Nato verfehlt Rüstungsziele um 90 Milliarden Euro

Die NATO-Partner, darunter auch Deutschland, kommen ihren Rüstungszielen nicht nach. Demnach müssten die NATO-Staaten rund 90 Milliarden Euro investieren, um ihre Bündnisfähigkeit zu erhalten. Der Leiter der Sicherheitskonferenz Ischinger fordert daher unter anderem die Bundesregierung auf, den Verteidigungsetat zu erhöhen. 

Von Redaktion/dts

Die Nato-Bündnispartner verfehlen ihre eigenen Rüstungsziele um rund 90 Milliarden Euro. Das zeigt ein Bericht zur Münchener Sicherheitskonferenz, den "Bild" zitiert. Danach geben 22 der 26 europäischen Nato-Mitglieder – darunter auch Deutschland –deutlich weniger für Verteidigung aus als die vereinbarten zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts.

Im Schnitt liegen die Verteidigungsausgaben dieser Länder lediglich bei 1,1 Prozent. Um das Nato-Ziel zu erreichen, müssten sie ihre Verteidigungsetats um 90 Milliarden Euro aufstocken. Der Chef der Münchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, forderte die Nato-Mitgliedsländer dazu auf, angesichts der vielfältigen Bedrohungen die Bündnisfähigkeit zu erhalten und nachhaltig zu stärken. "Wenn Deutschland seiner Verantwortung in der Welt gerecht werden will, dann muss es, wie die anderen europäischen Staaten auch, seinen Verteidigungsetat deutlich erhöhen", sagte Ischinger der Zeitung.

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2 Kommentare

  1. Unsinnige Geldverschwendung. Wenn DE einen größeren Millitärhaushalt hat kommen sofort wieder alle aus ihren Löchern und erinnern dran das DE das ewige Tätervolk ist. Wir könnten also die Millitärtechnik eh niemals einsetzen.

    Solln ihren Dreck behalten, die Rüstungskonzerne. Gehören eh alle den Angelsachsen, die Rüstungsbuden. Geht lediglich um mehr Rendite für Aktionäre.

  2. Wie weltweit Guerilla-Kämpfer und Milizen beweisen, ist es nicht der Entwicklungsgrad nahezu unbezahlbarer High Tech-Waffen, die im Konfliktfall entscheidend für den Erfolg ist, sondern die Motivation der Kombattanten. Dies gilt auch für Berufsheere bzw. Söldner. Sie kämpfen mit fortgeschrittener Ausrüstung nicht effektiver, sondern folgen dem maximalen Profit bei minimalem persönlichen Risiko. Sie sind also letztlich Kinder ihrer Zeit. In den gefährlichsten Konfliktgebieten wie z.B. Afghanistan können sie kaum mehr tun, als sich im Feindesland einzuigeln und zu versuchen, den Gegner auf Distanz zu halten. Ihre Mission lässt sich damit nicht umsetzen und ihr Einsatz wird zur politischen Makulatur.

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