezeichnete Putin die Sanktionen als "absurdes Theater".

Putin kritisiert US-Raketenschirm

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Pläne der USA scharf kritisiert, einen Raketenabwehrschirm in Europa zu installieren. Das "Streben nach absolutem Triumph sehen Sie auch an den amerikanischen Plänen zur Raketenabwehr", sagte Putin. US-Präsident Barack Obama habe 2009 gesagt, die Raketenabwehr werde allein dem Schutz vor iranischen Atomraketen dienen.

Lesen Sie auch:  US-Spionage gegen EU-Lakaien

"Aber jetzt gibt es einen internationalen Vertrag mit dem Iran, der ein mögliches militärisches Atomprojekt Teherans unterbindet", so Putin. Die Internationale Atomenergie-Behörde kontrolliere die Sanktionen gegen den Iran, "doch an dem US-Raketenabwehrsystem wird ungebremst weiter gearbeitet".

Loading...
Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

7 Kommentare

  1. Diese Nachricht wird in den russischen Nachrichten mit weit anderer Gewichtung übermittelt. "Allen Sanktionen zum Trotz stabilisiert sich die russische Wirtschaft mittlerweile schrittweise und erlebt bald einen Aufschwung, wie Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Interview gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte."

    Welche Interpretationsweise ist wohl die realitätsnahere???
     

    Putin: Russische Wirtschaft trotzt Sanktionen stabilisiert sich schrittweise
    http://de.sputniknews.com/wirtschaft/20160111/307000271/russland-wirtschaft-stabilisierung.html#ixzz3ww1u4HSK
     

    1. @Elisa     "Welche Interpretationsweise ist wohl die Realitätsnähere?"

      Deine eigene Interpretation ist die beste Version !

      Weshalb ist einfach erklärt: recherchiere es dir selber und bilde dir so deine Meinung. Hört sich jetzt zwar wie Klugsche..erei an, soll es aber bitte keinesfalls sein. Ich hab mir die letzten Jahre immer wieder die Zahlen Russlands angesehen und wenn man da den Zeitraum 2000 bis 2015 betrachtet, dann sieht man erst so richtig "wie gut die wirklich gearbeitet haben". Man darf dabei nicht vergessen Russland war in den 90igern fast bankrott und dem Ausverkauf an die Raubtiere preisgegeben.

      Halbwegs brauchbare Zahlen findest du z.b. hier bei der WKO  (Wirtschaftskammer Österreich)

      Wenn man sich den Turnaround ansieht von 2000 weg bis 2013/14, wo das BIP von 200 Mrd auf 2 Bio gestiegen ist oder das Bruttoeinkommen je Bürger von 1700 auf fast 14.000, dann scheinen sie keinen so schlechten Job gemacht zu haben und von einer Staatsverschuldung mit 17% können wir nur träumen.

      Ich darf daran erinnern, wie es z.b. um unsere Kaufkraft bestellt ist, denn wir in Österreich haben seit 2000 satte 32% Kaufkraft verloren ! (Berechnung 2000 bis 2013 / und ja ich kann es selber berechnen; sagt zumindest das Diplom an der Wand neben mir ^^^^)

      p.s.: bitte steinigt mich jetzt nicht wegen der gerundeten Zahlen (soll ja keine Detailstudie werden^^)  Vorsicht bei den Zahlen in der WKO-Analyse, denn die sind in Dollar und da sind nicht immer die Wechselkursschwankungen eingerechnet. Zum Beispiel " BIP je Einwohner laufende Preise ….Jahr 2013=14.486.- $  auf 2014=12.718.-$" ; wenn aber Wechselkurse berücksichtigt, dann siehts so aus 2013 = 25.033.- auf 2014 = 25.636.-

      gruss randy

      1. @ randy andy

        Danke für den aufschlussreichen Hinweis.

        Es ist für mich auffällig, wie tendenziös und gemäss Copy-paste-Journalismus auch hier im Contra-Magazin seitens der "transparenten Spezialquelle: Von Redaktion/dts" berichtet wird. Das ist Mainstream-Presse, die sich keineswegs zurückhaltet, Russland völlig ungerechtfertigt und unsachlich bei jeder Gelegenheit in ein schlechtes Licht zu rücken. Das ist empörend.

      2. Nicht besser geht die westliche Presse mit China um. Zuerst wird auf dessen Export-Überschuss lauthals aufmerksam gemacht und gedroht, dass China diesen zu drosseln hat. Jetzt macht China das und entwickelt verstärkt seine Binnenwirtschaft, nun wird auch wieder – auch hier völlig unsachlich – auf China herumgedonnert. Das ist zum erbrechen. Während dem westlichen Gekeife kauft China in Europa sehr namhafte Objekte auf und verleibt sich gleich noch das entsprechende Know-how ein. Wie verblödet und arrogant ist eigentlich die westliche Welt???

        Paukenschlag aus Fernost: Krauss-Maffei wird chinesisch
        http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/wirtschaft-und-finanzen/markus-gaertner/paukenschlag-aus-fernost-krauss-maffei-wird-chinesisch.html

  2. Es wird Europa noch leid tun, dass es ständig durch die Gedärme der  Amis kriecht. Die destruktive Politik Merkels zerstört nicht nur Europa, sondern den ganzen Planeten. Durch diese unüberlegte Hasardeur- Politik können nur Kriege entstehen. Nach Wegfall der Mauer hat man "zum Dank an die Russen" die Nato erweitert. Im kalten Krieg, hätte der Westen sich das nicht erlaubt. Dann nämlich, hätte es geknallt.Bevor man Weltpolitik macht, sollte man erst einmal dafür sorgen, dass man das eigene Lanf aufräumt. Deutschland wird von innen her zerstört und nicht von außen durch die Russen. Merkel sollte sich mal fragen, warum die europäischen Länder keine Muslime aufnehmen. Wenn man schon so dumm ist, dann sollte man zumindest eine Obergrenze für die Flüchtlinge setzen. Bringen die Sanktionen gegen Russland überhaupt was, oder geschieht das nur, weil der yankee das so haben will ? Eine Fratternisierung  (eine Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft) wäre besser gewesen, als dieses TTIP; was auf uns zukommt und den Sozialstaat vollends zerstört. Der Ami braucht Armut in anderen Ländern um seine Schrottwährung los zu werden.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.