Presserat stellt Diskriminierungsrichtlinie auf den Prüfstand

Ergebnisoffen will man sich am 9.März mit der polarisierenden Ziffer 12.1 der Diskriminierungsrichtlinie im Pressekodex beschäftigen. Immer wieder gäbe es Beschwerden über Nennung oder ein Weglassen von Nationalitäten. Mehr als Rügen verteilen, kann der Presserat ohnehin nicht. 

Von Redaktion/dts

Der Deutsche Presserat will sich am 9. März mit der Diskriminierungsrichtlinie seines Pressekodex` beschäftigen. Die Ziffer 12.1 besagt, dass die Nationalität in der Berichterstattung über Straftaten nicht zu nennen ist, sofern sie mit der Tat nichts zu tun hat. "Die Ziffer 12 polarisiert schon lange", sagte Presserats-Sprecherin Edda Eick der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Zwar habe der Paragraf seine Berechtigung, dennoch werde sich das Plenum des Vereins am 9. März "ergebnisoffen" mit ihm beschäftigen. Das sei unabhängig von den Kölner Ereignissen geplant gewesen, betonte die Sprecherin. Auch im laufenden Jahr verzeichnete der Presserat Beschwerden mit Bezug zur Ziffer 12.1 – primär über Medienberichte über die Ereignisse der Kölner Silvesternacht. Bislang seien es etwa 25 gewesen, sagte Eick. Kritik gebe es sowohl für die Nennung der Nationalitäten der mutmaßlichen Täter wie auch für das Nicht-Erwähnen.

Im Jahr 2015 erhielt der Presserat 2.350 Beschwerden, aus denen 35 Rügen resultierten. "Das zeigt, dass die Leser einen Wunsch nach Qualität haben", sagte Eick. Dass der Presserat in lediglich 35 Fällen eine Rüge aussprach, zeige aber auch, "dass die Presse nicht schlecht berichtet".

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5 Kommentare

    1. Übrigens, kann mir bitte mal einer erklären,warum es so schwer ist diesen widerlichen Amis ordentlich in den A.. zu treten? Wie es scheint sind die ja an allem Elend( nicht nur hier) Schuld und zum Dank das dieser Abschaum mit einem Flüchtlingstsunami Europa flutet,wird noch schnell TTIP und Co durchgewunken.Ich versteh das nicht,was ist politisch so schwierig? Droht dieser Abschaum sonst mit der Bombardierung Europas? Woran liegts?

      1. An dem unseligen Breton-Wood-Abkommen, dass den Dollar zu Weltwährung machte und nach der einseitigen Kündigung vom Goldstandard durch Nixon, die Welt in die totale Abhängigkeit von den USA gebracht haben. Ob Hussein, Gaddafi, Assad, Putin oder auch China, die alle wollten/wollen sich vom Dollar lösen. Die ersten beiden sind Tod, der dritte wird es schwerlich überleben und die beiden anderen nur, wenn sie sich zusammen tun. Wie China richtigerweise bemerkt hat, wird die Welt nur in Frieden leben können, wenn gewaltige Bomben über den Köpfen der US-Amerikaner nieder gehen.

         

  1. >>Dass der Presserat in lediglich 35 Fällen eine Rüge aussprach, zeige aber auch, "dass die Presse nicht schlecht berichtet".<<

    Und schon wieder eine Lüge!!!!!- Lügenpresse eben!

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