Die kleine Zinswende in den USA und der nun wieder stärkere Dollar sorgen global für Probleme, inklusive einem drohenden Zusammenbruch einiger Länder. Denn durch die starke Stellung der US-Währung sind längst schon viele andere Volkswirtschaften von der Fed-Politik direkt betroffen.

Von Marco Maier

Kredite und Verträge auf Dollarbasis gehören vor allem in vielen schwächeren Volkswirtschaften zum Alltag. Tausende Unternehmen außerhalb der USA zeichnen ihre Anleihen auf Dollar, um so den Investoren eine gewisse Sicherheit bieten zu können – und um so niedrigere Renditen zahlen zu müssen, als dies in Landeswährung der Fall ist. Ganz zu schweigen davon, dass Schätzungen zufolge rund zwei Drittel aller Dollar-Banknoten außerhalb der USA im Umlauf sind.

Die kleine Zinswende der Fed, die mit einem Rückfluss von Kapital in die US-Volkswirtschaft einher geht und die US-Währung nun auf einen neuen Höhenflug schickt, sorgt nun jedoch rund um den Erdball für Unbehagen. Immerhin werden die Umsätze und Gewinne der meisten Unternehmen in der jeweiligen Landeswährung erwirtschaftet, wodurch die Gewinnmargen wegschmelzen.

Zum Vergleich: Hat ein brasilianisches Unternehmen beispielsweise der niedrigeren Zinsen wegen einen Dollar-Kredit aufgenommen, für den monatliche Raten von 100.000 Dollar fällig sind, so mussten beispielsweise noch vor einem Jahr rund 250.000 Real dafür aufgewendet werden. Heute sind es 400.000 Real – ein Plus von etwa 60 Prozent.

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Dasselbe gilt für die Auslandsschulden von Staaten, vor allem von Entwicklungs- und Schwellenländern. Mangels ausreichend ausgestatteter Kapitalmärkte sind sie auf ausländische Geldgeber angewiesen, welche jedoch vorrangig Dollar-Anleihen kaufen. Auch sie stehen vor dem Dilemma, dass sie ihre Einnahmen (Steuern) vorwiegend in der eigenen Landeswährung erhalten, während sie dafür immer weniger Dollar erhalten.

Die jahrzehntelange Dollarschwemme der USA erweist sich immer deutlicher als eine große Gefahr für die Weltwirtschaft und die Stabilität vieler Entwicklungs- und Schwellenländer. Doch damit droht auch den globalen Kapitalmärkten ein enormer Zahlungsausfall, der angesichts der Nachwehen der jüngsten Finanzkrise nach wie vor systembedrohend ist.

Mit dem Weg, den nun Länder wie China, Russland, der Iran und andere gehen, indem sie beginnen den bilateralen Handel zunehmend auf die jeweiligen Landeswährungen umzustellen, erweist sich damit als neues Sicherheitsnetz. Eine zunehmende Diversifizierung bei den internationalen Geschäften und damit einhergehend über kurz oder lang auch auf den Kapitalmärkten, kann nur für mehr Sicherheit sorgen. Allerdings kommt diese Entwicklung zu spät und schreitet zu langsam voran.

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9 KOMMENTARE

  1. Axel Springer Blocker (ASB)….kleine aber feine Erweiterung für Chrome und Firefox,für alle die es nervt,wenn man auf einen vermutlich interessanten link  klickt und dann auf einer Seite rauskommt,die man sonst selbstverständlich meidet.( Im Chromestore )

  2. Weder China noch Russland sind die wahren Verursacher des drohenden Finanzcrash, sondern allein die vor dem Bankrott stehenden USA:

    "Eine Öffentlichkeit, der man erfolgreich die Vorstellung von der menschengemachten Klimakatastrophe eintrichtern kann, wird auch glauben, daß China schuld am weltweiten Finanzkollaps ist. Das scheint die Ansicht der etablierten westlichen Medien zu sein, die behaupten, der Börseneinbruch zum Jahresbeginn sei durch eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaft verursacht worden.

    Die Wirtschaftszahlen sagen etwas anderes. Was wäre mehr Grund zur Besorgnis: wenn das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt 33 Prozent niedriger ist als erwartet oder wenn das Wachstum der zweitgrößten 1,5 Prozent niedriger ist? Das erste sind die USA, die nur um 2 Prozent statt 3 Prozent wuchsen, das andere ist China, mit einem Wachstum von 6,9 statt 7 Prozent 2015."

    Nicht China, sondern der Bankrott der Wall Street und der City of London ist das Problem
    https://www.bueso.de/node/8425

     

    • Und noch eine Nachricht zum drohenden Dollar-Crash, die wohl die meisten Leser schon lange vermutet haben:

      "In einem Interview voller Dynamit machte Richard Fisher, ehemaliger Präsident und CEO der Federal Reserve Bank von Dallas, das wohl größte Eingeständnis eines Federal Reserve Insiders, das man je zu sehen und zu hören bekommen wird: die Federal Reserve steht wissentlich an erster Stelle der Erholung der US-Aktienmärkte (d.h. manipulieren des Markts) und schuf eine riesige Spekulationsblase. Fisher strahlte Gewissheit aus, dass der „manipulierte“ Aktienmarkt fallen wird und dies nun auch tut, jetzt da die US-Notenbank ihren Fuß vom Gaspedal genommen hat… und dass es ein langer Weg ist, der noch zu gehen ist."

      Fed-Offizieller gesteht: Die Fed hat die Aktienmärkte manipuliert – Crash ist sicher
      http://www.konjunktion.info/2016/01/fed-offizieller-gesteht-die-fed-hat-die-aktienmaerkte-manipuliert-crash-ist-sicher/

  3. Die Fed :

    Sie Druckt dieses wertlose Arsch abwisch Papier nach belieben. Da dadurch Amerika niemals Pleitegehen kann, und das Öl in Petrodollar Eingekauft oder Verkauft wird, ist Amerika immer im Vorteil gegenüber jedes andere Land.

    Deswegen Zertrümmern Sie alle Länder wenn Sie sich nicht unterordnen. 

    Lybien ist bestes Beispiel. Deswegen ist auch die USA eine Weltmacht, obwohl sie ganz arme Terroristen sind!!!!!

    Russland und China sowie Iran und noch ein paar Länder haben also einen ungerechten Kampf zu führen.

    Es wird Zeit das der Dollar als das angesehen wird, das was es ist.

    Arsch Abwisch Papier das nichts Wert ist ausser Die Menschen zu versklaven!!! Tyrannen Papier!!!

     

    • Die Realwirtschaft (auch das Öl) spielt auf dem Währungsmarkt nur eine untergeordnete Rolle. Die Finanzmärkte machen da den deutlich größeren Anteil aus. Dort geht es um viele Billionen Dollar.

      • Öl wird zum großteils auf Terminmärkten gehandelt, somit hängt es dem Finanzmarkt zusammen. Oder verstehe ich das flasch?

  4. Der Dollar ist wertloses Fiat-Money Kreditgeld der Privatbankenkartelle. Ebenso wie der Teuro. Beides sind KEINE Währungen, privates Monopolygeld, geschützt mit Copyright und abgesichert durch GAR NICHTS ! Aber was interessiert es die Schafherde……

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